Philine-Vogeler-Haus

Das ungewöhnliche Backstein-Haus, in dem heute die Tourist-Information für Worpswede und das Teufelsmoor ihren Sitz hat, entstand 1928. Architekt war der Bildhauer Bernhard Hoetger (1874-1949). Angeregt durch die Malerin Paula Modersohn-Becker lebte er 1914-1929 in Worpswede. Nach den eigenen Wohnhausbauten, dem monumentalen Niedersachsenstein und dem Ensemble aus Kaffee Worpswede, Große Kunstschau Worpswede und Skulpturenpark bildete dies Gebäude den Abschluss seines hiesigen Schaffens.  Es diente von 1928 bis 1930 als Werkstatt und Wohnhaus für die Weberin Elisabeth Vatheuer.

Bereits 1930 folgte die Schwägerin des berühmten Worpsweder Jugendstilkünstlers Heinrich Vogeler und etablierte die „Kunsthalle Philine Vogeler“, der das „Philine Vogeler-Haus“ seinen Beinamen verdankt, und das viele Jahre als Ausstellungsort genutzt wurde. In den 1990er Jahren, als das Gebäude mittlerweile im Besitz der Gemeinde war, wurde hier auf Initiative des Verkehrsvereins in Kooperation mit der Gemeinde das erste Büro im Sinne einer Gäste-Info für Worpswede-Besucher eingerichtet. Daraus entstand 1998 die Worpsweder Touristik- und Kulturmarketing GmbH. Auf Basis des Masterplan Worpswede, der 2009 startete, wurde aus der Gästeinformation ein repräsentatives Besucherinformationszentrum, das zum Saisonstart 2012 öffnete.

360 Grad Rundgang im und um das Philine-Vogeler-Haus