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September 2022
Freitag, 30.09.2022
Diesseits von Babel
Diesseits von Babel
Ulrike Waldeck
Malerei und Fotografie
30. Juni bis 2. Dezember 2022
Die
Worpswede
Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Möglichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
11:00 - 13:00 Uhr
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Fritz Overbeck - Die Aquarelle
Die Aquarelle von Fritz Overbeck bilden einen nahezu unbekannten Teil seines Werkes. Er fertigte sie nicht zu Ausstellungszwecken an, sondern nutzte sie als Skizzen, als Annäherungen an Motive und Vorstudien für spätere Ölgemälde auf Leinwand. Es gibt jedoch gute Gründe, diese Arbeiten heute auszustellen: In ihrer Spontaneität und Unmittelbarkeit zeigen sie eine neue Facette des bekannten Worpsweder Malers.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
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Lukas
"Menschen sind so unglaublich verschieden und doch haben sie so viele Parallelen."
In seiner aktuellen Ausstellung "Lukas" im "Gute Werke" - Ottersberger Manufakturen in Worpswede zeigt der Fotograf Christoph Plünnecke seine neuesten Arbeiten - Suchbewegungen nach Identität im Sein mit der Natur und sich selbst. Intime Portraits in Farbe und schwarzweiß. www.cpbild.de
Die Ausstellung läuft noch bis zum 30.09.2022, Öffnungszeiten: Mo – Sa 11:00 – 18:00 Uhr
So 15:00 – 18:00 Uhr
Worpswede
Osterweder Str. 2, Gute Werke - Ottersberger Manufakturen
11:00 - 18:00 Uhr
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Professor Ernst Thevis - Bildhauerei
Die Arbeiten von Ernst Thevis bezeichnet er als hölzerne Objekte, die nicht nur den Raum, in dem sie sich befinden, veredrängen, sondern zugleich in ihrem Innern Räume beherbergen. Durch das Aushöhlen des Innern verwandelt sich das ursprüngliche Stück Holz zu etwas Neuem, Andersartigem.
Ausstellungseröffnung am Sonntag, 21. August 2022, 15.00 Uhr, in der Galerie des nwwk im Hotel Village.
Worpswede
Bergstraße 22, Hotel Village
11:00 - 19:00 Uhr
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REAL ABSTRAKT GENIAL
Drei Künstlerinnen, drei Perspektiven, eine Ausstellung
die zu einem lebendigen Dialog einlädt, der sich aus der Spannung zwischen diesen unterschiedlichen Kunstformaten ergibt.

REAL Ingrid Crum
malt gegenständliche Stilleben. Auf ihren Bildern sind die einzelnen Objekte wie auf einer Bühne aufgestellt, sie treten in den Vordergrung, zum Greifen nahe, während andere in den schattigen Hintergrund zurücktreten. Harmonie und Rhytmus in der Darstellung sind die persönlichen Stilmittel dieser Künstlerin.
ABSTRAKT Melene Bahner
verbindet in ihren abstrakten Arbeiten, Farben, Formen, und Strukturen auf verschiedenen Hintergründen. Sie modelliert die Form mit Licht und Schatten, sie spielt virituos mit Farben und unterschiedlichen Materialien. Spannung, Anregung, Gedankenspiele und versteckte Erzählungen sind in ihren Darstellungen zu finden.
GENIAL Astrid Keller
ist Gold-und Silberschmiedin, sie sucht nach den Möglichkeiten eines Materials und ist dabei bereit ins Extreme zu gehen. Die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft verschmelzen in ihren Händen zu Arbeiten die von einer mysteriösen, unbekannten Schönheit sind.

So ergänzen sich die reale Darstellung, die abstrakte Darstellung und die dreidimensionale Darstellung zu einer künstlerischen Einheit.

Die Ausstellung beginnt am Samstag, den 9. Juli, das Museum ist von 12 bis 17 Uhr geöffnet, die Künstlerinnen sind an diesem Tag anwesend.
Worpswede
Hembergstr. 19, Museum am Modersohn-Haus
12:00 - 17:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
14:00 - 18:00 Uhr
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Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst"
24. April bis 9. Oktober 2022
Neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung
Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst

"Das Schönste wäre ja, wenn ich jenes unbewusste Empfinden, was manchmal
leicht und lieblich in mir summt, figürlich ausdrücken könnte."
Paula Modersohn-Becker


Portraitmalerei ist eine uralte Kunst – bereits im alten Griechenland um 500 vor Christus pflegte man die Kunst des Portraitierens. Auch die neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung widmet sich ganz dem Portrait.
Alle, die was auf sich hielten, ließen sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts portraitieren: Adel, Kaufleute, vom Klerus bis zu den Menschen, die aufgrund ihres sozialen Rangs, als würdig erschienen. Damals diente das Portrait dazu, Personen zu ehren, oder nach deren Tod an sie zu erinnern. Berühmte Künstler wie Albrecht Dürer, Vincent van Gogh oder Max Beckmann entwickelten das Selbstportrait zu einem ganz eigenen Genre.
Versuchte man früher den Menschen naturgetreu in einem Gemälde wiederzugeben, zeigten die Expressionisten viel vom Charakter des Modells.
In der modernen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts rückten die existentiellen Fragen nach der eigenen Identität in den Vordergrund. Hatten sich die Künstler der ersten Worpsweder Generation ganz der Landschaftsmalerei verschrieben, der Darstellung der Natur mit Licht und Schatten, dem hohen Himmel und den Birkenalleen, drängte sich jetzt mehr das eigene Ich in den Fokus. Ein besonderes Kapitel ist das Selbstportrait. Es ist selten Ausdruck von Mangel an Modellen, sondern Spiegelbild der eigenen Empfindung, wie Paula Modersohn Becker es oben im Zitat ausdrückt. In eindringlichen Bildern geht es um die, immer noch hochaktuelle Frage, nach der eigenen Identität, um das Selbst als fremdes Wesen.
Die neue Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" lenkt den Blick auf den Menschen, als wesentlichen Bildinhalt. Neben Bildern aus dem eigenen Bestand der Lilienthaler Kunststiftung sind Bilder aus der Worpsweder Kunststiftung zu sehen, und etliche Werke privater Leihgeber. Darstellungen bekannter Maler wie Fritz Mackensen, Hans am Ende, Ottilie Reylaender oder Tetjus Tügel sind Teil der Ausstellung. Aber auch Bilder unbekannter Weggefährtinnen von Paula Modersohn Becker, wie der bislang kaum bekannten Malerin Frida Witt. Das Besondere: Es werden eine ganze Reihe an Bildern zu sehen sein, die bislang nur in privaten Sammlungen oder in Archiven zu gezeigt wurden. Außerdem wird auch die ganze Sparte der Plastik sowie der Fotografie in der neuen Ausstellung berücksichtigt.
Mit ungefähr 100 Werken figürlicher Malerei, versucht die Lilienthaler Kunststiftung erneut ein Zeichen in der Region zu setzen.
Dabei geht die Kunststiftung mit dieser Ausstellung, zum ersten Mal eine Kooperation mit der in Bremen ansässigen Kunstschule Wandsbeck ein. Kunststudentinnen und -studenten werden sich intensiv mit den Künstlern und deren Motiven auseinandersetzen, und gegen Ende der Ausstellung ihre eigenen Werke zum Thema "Portrait" präsentieren. Wir freuen uns sehr über die Kooperation, die junge Menschen an die regionale Kunst heranführt. Außerdem wird es als Novum eine pädagogische Vermittlung von Kunst für Kinder geben sowie einen Familientag.
Die Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" wird vom 24. April bis zum 9. Oktober in der Lilienthaler Kunststiftung zu sehen sein.
Wir freuen uns auf ihren Besuch, in den frisch sanierten Räumlichkeiten der Kunstschau Lilienthal, in der Trupe 6 in Lilienthal.
Lilienthal
In der Trupe 6, Kunstschau Lilienthal
14:00 - 18:00 Uhr
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Moorwanderung
Das Teufelsmoor – vielfach als unwirtlich beschrieben, oft idyllisch gemalt. Was ist davon geblieben? Was zeichnet diesen charakteristischen Lebensraum aus und warum ist der Erhalt des Moores ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz?

Auf einer Wanderung durch einen geschützten Hochmoorbereich erfahren die Gäste die Besonderheiten der dort lebenden Pflanzen- und Tierarten, geschichtliche Aspekte der Kultivierung sowie klimarelevante Fakten sowohl bei Entwässerung und Abbau als auch bei Wiedervernässung des Moorkörpers.

Dauer: 2 Stunden plus An- und Abfahrt
Kosten: 13,00 €/Person
Kinder bis 14 Jahre: kostenfrei
Unbefestigte Wege
TN-Zahl: max. 16 Personen
Anfahrt in eigenem PKW
Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sowie ggf. Insektenschutz empfohlen
Worpswede
Bergstr. 13, Touristinformation für Worpswede und das Teufelsmoor
15:00 - 17:30 Uhr
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Oktober 2022
Samstag, 01.10.2022
Diesseits von Babel
Diesseits von Babel
Ulrike Waldeck
Malerei und Fotografie
30. Juni bis 2. Dezember 2022
Die
Worpswede
Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Wochenmarkt
Kleiner, feiner Wochenmarkt auf dem Dorfplatz in der Bergstraße mit u.a.
- Obst und Gemüse
- Fleischerei
- Bäckerei
- Besen
- Kunsthandwerk
- Honig
- Blumen
und Kunst an der Wäscheleine
Worpswede
Bergstraße, Dorfplatz
09:00 - 14:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943 - Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Inneren
Otto Modersohn – Fischerhude 1933-1943 –
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern

Gezeigt werden 32 Gemälde aus dem Fischerhuder Spätwerk
Otto Modersohns.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der
Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder
Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist.
Mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen
selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für
ihn eine fruchtbare Schaffenszeit.
Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt
Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und
Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von
Empfindung erfüllt.

Sonderausstellung, nur im Otto-Modersohn-Museum
www.otto-modersohn-museum.de
Otto-Modersohn-Museum
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Möglichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
11:00 - 13:00 Uhr
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Fritz Overbeck - Die Aquarelle
Die Aquarelle von Fritz Overbeck bilden einen nahezu unbekannten Teil seines Werkes. Er fertigte sie nicht zu Ausstellungszwecken an, sondern nutzte sie als Skizzen, als Annäherungen an Motive und Vorstudien für spätere Ölgemälde auf Leinwand. Es gibt jedoch gute Gründe, diese Arbeiten heute auszustellen: In ihrer Spontaneität und Unmittelbarkeit zeigen sie eine neue Facette des bekannten Worpsweder Malers.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 17:00 Uhr
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Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
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Professor Ernst Thevis - Bildhauerei
Die Arbeiten von Ernst Thevis bezeichnet er als hölzerne Objekte, die nicht nur den Raum, in dem sie sich befinden, veredrängen, sondern zugleich in ihrem Innern Räume beherbergen. Durch das Aushöhlen des Innern verwandelt sich das ursprüngliche Stück Holz zu etwas Neuem, Andersartigem.
Ausstellungseröffnung am Sonntag, 21. August 2022, 15.00 Uhr, in der Galerie des nwwk im Hotel Village.
Worpswede
Bergstraße 22, Hotel Village
11:00 - 19:00 Uhr
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REAL ABSTRAKT GENIAL
Drei Künstlerinnen, drei Perspektiven, eine Ausstellung
die zu einem lebendigen Dialog einlädt, der sich aus der Spannung zwischen diesen unterschiedlichen Kunstformaten ergibt.

REAL Ingrid Crum
malt gegenständliche Stilleben. Auf ihren Bildern sind die einzelnen Objekte wie auf einer Bühne aufgestellt, sie treten in den Vordergrung, zum Greifen nahe, während andere in den schattigen Hintergrund zurücktreten. Harmonie und Rhytmus in der Darstellung sind die persönlichen Stilmittel dieser Künstlerin.
ABSTRAKT Melene Bahner
verbindet in ihren abstrakten Arbeiten, Farben, Formen, und Strukturen auf verschiedenen Hintergründen. Sie modelliert die Form mit Licht und Schatten, sie spielt virituos mit Farben und unterschiedlichen Materialien. Spannung, Anregung, Gedankenspiele und versteckte Erzählungen sind in ihren Darstellungen zu finden.
GENIAL Astrid Keller
ist Gold-und Silberschmiedin, sie sucht nach den Möglichkeiten eines Materials und ist dabei bereit ins Extreme zu gehen. Die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft verschmelzen in ihren Händen zu Arbeiten die von einer mysteriösen, unbekannten Schönheit sind.

So ergänzen sich die reale Darstellung, die abstrakte Darstellung und die dreidimensionale Darstellung zu einer künstlerischen Einheit.

Die Ausstellung beginnt am Samstag, den 9. Juli, das Museum ist von 12 bis 17 Uhr geöffnet, die Künstlerinnen sind an diesem Tag anwesend.
Worpswede
Hembergstr. 19, Museum am Modersohn-Haus
12:00 - 17:00 Uhr
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Themenführung Heinrich Vogeler mit Besuch von zwei Museen
Führung zu Leben und Werk des Künstlers Heinrich Vogeler mit dem Besuch von zwei Museen.
In den Museen Worpswedes wird Heinrich Vogeler zu seinem 150. Geburtstag mit mehreren Sonderausstellungen gewürdigt. Während der Führung werden zwei Museen besucht, die seine künstlerische Entwicklung vom Jugendstil zur Agitationskunst für eine kommunistische Gesellschaftsordnung anhand von Dokumenten, Design, Grafiken und Gemälden nachvollziehbar machen.


Termin: Samstag, 30.04.2022, 13 h
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Preis: 21 € pro Person inkl. Museumseintritt für zwei Museen
Treffpunkt und Anmeldung (erforderlich): Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,
Tel.: 04792 935820 oder info@worpswede-touristik.de
Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
13:00 - 15:30 Uhr
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Torfkahnrundfahrt auf der Hamme
Unternehmen Sie einen Ausflug auf dem Torfkahn ab Worpswede auf der Hamme.

Die schwarzen Dielenboote mit den braunen Segeln waren einst das einzige Verkehrsmittel im nassen Teufelsmoor. Heute sind unsere aus Eichenbohlen selbst nachgebauten und mit geräuscharmen elektrischen Motoren ausgestatteten Torfkähne mit Ausflugsgästen unterwegs auf den Pfaden der alten Moorbauern.

Entdecken Sie die reizvolle Natur des Teufelsmoores und die Weite der Hammeniederung klimafreundlich vom Wasser aus. Während der Torfkahnfahrt erzählen die Skipper Geschichten aus alten Zeiten.
In der Sommersaison von Mai bis Oktober bieten wir regelmäßige Torfkahnfahrten an.
Worpswede
Hammeweg 12, Anleger am Hammehafen neben Wohnmobilstellplatz
14:00 - 15:30 Uhr
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Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst"
24. April bis 9. Oktober 2022
Neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung
Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst

"Das Schönste wäre ja, wenn ich jenes unbewusste Empfinden, was manchmal
leicht und lieblich in mir summt, figürlich ausdrücken könnte."
Paula Modersohn-Becker


Portraitmalerei ist eine uralte Kunst – bereits im alten Griechenland um 500 vor Christus pflegte man die Kunst des Portraitierens. Auch die neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung widmet sich ganz dem Portrait.
Alle, die was auf sich hielten, ließen sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts portraitieren: Adel, Kaufleute, vom Klerus bis zu den Menschen, die aufgrund ihres sozialen Rangs, als würdig erschienen. Damals diente das Portrait dazu, Personen zu ehren, oder nach deren Tod an sie zu erinnern. Berühmte Künstler wie Albrecht Dürer, Vincent van Gogh oder Max Beckmann entwickelten das Selbstportrait zu einem ganz eigenen Genre.
Versuchte man früher den Menschen naturgetreu in einem Gemälde wiederzugeben, zeigten die Expressionisten viel vom Charakter des Modells.
In der modernen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts rückten die existentiellen Fragen nach der eigenen Identität in den Vordergrund. Hatten sich die Künstler der ersten Worpsweder Generation ganz der Landschaftsmalerei verschrieben, der Darstellung der Natur mit Licht und Schatten, dem hohen Himmel und den Birkenalleen, drängte sich jetzt mehr das eigene Ich in den Fokus. Ein besonderes Kapitel ist das Selbstportrait. Es ist selten Ausdruck von Mangel an Modellen, sondern Spiegelbild der eigenen Empfindung, wie Paula Modersohn Becker es oben im Zitat ausdrückt. In eindringlichen Bildern geht es um die, immer noch hochaktuelle Frage, nach der eigenen Identität, um das Selbst als fremdes Wesen.
Die neue Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" lenkt den Blick auf den Menschen, als wesentlichen Bildinhalt. Neben Bildern aus dem eigenen Bestand der Lilienthaler Kunststiftung sind Bilder aus der Worpsweder Kunststiftung zu sehen, und etliche Werke privater Leihgeber. Darstellungen bekannter Maler wie Fritz Mackensen, Hans am Ende, Ottilie Reylaender oder Tetjus Tügel sind Teil der Ausstellung. Aber auch Bilder unbekannter Weggefährtinnen von Paula Modersohn Becker, wie der bislang kaum bekannten Malerin Frida Witt. Das Besondere: Es werden eine ganze Reihe an Bildern zu sehen sein, die bislang nur in privaten Sammlungen oder in Archiven zu gezeigt wurden. Außerdem wird auch die ganze Sparte der Plastik sowie der Fotografie in der neuen Ausstellung berücksichtigt.
Mit ungefähr 100 Werken figürlicher Malerei, versucht die Lilienthaler Kunststiftung erneut ein Zeichen in der Region zu setzen.
Dabei geht die Kunststiftung mit dieser Ausstellung, zum ersten Mal eine Kooperation mit der in Bremen ansässigen Kunstschule Wandsbeck ein. Kunststudentinnen und -studenten werden sich intensiv mit den Künstlern und deren Motiven auseinandersetzen, und gegen Ende der Ausstellung ihre eigenen Werke zum Thema "Portrait" präsentieren. Wir freuen uns sehr über die Kooperation, die junge Menschen an die regionale Kunst heranführt. Außerdem wird es als Novum eine pädagogische Vermittlung von Kunst für Kinder geben sowie einen Familientag.
Die Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" wird vom 24. April bis zum 9. Oktober in der Lilienthaler Kunststiftung zu sehen sein.
Wir freuen uns auf ihren Besuch, in den frisch sanierten Räumlichkeiten der Kunstschau Lilienthal, in der Trupe 6 in Lilienthal.
Lilienthal
In der Trupe 6, Kunstschau Lilienthal
14:00 - 18:00 Uhr
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Torfkahnrundfahrt auf der Hamme
Unternehmen Sie einen Ausflug auf dem Torfkahn ab Worpswede auf der Hamme.

Die schwarzen Dielenboote mit den braunen Segeln waren einst das einzige Verkehrsmittel im nassen Teufelsmoor. Heute sind unsere aus Eichenbohlen selbst nachgebauten und mit geräuscharmen elektrischen Motoren ausgestatteten Torfkähne mit Ausflugsgästen unterwegs auf den Pfaden der alten Moorbauern.

Entdecken Sie die reizvolle Natur des Teufelsmoores und die Weite der Hammeniederung klimafreundlich vom Wasser aus. Während der Torfkahnfahrt erzählen die Skipper Geschichten aus alten Zeiten.
In der Sommersaison von Mai bis Oktober bieten wir regelmäßige Torfkahnfahrten an.
Worpswede
Hammeweg 12, Anleger am Hammehafen neben Wohnmobilstellplatz
16:00 - 17:30 Uhr
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Worpsweder Gruselkabinettstückchen
Entdecken Sie bei unserem Laternenspaziergang rund um den Weyerberg und in das Ortszentrum noch den einen oder anderen verschwiegenen Winkel und lassen Sie sich vom "Verteller" hin und wieder zu einer Gänsehaut provozieren.
Worpswede bei Nacht ist weit davon entfernt, ein verschlafenes Dorf zu sein! Wenn Sie Lust haben, Worpswede mal von einer anderen – einer "einheimischen" – Seite kennenzulernen, dann folgen Sie den Spuren unserer Vorfahren und lassen Sie sich in eine ferne, uns vielleicht schon etwas fremd gewordene Welt entführen. Es sind nicht Götter, Kulte, Sitten und Gebräuche, die Ihnen auf der ca. 2-stündigen Nachtwanderung nahe gebracht werden. Vielmehr ist es die menschliche Seite unseres Dorfes, die durch Geschichten und Geschichtchen – unseren Döntjes – für Sie wieder lebendig werden soll.
Wenn Sie diese kleine Zeitreise unternehmen möchten, sollten Sie dem Wetter entsprechend gekleidet sein und festes Schuhwerk dabei haben. Für die Beleuchtung ist gesorgt!
Termine: jeden 1. Samstag im Monat
Startzeit: September bis April 20 h, Mai bis August 22 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 13 € pro Person
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,
Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
20:00 - 22:00 Uhr
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KING KING
Keine Frage – die Bluesrocker aus Glasgow schwimmen auf einer Erfolgswelle. KING KING haben dank ihres letzten Albums "Exile & Grace" (VÖ Herbst 2017) einen Quantensprung in ihrer Karriere gemacht. Das Album war auf Platz 31 der britischen Albumcharts und wurde von Classic Rock zum "Blues Album of the Year" gekrönt. Dazu kommen Top Plätze bei den iTunes und Amazon Charts – KING KING sind nun definitiv im Mainstream angekommen. Auf ihren Lorbeeren ausruhen wollen sich Alan Nimmo (Vocals/Gitarre), Zander Greenshields (Bass), Andrew Scott (Drums) und Jonny Dyke (Orgel/Piano) aber keinesfalls. "Wir sind noch nicht am Ziel. Wir wollen diese Band soweit bringen, wie wir können."

Wie die Hit-Single des aktuellen Albums "Exile & Grace", "(She Don’t) Gimme No Lovin‘", zeigt, geht der Sound dieser Platte in eine rockigere Richtung. Die gefühlvollen Balladen fehlen trotzdem nicht. Beeinflusst wurden die Jungs von Bands des Classic Rock wie beispielsweise Bad Company, Whitesnake und Thunder. Das Rezept von bodenständigem Blues mit guten Hooks, angereichert mit stimmungsvollen Orgelklängen überzeugt einfach immer. Geschrieben aus dem Herzen und live performt mit wirklicher Leidenschaft überzeugen KING KINGs Songs die traditionellen Rockfans genauso wie jüngere Semester – ein super Einstieg für ein breiteres Publikum.

2011 erschien das Debütalbum "Take my Hand", das bei den British Blues Awards 2012 den Preis als bestes Album erhielt. Ihr zweites Album "Standing in the Shadows", erschien 2013 und erhielt 2014 die gleiche Auszeichnung. Die Band selbst wurde 2012 bis 2014 dreimal in Folge zur besten britischen Bluesband gewählt und damit in die British Blues Awards Hall of Fame aufgenommen. Der 2015 veröffentlichte Longplayer "Reaching for the Light" konnte seine Position als bestes Album 2015 in Magazinen wie ‘Classic Rock’ und ‘The Blues’ und zahlreichen weiteren behaupten.
Worpswede
Findorffstraße 21, Music Hall Worpswede
20:00 Uhr
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A Quadrat - Rhythmuskabarett
Anke Hundius und Annette Kayser waren über 20 Jahre mit der legendären Comedy-Percussion-Gruppe "Trude träumt von Afrika" unterwegs. Stimm- und rhythmusstark präsentieren sie jetzt ein Duo-Programm zwischen Kabarett und Komödie. Mit einem bunten Sammelsurium an Instrumenten grooven sie, was das Zeug hält, und und thematisieren mal schön bis schräg mal absurd alles, was das Leben ihnen täglich bietet, von Digitalisierung über Weltpolitik bis zum Laubsauger.
Gnarrenburg
Kuhstedtermoor 24, Cultimo e.V.
20:00 Uhr
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Sonntag, 02.10.2022
Diesseits von Babel
Diesseits von Babel
Ulrike Waldeck
Malerei und Fotografie
30. Juni bis 2. Dezember 2022
Die
Worpswede
Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943 - Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Inneren
Otto Modersohn – Fischerhude 1933-1943 –
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern

Gezeigt werden 32 Gemälde aus dem Fischerhuder Spätwerk
Otto Modersohns.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der
Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder
Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist.
Mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen
selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für
ihn eine fruchtbare Schaffenszeit.
Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt
Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und
Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von
Empfindung erfüllt.

Sonderausstellung, nur im Otto-Modersohn-Museum
www.otto-modersohn-museum.de
Otto-Modersohn-Museum
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Möglichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst"
24. April bis 9. Oktober 2022
Neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung
Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst

"Das Schönste wäre ja, wenn ich jenes unbewusste Empfinden, was manchmal
leicht und lieblich in mir summt, figürlich ausdrücken könnte."
Paula Modersohn-Becker


Portraitmalerei ist eine uralte Kunst – bereits im alten Griechenland um 500 vor Christus pflegte man die Kunst des Portraitierens. Auch die neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung widmet sich ganz dem Portrait.
Alle, die was auf sich hielten, ließen sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts portraitieren: Adel, Kaufleute, vom Klerus bis zu den Menschen, die aufgrund ihres sozialen Rangs, als würdig erschienen. Damals diente das Portrait dazu, Personen zu ehren, oder nach deren Tod an sie zu erinnern. Berühmte Künstler wie Albrecht Dürer, Vincent van Gogh oder Max Beckmann entwickelten das Selbstportrait zu einem ganz eigenen Genre.
Versuchte man früher den Menschen naturgetreu in einem Gemälde wiederzugeben, zeigten die Expressionisten viel vom Charakter des Modells.
In der modernen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts rückten die existentiellen Fragen nach der eigenen Identität in den Vordergrund. Hatten sich die Künstler der ersten Worpsweder Generation ganz der Landschaftsmalerei verschrieben, der Darstellung der Natur mit Licht und Schatten, dem hohen Himmel und den Birkenalleen, drängte sich jetzt mehr das eigene Ich in den Fokus. Ein besonderes Kapitel ist das Selbstportrait. Es ist selten Ausdruck von Mangel an Modellen, sondern Spiegelbild der eigenen Empfindung, wie Paula Modersohn Becker es oben im Zitat ausdrückt. In eindringlichen Bildern geht es um die, immer noch hochaktuelle Frage, nach der eigenen Identität, um das Selbst als fremdes Wesen.
Die neue Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" lenkt den Blick auf den Menschen, als wesentlichen Bildinhalt. Neben Bildern aus dem eigenen Bestand der Lilienthaler Kunststiftung sind Bilder aus der Worpsweder Kunststiftung zu sehen, und etliche Werke privater Leihgeber. Darstellungen bekannter Maler wie Fritz Mackensen, Hans am Ende, Ottilie Reylaender oder Tetjus Tügel sind Teil der Ausstellung. Aber auch Bilder unbekannter Weggefährtinnen von Paula Modersohn Becker, wie der bislang kaum bekannten Malerin Frida Witt. Das Besondere: Es werden eine ganze Reihe an Bildern zu sehen sein, die bislang nur in privaten Sammlungen oder in Archiven zu gezeigt wurden. Außerdem wird auch die ganze Sparte der Plastik sowie der Fotografie in der neuen Ausstellung berücksichtigt.
Mit ungefähr 100 Werken figürlicher Malerei, versucht die Lilienthaler Kunststiftung erneut ein Zeichen in der Region zu setzen.
Dabei geht die Kunststiftung mit dieser Ausstellung, zum ersten Mal eine Kooperation mit der in Bremen ansässigen Kunstschule Wandsbeck ein. Kunststudentinnen und -studenten werden sich intensiv mit den Künstlern und deren Motiven auseinandersetzen, und gegen Ende der Ausstellung ihre eigenen Werke zum Thema "Portrait" präsentieren. Wir freuen uns sehr über die Kooperation, die junge Menschen an die regionale Kunst heranführt. Außerdem wird es als Novum eine pädagogische Vermittlung von Kunst für Kinder geben sowie einen Familientag.
Die Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" wird vom 24. April bis zum 9. Oktober in der Lilienthaler Kunststiftung zu sehen sein.
Wir freuen uns auf ihren Besuch, in den frisch sanierten Räumlichkeiten der Kunstschau Lilienthal, in der Trupe 6 in Lilienthal.
Lilienthal
In der Trupe 6, Kunstschau Lilienthal
10:00 - 18:00 Uhr
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Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
11:00 - 13:00 Uhr
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Fritz Overbeck - Die Aquarelle
Die Aquarelle von Fritz Overbeck bilden einen nahezu unbekannten Teil seines Werkes. Er fertigte sie nicht zu Ausstellungszwecken an, sondern nutzte sie als Skizzen, als Annäherungen an Motive und Vorstudien für spätere Ölgemälde auf Leinwand. Es gibt jedoch gute Gründe, diese Arbeiten heute auszustellen: In ihrer Spontaneität und Unmittelbarkeit zeigen sie eine neue Facette des bekannten Worpsweder Malers.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 17:00 Uhr
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Wintermoorpfütze
1. Oktober bis 31. Dezember 2022
(geöffnet Samstag und Sonntag, 11 bis 17 Uhr)


Wie sehe unsere Welt hier ohne die Vierjahreszeiten aus – vieles ist gesagt, geschrieben und gemalt worden zu dem Landschaftsraum Teufelsmoor. Der Künstler Heinz Cymontkowski lebt und arbeitet in den vier Jahreszeiten im Atelier Dorf Teufelsmoor.

Gerade in den kalten Wintertagen, wenn die Spaziergänge auf hartem unebenen Moorboden zu Stolperfallen werden, gilt es, die Landschaft nach den Sommertagen neu zu entdecken: Frost und Schnee – Winterwandelbilder

Wenn die Tage kürzer werden und die Nächte lange dunkel bleiben, ist es Zeit, für die
Blicke dazwischen zu finden. Ausschnitte dieser Zwischen-Zeit werden vom Künstler auf Papier und Öl auf Leinwand gebannt. Die Momente von Einsamkeit
sind die Linien dieser Zeit. Weit draußen im Teufelsmoor werden Pfützen entdeckt, die
Heinz Cymontkowski eingefangen hat - von Zeit zu Zeit leben, entdecken und in Bildern einfangen - iimmer nach der Urform dieser Landschaft Teufelsmoor suchend.

Gezeigt werden in der Ateliersonderausstellung WINTERMOORPFÜTZE Ölbilder, Aquarelle und Zeichnungen.
Osterholz-Scharmbeck
Zur kleinen Reihe 14, Galerie und Atelier Dorf Teufelsmoor
11:00 - 17:00 Uhr
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Professor Ernst Thevis - Bildhauerei
Die Arbeiten von Ernst Thevis bezeichnet er als hölzerne Objekte, die nicht nur den Raum, in dem sie sich befinden, veredrängen, sondern zugleich in ihrem Innern Räume beherbergen. Durch das Aushöhlen des Innern verwandelt sich das ursprüngliche Stück Holz zu etwas Neuem, Andersartigem.
Ausstellungseröffnung am Sonntag, 21. August 2022, 15.00 Uhr, in der Galerie des nwwk im Hotel Village.
Worpswede
Bergstraße 22, Hotel Village
11:00 - 19:00 Uhr
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Torfkahnrundfahrt auf der Hamme
Unternehmen Sie einen Ausflug auf dem Torfkahn ab Worpswede auf der Hamme.

Die schwarzen Dielenboote mit den braunen Segeln waren einst das einzige Verkehrsmittel im nassen Teufelsmoor. Heute sind unsere aus Eichenbohlen selbst nachgebauten und mit geräuscharmen elektrischen Motoren ausgestatteten Torfkähne mit Ausflugsgästen unterwegs auf den Pfaden der alten Moorbauern.

Entdecken Sie die reizvolle Natur des Teufelsmoores und die Weite der Hammeniederung klimafreundlich vom Wasser aus. Während der Torfkahnfahrt erzählen die Skipper Geschichten aus alten Zeiten.
In der Sommersaison von Mai bis Oktober bieten wir regelmäßige Torfkahnfahrten an.
Worpswede
Hammeweg 12, Anleger am Hammehafen neben Wohnmobilstellplatz
12:00 - 13:30 Uhr
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REAL ABSTRAKT GENIAL
Drei Künstlerinnen, drei Perspektiven, eine Ausstellung
die zu einem lebendigen Dialog einlädt, der sich aus der Spannung zwischen diesen unterschiedlichen Kunstformaten ergibt.

REAL Ingrid Crum
malt gegenständliche Stilleben. Auf ihren Bildern sind die einzelnen Objekte wie auf einer Bühne aufgestellt, sie treten in den Vordergrung, zum Greifen nahe, während andere in den schattigen Hintergrund zurücktreten. Harmonie und Rhytmus in der Darstellung sind die persönlichen Stilmittel dieser Künstlerin.
ABSTRAKT Melene Bahner
verbindet in ihren abstrakten Arbeiten, Farben, Formen, und Strukturen auf verschiedenen Hintergründen. Sie modelliert die Form mit Licht und Schatten, sie spielt virituos mit Farben und unterschiedlichen Materialien. Spannung, Anregung, Gedankenspiele und versteckte Erzählungen sind in ihren Darstellungen zu finden.
GENIAL Astrid Keller
ist Gold-und Silberschmiedin, sie sucht nach den Möglichkeiten eines Materials und ist dabei bereit ins Extreme zu gehen. Die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft verschmelzen in ihren Händen zu Arbeiten die von einer mysteriösen, unbekannten Schönheit sind.

So ergänzen sich die reale Darstellung, die abstrakte Darstellung und die dreidimensionale Darstellung zu einer künstlerischen Einheit.

Die Ausstellung beginnt am Samstag, den 9. Juli, das Museum ist von 12 bis 17 Uhr geöffnet, die Künstlerinnen sind an diesem Tag anwesend.
Worpswede
Hembergstr. 19, Museum am Modersohn-Haus
12:00 - 17:00 Uhr
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Torfkahnrundfahrt auf der Hamme
Unternehmen Sie einen Ausflug auf dem Torfkahn ab Worpswede auf der Hamme.

Die schwarzen Dielenboote mit den braunen Segeln waren einst das einzige Verkehrsmittel im nassen Teufelsmoor. Heute sind unsere aus Eichenbohlen selbst nachgebauten und mit geräuscharmen elektrischen Motoren ausgestatteten Torfkähne mit Ausflugsgästen unterwegs auf den Pfaden der alten Moorbauern.

Entdecken Sie die reizvolle Natur des Teufelsmoores und die Weite der Hammeniederung klimafreundlich vom Wasser aus. Während der Torfkahnfahrt erzählen die Skipper Geschichten aus alten Zeiten.
In der Sommersaison von Mai bis Oktober bieten wir regelmäßige Torfkahnfahrten an.
Worpswede
Hammeweg 12, Anleger am Hammehafen neben Wohnmobilstellplatz
14:00 - 15:30 Uhr
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Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
15:00 - 18:00 Uhr
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Worpsweder Orgelmusik
Ensemble GlossArte

Carl Philipp Emmanuel Bach
Konzert für Cemblao und Streicher in e-moll

Johann Georg Albrechtsberger
Konzert in B für Altposaune und Streicher

Johann Bernhard Bach
Ouvertüre in G für Streicher Nr. 2


Eitritt frei
Um eine Spende wird gebeten

Keine Test- oder Impfnachweise erforderlich
Worpswede
An d. Kirche, Zionskirche
17:00 - 18:00 Uhr
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Montag, 03.10.2022
Diesseits von Babel
Diesseits von Babel
Ulrike Waldeck
Malerei und Fotografie
30. Juni bis 2. Dezember 2022
Die
Worpswede
Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943 - Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Inneren
Otto Modersohn – Fischerhude 1933-1943 –
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern

Gezeigt werden 32 Gemälde aus dem Fischerhuder Spätwerk
Otto Modersohns.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der
Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder
Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist.
Mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen
selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für
ihn eine fruchtbare Schaffenszeit.
Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt
Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und
Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von
Empfindung erfüllt.

Sonderausstellung, nur im Otto-Modersohn-Museum
www.otto-modersohn-museum.de
Otto-Modersohn-Museum
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 Uhr
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Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
11:00 - 13:00 Uhr
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Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
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Dienstag, 04.10.2022
Diesseits von Babel
Diesseits von Babel
Ulrike Waldeck
Malerei und Fotografie
30. Juni bis 2. Dezember 2022
Die
Worpswede
Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943 - Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Inneren
Otto Modersohn – Fischerhude 1933-1943 –
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern

Gezeigt werden 32 Gemälde aus dem Fischerhuder Spätwerk
Otto Modersohns.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der
Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder
Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist.
Mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen
selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für
ihn eine fruchtbare Schaffenszeit.
Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt
Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und
Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von
Empfindung erfüllt.

Sonderausstellung, nur im Otto-Modersohn-Museum
www.otto-modersohn-museum.de
Otto-Modersohn-Museum
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Möglichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Fritz Overbeck - Die Aquarelle
Die Aquarelle von Fritz Overbeck bilden einen nahezu unbekannten Teil seines Werkes. Er fertigte sie nicht zu Ausstellungszwecken an, sondern nutzte sie als Skizzen, als Annäherungen an Motive und Vorstudien für spätere Ölgemälde auf Leinwand. Es gibt jedoch gute Gründe, diese Arbeiten heute auszustellen: In ihrer Spontaneität und Unmittelbarkeit zeigen sie eine neue Facette des bekannten Worpsweder Malers.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
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Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
14:00 - 18:00 Uhr
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Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst"
24. April bis 9. Oktober 2022
Neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung
Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst

"Das Schönste wäre ja, wenn ich jenes unbewusste Empfinden, was manchmal
leicht und lieblich in mir summt, figürlich ausdrücken könnte."
Paula Modersohn-Becker


Portraitmalerei ist eine uralte Kunst – bereits im alten Griechenland um 500 vor Christus pflegte man die Kunst des Portraitierens. Auch die neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung widmet sich ganz dem Portrait.
Alle, die was auf sich hielten, ließen sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts portraitieren: Adel, Kaufleute, vom Klerus bis zu den Menschen, die aufgrund ihres sozialen Rangs, als würdig erschienen. Damals diente das Portrait dazu, Personen zu ehren, oder nach deren Tod an sie zu erinnern. Berühmte Künstler wie Albrecht Dürer, Vincent van Gogh oder Max Beckmann entwickelten das Selbstportrait zu einem ganz eigenen Genre.
Versuchte man früher den Menschen naturgetreu in einem Gemälde wiederzugeben, zeigten die Expressionisten viel vom Charakter des Modells.
In der modernen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts rückten die existentiellen Fragen nach der eigenen Identität in den Vordergrund. Hatten sich die Künstler der ersten Worpsweder Generation ganz der Landschaftsmalerei verschrieben, der Darstellung der Natur mit Licht und Schatten, dem hohen Himmel und den Birkenalleen, drängte sich jetzt mehr das eigene Ich in den Fokus. Ein besonderes Kapitel ist das Selbstportrait. Es ist selten Ausdruck von Mangel an Modellen, sondern Spiegelbild der eigenen Empfindung, wie Paula Modersohn Becker es oben im Zitat ausdrückt. In eindringlichen Bildern geht es um die, immer noch hochaktuelle Frage, nach der eigenen Identität, um das Selbst als fremdes Wesen.
Die neue Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" lenkt den Blick auf den Menschen, als wesentlichen Bildinhalt. Neben Bildern aus dem eigenen Bestand der Lilienthaler Kunststiftung sind Bilder aus der Worpsweder Kunststiftung zu sehen, und etliche Werke privater Leihgeber. Darstellungen bekannter Maler wie Fritz Mackensen, Hans am Ende, Ottilie Reylaender oder Tetjus Tügel sind Teil der Ausstellung. Aber auch Bilder unbekannter Weggefährtinnen von Paula Modersohn Becker, wie der bislang kaum bekannten Malerin Frida Witt. Das Besondere: Es werden eine ganze Reihe an Bildern zu sehen sein, die bislang nur in privaten Sammlungen oder in Archiven zu gezeigt wurden. Außerdem wird auch die ganze Sparte der Plastik sowie der Fotografie in der neuen Ausstellung berücksichtigt.
Mit ungefähr 100 Werken figürlicher Malerei, versucht die Lilienthaler Kunststiftung erneut ein Zeichen in der Region zu setzen.
Dabei geht die Kunststiftung mit dieser Ausstellung, zum ersten Mal eine Kooperation mit der in Bremen ansässigen Kunstschule Wandsbeck ein. Kunststudentinnen und -studenten werden sich intensiv mit den Künstlern und deren Motiven auseinandersetzen, und gegen Ende der Ausstellung ihre eigenen Werke zum Thema "Portrait" präsentieren. Wir freuen uns sehr über die Kooperation, die junge Menschen an die regionale Kunst heranführt. Außerdem wird es als Novum eine pädagogische Vermittlung von Kunst für Kinder geben sowie einen Familientag.
Die Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" wird vom 24. April bis zum 9. Oktober in der Lilienthaler Kunststiftung zu sehen sein.
Wir freuen uns auf ihren Besuch, in den frisch sanierten Räumlichkeiten der Kunstschau Lilienthal, in der Trupe 6 in Lilienthal.
Lilienthal
In der Trupe 6, Kunstschau Lilienthal
14:00 - 18:00 Uhr
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Singen im Cultimo
Die Gelegenheit, mal (wieder) mit anderen gemeinsam zu singen! Ein offenes Treffen für alle, die entspannt in netter Runde altes und neues "Liedgut" anstimmen möchten. Ohne Noten und Benotung, mal mit, mal ohne Gitarrenbegleitung. Folksongs, Rockoldies, Volkslieder: von den Beatles bis Hannes Wader, von Bob Dylan bis Liederjan. Selbst erstellte Songbücher liegen aus, für mitgebrachte Textkopien neuer Lieder sind wir dankbar. Jeden ersten Dienstag im Monat (außer an Feiertagen).
Gnarrenburg
Kuhstedtermoor 24, Cultimo
19:00 Uhr
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Mittwoch, 05.10.2022
Diesseits von Babel
Diesseits von Babel
Ulrike Waldeck
Malerei und Fotografie
30. Juni bis 2. Dezember 2022
Die
Worpswede
Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943 - Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Inneren
Otto Modersohn – Fischerhude 1933-1943 –
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern

Gezeigt werden 32 Gemälde aus dem Fischerhuder Spätwerk
Otto Modersohns.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der
Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder
Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist.
Mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen
selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für
ihn eine fruchtbare Schaffenszeit.
Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt
Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und
Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von
Empfindung erfüllt.

Sonderausstellung, nur im Otto-Modersohn-Museum
www.otto-modersohn-museum.de
Otto-Modersohn-Museum
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Möglichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
11:00 - 13:00 Uhr
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Fritz Overbeck - Die Aquarelle
Die Aquarelle von Fritz Overbeck bilden einen nahezu unbekannten Teil seines Werkes. Er fertigte sie nicht zu Ausstellungszwecken an, sondern nutzte sie als Skizzen, als Annäherungen an Motive und Vorstudien für spätere Ölgemälde auf Leinwand. Es gibt jedoch gute Gründe, diese Arbeiten heute auszustellen: In ihrer Spontaneität und Unmittelbarkeit zeigen sie eine neue Facette des bekannten Worpsweder Malers.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
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Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
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REAL ABSTRAKT GENIAL
Drei Künstlerinnen, drei Perspektiven, eine Ausstellung
die zu einem lebendigen Dialog einlädt, der sich aus der Spannung zwischen diesen unterschiedlichen Kunstformaten ergibt.

REAL Ingrid Crum
malt gegenständliche Stilleben. Auf ihren Bildern sind die einzelnen Objekte wie auf einer Bühne aufgestellt, sie treten in den Vordergrung, zum Greifen nahe, während andere in den schattigen Hintergrund zurücktreten. Harmonie und Rhytmus in der Darstellung sind die persönlichen Stilmittel dieser Künstlerin.
ABSTRAKT Melene Bahner
verbindet in ihren abstrakten Arbeiten, Farben, Formen, und Strukturen auf verschiedenen Hintergründen. Sie modelliert die Form mit Licht und Schatten, sie spielt virituos mit Farben und unterschiedlichen Materialien. Spannung, Anregung, Gedankenspiele und versteckte Erzählungen sind in ihren Darstellungen zu finden.
GENIAL Astrid Keller
ist Gold-und Silberschmiedin, sie sucht nach den Möglichkeiten eines Materials und ist dabei bereit ins Extreme zu gehen. Die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft verschmelzen in ihren Händen zu Arbeiten die von einer mysteriösen, unbekannten Schönheit sind.

So ergänzen sich die reale Darstellung, die abstrakte Darstellung und die dreidimensionale Darstellung zu einer künstlerischen Einheit.

Die Ausstellung beginnt am Samstag, den 9. Juli, das Museum ist von 12 bis 17 Uhr geöffnet, die Künstlerinnen sind an diesem Tag anwesend.
Worpswede
Hembergstr. 19, Museum am Modersohn-Haus
12:00 - 17:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
14:00 - 18:00 Uhr
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Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst"
24. April bis 9. Oktober 2022
Neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung
Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst

"Das Schönste wäre ja, wenn ich jenes unbewusste Empfinden, was manchmal
leicht und lieblich in mir summt, figürlich ausdrücken könnte."
Paula Modersohn-Becker


Portraitmalerei ist eine uralte Kunst – bereits im alten Griechenland um 500 vor Christus pflegte man die Kunst des Portraitierens. Auch die neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung widmet sich ganz dem Portrait.
Alle, die was auf sich hielten, ließen sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts portraitieren: Adel, Kaufleute, vom Klerus bis zu den Menschen, die aufgrund ihres sozialen Rangs, als würdig erschienen. Damals diente das Portrait dazu, Personen zu ehren, oder nach deren Tod an sie zu erinnern. Berühmte Künstler wie Albrecht Dürer, Vincent van Gogh oder Max Beckmann entwickelten das Selbstportrait zu einem ganz eigenen Genre.
Versuchte man früher den Menschen naturgetreu in einem Gemälde wiederzugeben, zeigten die Expressionisten viel vom Charakter des Modells.
In der modernen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts rückten die existentiellen Fragen nach der eigenen Identität in den Vordergrund. Hatten sich die Künstler der ersten Worpsweder Generation ganz der Landschaftsmalerei verschrieben, der Darstellung der Natur mit Licht und Schatten, dem hohen Himmel und den Birkenalleen, drängte sich jetzt mehr das eigene Ich in den Fokus. Ein besonderes Kapitel ist das Selbstportrait. Es ist selten Ausdruck von Mangel an Modellen, sondern Spiegelbild der eigenen Empfindung, wie Paula Modersohn Becker es oben im Zitat ausdrückt. In eindringlichen Bildern geht es um die, immer noch hochaktuelle Frage, nach der eigenen Identität, um das Selbst als fremdes Wesen.
Die neue Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" lenkt den Blick auf den Menschen, als wesentlichen Bildinhalt. Neben Bildern aus dem eigenen Bestand der Lilienthaler Kunststiftung sind Bilder aus der Worpsweder Kunststiftung zu sehen, und etliche Werke privater Leihgeber. Darstellungen bekannter Maler wie Fritz Mackensen, Hans am Ende, Ottilie Reylaender oder Tetjus Tügel sind Teil der Ausstellung. Aber auch Bilder unbekannter Weggefährtinnen von Paula Modersohn Becker, wie der bislang kaum bekannten Malerin Frida Witt. Das Besondere: Es werden eine ganze Reihe an Bildern zu sehen sein, die bislang nur in privaten Sammlungen oder in Archiven zu gezeigt wurden. Außerdem wird auch die ganze Sparte der Plastik sowie der Fotografie in der neuen Ausstellung berücksichtigt.
Mit ungefähr 100 Werken figürlicher Malerei, versucht die Lilienthaler Kunststiftung erneut ein Zeichen in der Region zu setzen.
Dabei geht die Kunststiftung mit dieser Ausstellung, zum ersten Mal eine Kooperation mit der in Bremen ansässigen Kunstschule Wandsbeck ein. Kunststudentinnen und -studenten werden sich intensiv mit den Künstlern und deren Motiven auseinandersetzen, und gegen Ende der Ausstellung ihre eigenen Werke zum Thema "Portrait" präsentieren. Wir freuen uns sehr über die Kooperation, die junge Menschen an die regionale Kunst heranführt. Außerdem wird es als Novum eine pädagogische Vermittlung von Kunst für Kinder geben sowie einen Familientag.
Die Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" wird vom 24. April bis zum 9. Oktober in der Lilienthaler Kunststiftung zu sehen sein.
Wir freuen uns auf ihren Besuch, in den frisch sanierten Räumlichkeiten der Kunstschau Lilienthal, in der Trupe 6 in Lilienthal.
Lilienthal
In der Trupe 6, Kunstschau Lilienthal
14:00 - 18:00 Uhr
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Donnerstag, 06.10.2022
Diesseits von Babel
Diesseits von Babel
Ulrike Waldeck
Malerei und Fotografie
30. Juni bis 2. Dezember 2022
Die
Worpswede
Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943 - Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Inneren
Otto Modersohn – Fischerhude 1933-1943 –
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern

Gezeigt werden 32 Gemälde aus dem Fischerhuder Spätwerk
Otto Modersohns.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der
Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder
Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist.
Mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen
selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für
ihn eine fruchtbare Schaffenszeit.
Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt
Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und
Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von
Empfindung erfüllt.

Sonderausstellung, nur im Otto-Modersohn-Museum
www.otto-modersohn-museum.de
Otto-Modersohn-Museum
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Möglichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Fritz Overbeck - Die Aquarelle
Die Aquarelle von Fritz Overbeck bilden einen nahezu unbekannten Teil seines Werkes. Er fertigte sie nicht zu Ausstellungszwecken an, sondern nutzte sie als Skizzen, als Annäherungen an Motive und Vorstudien für spätere Ölgemälde auf Leinwand. Es gibt jedoch gute Gründe, diese Arbeiten heute auszustellen: In ihrer Spontaneität und Unmittelbarkeit zeigen sie eine neue Facette des bekannten Worpsweder Malers.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
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Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
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Professor Ernst Thevis - Bildhauerei
Die Arbeiten von Ernst Thevis bezeichnet er als hölzerne Objekte, die nicht nur den Raum, in dem sie sich befinden, veredrängen, sondern zugleich in ihrem Innern Räume beherbergen. Durch das Aushöhlen des Innern verwandelt sich das ursprüngliche Stück Holz zu etwas Neuem, Andersartigem.
Ausstellungseröffnung am Sonntag, 21. August 2022, 15.00 Uhr, in der Galerie des nwwk im Hotel Village.
Worpswede
Bergstraße 22, Hotel Village
11:00 - 19:00 Uhr
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REAL ABSTRAKT GENIAL
Drei Künstlerinnen, drei Perspektiven, eine Ausstellung
die zu einem lebendigen Dialog einlädt, der sich aus der Spannung zwischen diesen unterschiedlichen Kunstformaten ergibt.

REAL Ingrid Crum
malt gegenständliche Stilleben. Auf ihren Bildern sind die einzelnen Objekte wie auf einer Bühne aufgestellt, sie treten in den Vordergrung, zum Greifen nahe, während andere in den schattigen Hintergrund zurücktreten. Harmonie und Rhytmus in der Darstellung sind die persönlichen Stilmittel dieser Künstlerin.
ABSTRAKT Melene Bahner
verbindet in ihren abstrakten Arbeiten, Farben, Formen, und Strukturen auf verschiedenen Hintergründen. Sie modelliert die Form mit Licht und Schatten, sie spielt virituos mit Farben und unterschiedlichen Materialien. Spannung, Anregung, Gedankenspiele und versteckte Erzählungen sind in ihren Darstellungen zu finden.
GENIAL Astrid Keller
ist Gold-und Silberschmiedin, sie sucht nach den Möglichkeiten eines Materials und ist dabei bereit ins Extreme zu gehen. Die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft verschmelzen in ihren Händen zu Arbeiten die von einer mysteriösen, unbekannten Schönheit sind.

So ergänzen sich die reale Darstellung, die abstrakte Darstellung und die dreidimensionale Darstellung zu einer künstlerischen Einheit.

Die Ausstellung beginnt am Samstag, den 9. Juli, das Museum ist von 12 bis 17 Uhr geöffnet, die Künstlerinnen sind an diesem Tag anwesend.
Worpswede
Hembergstr. 19, Museum am Modersohn-Haus
12:00 - 17:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
14:00 - 18:00 Uhr
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Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst"
24. April bis 9. Oktober 2022
Neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung
Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst

"Das Schönste wäre ja, wenn ich jenes unbewusste Empfinden, was manchmal
leicht und lieblich in mir summt, figürlich ausdrücken könnte."
Paula Modersohn-Becker


Portraitmalerei ist eine uralte Kunst – bereits im alten Griechenland um 500 vor Christus pflegte man die Kunst des Portraitierens. Auch die neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung widmet sich ganz dem Portrait.
Alle, die was auf sich hielten, ließen sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts portraitieren: Adel, Kaufleute, vom Klerus bis zu den Menschen, die aufgrund ihres sozialen Rangs, als würdig erschienen. Damals diente das Portrait dazu, Personen zu ehren, oder nach deren Tod an sie zu erinnern. Berühmte Künstler wie Albrecht Dürer, Vincent van Gogh oder Max Beckmann entwickelten das Selbstportrait zu einem ganz eigenen Genre.
Versuchte man früher den Menschen naturgetreu in einem Gemälde wiederzugeben, zeigten die Expressionisten viel vom Charakter des Modells.
In der modernen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts rückten die existentiellen Fragen nach der eigenen Identität in den Vordergrund. Hatten sich die Künstler der ersten Worpsweder Generation ganz der Landschaftsmalerei verschrieben, der Darstellung der Natur mit Licht und Schatten, dem hohen Himmel und den Birkenalleen, drängte sich jetzt mehr das eigene Ich in den Fokus. Ein besonderes Kapitel ist das Selbstportrait. Es ist selten Ausdruck von Mangel an Modellen, sondern Spiegelbild der eigenen Empfindung, wie Paula Modersohn Becker es oben im Zitat ausdrückt. In eindringlichen Bildern geht es um die, immer noch hochaktuelle Frage, nach der eigenen Identität, um das Selbst als fremdes Wesen.
Die neue Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" lenkt den Blick auf den Menschen, als wesentlichen Bildinhalt. Neben Bildern aus dem eigenen Bestand der Lilienthaler Kunststiftung sind Bilder aus der Worpsweder Kunststiftung zu sehen, und etliche Werke privater Leihgeber. Darstellungen bekannter Maler wie Fritz Mackensen, Hans am Ende, Ottilie Reylaender oder Tetjus Tügel sind Teil der Ausstellung. Aber auch Bilder unbekannter Weggefährtinnen von Paula Modersohn Becker, wie der bislang kaum bekannten Malerin Frida Witt. Das Besondere: Es werden eine ganze Reihe an Bildern zu sehen sein, die bislang nur in privaten Sammlungen oder in Archiven zu gezeigt wurden. Außerdem wird auch die ganze Sparte der Plastik sowie der Fotografie in der neuen Ausstellung berücksichtigt.
Mit ungefähr 100 Werken figürlicher Malerei, versucht die Lilienthaler Kunststiftung erneut ein Zeichen in der Region zu setzen.
Dabei geht die Kunststiftung mit dieser Ausstellung, zum ersten Mal eine Kooperation mit der in Bremen ansässigen Kunstschule Wandsbeck ein. Kunststudentinnen und -studenten werden sich intensiv mit den Künstlern und deren Motiven auseinandersetzen, und gegen Ende der Ausstellung ihre eigenen Werke zum Thema "Portrait" präsentieren. Wir freuen uns sehr über die Kooperation, die junge Menschen an die regionale Kunst heranführt. Außerdem wird es als Novum eine pädagogische Vermittlung von Kunst für Kinder geben sowie einen Familientag.
Die Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" wird vom 24. April bis zum 9. Oktober in der Lilienthaler Kunststiftung zu sehen sein.
Wir freuen uns auf ihren Besuch, in den frisch sanierten Räumlichkeiten der Kunstschau Lilienthal, in der Trupe 6 in Lilienthal.
Lilienthal
In der Trupe 6, Kunstschau Lilienthal
14:00 - 18:00 Uhr
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Donavon Frankenreiter
Seit nunmehr 20 Jahren nimmt der inzwischen 46-jährige Donavon Frankenreiter Alben auf und tourt um die Welt. "Surfen hält mich am Leben, die Musik erdet mich", sagte er einmal. Es ist wie bei seinem Freund Jack Johnson: mit Surfbrett und Gitarre entspannt durchs Leben gehen und dasselbe genießen. Mit über einem Dutzend Alben, mehreren EPs und hunderten geschriebenen Songs ist Donavon Frankenreiter ein Spezialist, wenn es um funkige Jams, coole Rhythmen und Gute-Laune-Grooves geht. Dazwischen bleibt aber auch immer wieder Platz für weitere Entwicklungen musikalischer Natur.
Worpswede
Findorffstraße 21, Music Hall Worpswede
20:00 Uhr
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Marlene Jaschke
In den letzten Jahren begeisterte Jutta Wübbe alias Marlene Jaschke ihr Publikum schon einige Male in der Stadthalle Osterholz-Scharmbeck. In ihrer unverwechselbaren Art präsentiert die Komikerin nun am Donnerstag, den 6. Oktober 2022 ab 20 Uhr, ihr neues Programm "Hier bin ich Mensch...".

Der Literaturkreis von Marlene Jaschke hat Großes vor und wagt sich an Goethes "Faust" heran – eine echte Herausforderung. Welche Rolle die Leiterin, Frau Kohlmetz, für Marlene vorgesehen hat, ist noch nicht raus. Deswegen lernt Marlene vorsorglich alle infrage kommenden Texte auswendig.

Begleitet wird sie von dem Orgelspieler der St. Trinitatisgemeinde Herrn Griepenstroh.
Osterholz-Scharmbeck
Jacob-Frerichs-Straße 1, Stadthalle Osterholz-Scharmbeck
20:00 - 22:30 Uhr
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Freitag, 07.10.2022
Diesseits von Babel
Diesseits von Babel
Ulrike Waldeck
Malerei und Fotografie
30. Juni bis 2. Dezember 2022
Die
Worpswede
Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Möglichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943 - Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Inneren
Otto Modersohn – Fischerhude 1933-1943 –
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern

Gezeigt werden 32 Gemälde aus dem Fischerhuder Spätwerk
Otto Modersohns.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der
Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder
Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist.
Mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen
selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für
ihn eine fruchtbare Schaffenszeit.
Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt
Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und
Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von
Empfindung erfüllt.

Sonderausstellung, nur im Otto-Modersohn-Museum
www.otto-modersohn-museum.de
Otto-Modersohn-Museum
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 Uhr
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Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
11:00 - 13:00 Uhr
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Fritz Overbeck - Die Aquarelle
Die Aquarelle von Fritz Overbeck bilden einen nahezu unbekannten Teil seines Werkes. Er fertigte sie nicht zu Ausstellungszwecken an, sondern nutzte sie als Skizzen, als Annäherungen an Motive und Vorstudien für spätere Ölgemälde auf Leinwand. Es gibt jedoch gute Gründe, diese Arbeiten heute auszustellen: In ihrer Spontaneität und Unmittelbarkeit zeigen sie eine neue Facette des bekannten Worpsweder Malers.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
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Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
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Professor Ernst Thevis - Bildhauerei
Die Arbeiten von Ernst Thevis bezeichnet er als hölzerne Objekte, die nicht nur den Raum, in dem sie sich befinden, veredrängen, sondern zugleich in ihrem Innern Räume beherbergen. Durch das Aushöhlen des Innern verwandelt sich das ursprüngliche Stück Holz zu etwas Neuem, Andersartigem.
Ausstellungseröffnung am Sonntag, 21. August 2022, 15.00 Uhr, in der Galerie des nwwk im Hotel Village.
Worpswede
Bergstraße 22, Hotel Village
11:00 - 19:00 Uhr
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REAL ABSTRAKT GENIAL
Drei Künstlerinnen, drei Perspektiven, eine Ausstellung
die zu einem lebendigen Dialog einlädt, der sich aus der Spannung zwischen diesen unterschiedlichen Kunstformaten ergibt.

REAL Ingrid Crum
malt gegenständliche Stilleben. Auf ihren Bildern sind die einzelnen Objekte wie auf einer Bühne aufgestellt, sie treten in den Vordergrung, zum Greifen nahe, während andere in den schattigen Hintergrund zurücktreten. Harmonie und Rhytmus in der Darstellung sind die persönlichen Stilmittel dieser Künstlerin.
ABSTRAKT Melene Bahner
verbindet in ihren abstrakten Arbeiten, Farben, Formen, und Strukturen auf verschiedenen Hintergründen. Sie modelliert die Form mit Licht und Schatten, sie spielt virituos mit Farben und unterschiedlichen Materialien. Spannung, Anregung, Gedankenspiele und versteckte Erzählungen sind in ihren Darstellungen zu finden.
GENIAL Astrid Keller
ist Gold-und Silberschmiedin, sie sucht nach den Möglichkeiten eines Materials und ist dabei bereit ins Extreme zu gehen. Die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft verschmelzen in ihren Händen zu Arbeiten die von einer mysteriösen, unbekannten Schönheit sind.

So ergänzen sich die reale Darstellung, die abstrakte Darstellung und die dreidimensionale Darstellung zu einer künstlerischen Einheit.

Die Ausstellung beginnt am Samstag, den 9. Juli, das Museum ist von 12 bis 17 Uhr geöffnet, die Künstlerinnen sind an diesem Tag anwesend.
Worpswede
Hembergstr. 19, Museum am Modersohn-Haus
12:00 - 17:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
14:00 - 18:00 Uhr
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Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst"
24. April bis 9. Oktober 2022
Neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung
Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst

"Das Schönste wäre ja, wenn ich jenes unbewusste Empfinden, was manchmal
leicht und lieblich in mir summt, figürlich ausdrücken könnte."
Paula Modersohn-Becker


Portraitmalerei ist eine uralte Kunst – bereits im alten Griechenland um 500 vor Christus pflegte man die Kunst des Portraitierens. Auch die neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung widmet sich ganz dem Portrait.
Alle, die was auf sich hielten, ließen sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts portraitieren: Adel, Kaufleute, vom Klerus bis zu den Menschen, die aufgrund ihres sozialen Rangs, als würdig erschienen. Damals diente das Portrait dazu, Personen zu ehren, oder nach deren Tod an sie zu erinnern. Berühmte Künstler wie Albrecht Dürer, Vincent van Gogh oder Max Beckmann entwickelten das Selbstportrait zu einem ganz eigenen Genre.
Versuchte man früher den Menschen naturgetreu in einem Gemälde wiederzugeben, zeigten die Expressionisten viel vom Charakter des Modells.
In der modernen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts rückten die existentiellen Fragen nach der eigenen Identität in den Vordergrund. Hatten sich die Künstler der ersten Worpsweder Generation ganz der Landschaftsmalerei verschrieben, der Darstellung der Natur mit Licht und Schatten, dem hohen Himmel und den Birkenalleen, drängte sich jetzt mehr das eigene Ich in den Fokus. Ein besonderes Kapitel ist das Selbstportrait. Es ist selten Ausdruck von Mangel an Modellen, sondern Spiegelbild der eigenen Empfindung, wie Paula Modersohn Becker es oben im Zitat ausdrückt. In eindringlichen Bildern geht es um die, immer noch hochaktuelle Frage, nach der eigenen Identität, um das Selbst als fremdes Wesen.
Die neue Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" lenkt den Blick auf den Menschen, als wesentlichen Bildinhalt. Neben Bildern aus dem eigenen Bestand der Lilienthaler Kunststiftung sind Bilder aus der Worpsweder Kunststiftung zu sehen, und etliche Werke privater Leihgeber. Darstellungen bekannter Maler wie Fritz Mackensen, Hans am Ende, Ottilie Reylaender oder Tetjus Tügel sind Teil der Ausstellung. Aber auch Bilder unbekannter Weggefährtinnen von Paula Modersohn Becker, wie der bislang kaum bekannten Malerin Frida Witt. Das Besondere: Es werden eine ganze Reihe an Bildern zu sehen sein, die bislang nur in privaten Sammlungen oder in Archiven zu gezeigt wurden. Außerdem wird auch die ganze Sparte der Plastik sowie der Fotografie in der neuen Ausstellung berücksichtigt.
Mit ungefähr 100 Werken figürlicher Malerei, versucht die Lilienthaler Kunststiftung erneut ein Zeichen in der Region zu setzen.
Dabei geht die Kunststiftung mit dieser Ausstellung, zum ersten Mal eine Kooperation mit der in Bremen ansässigen Kunstschule Wandsbeck ein. Kunststudentinnen und -studenten werden sich intensiv mit den Künstlern und deren Motiven auseinandersetzen, und gegen Ende der Ausstellung ihre eigenen Werke zum Thema "Portrait" präsentieren. Wir freuen uns sehr über die Kooperation, die junge Menschen an die regionale Kunst heranführt. Außerdem wird es als Novum eine pädagogische Vermittlung von Kunst für Kinder geben sowie einen Familientag.
Die Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" wird vom 24. April bis zum 9. Oktober in der Lilienthaler Kunststiftung zu sehen sein.
Wir freuen uns auf ihren Besuch, in den frisch sanierten Räumlichkeiten der Kunstschau Lilienthal, in der Trupe 6 in Lilienthal.
Lilienthal
In der Trupe 6, Kunstschau Lilienthal
14:00 - 18:00 Uhr
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Moorwanderung
Das Teufelsmoor – vielfach als unwirtlich beschrieben, oft idyllisch gemalt. Was ist davon geblieben? Was zeichnet diesen charakteristischen Lebensraum aus und warum ist der Erhalt des Moores ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz?

Auf einer Wanderung durch einen geschützten Hochmoorbereich erfahren die Gäste die Besonderheiten der dort lebenden Pflanzen- und Tierarten, geschichtliche Aspekte der Kultivierung sowie klimarelevante Fakten sowohl bei Entwässerung und Abbau als auch bei Wiedervernässung des Moorkörpers.

Dauer: 2 Stunden plus An- und Abfahrt
Kosten: 13,00 €/Person
Kinder bis 14 Jahre: kostenfrei
Unbefestigte Wege
TN-Zahl: max. 16 Personen
Anfahrt in eigenem PKW
Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sowie ggf. Insektenschutz empfohlen
Worpswede
Bergstr. 13, Touristinformation für Worpswede und das Teufelsmoor
15:00 - 17:30 Uhr
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Niki de Saint Phalle und ihre politischen Weltbilder
Mit Cosima Schierenbeck

Niki de Saint Phalle gehört zu den bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts, die in Deutschland vor allem durch ihre Nana-Figuren bekannt wurde. In ihren Arbeiten gab sie immer auch ein politisch-sozialkritisches Statement ab. So verband sie mit verschiedenen Techniken, mal verspielt, mal aggressiv, unterschiedliche Materialien zu neuartigen, alternati-
ven Bildwelten und Skulpturen. Nach einer Einführung in ihre Arbeitswelt beim ersten Termin lassen wir selbst aus gefundenen und gesammelten Materialien durch additives Arbeiten – mit Collage, Mosaik und Assemblage – ganz eigene Arbeiten entstehen. Materialien werden gestellt (ca. 23,00 €). Eigene Fundstücke und Materialien können mitgebracht werden.
Lilienthal
Auf dem Kamp 1 E, IGS-Haus A, Raum 015, Werkraum
17:30 - 20:30 Uhr
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Es wird einmal sein
07. - 09.10.2022:
Heinrich Vogelers Vision einer zukunftsfähigen Gesellschaft. 9. Heinrich-Vogeler-Symposion
Programm und Preis auf Anfrage
Worpswede
Hotel Worpsweder Tor und Rathaus Worpswede
18:00 - 14:00 Uhr
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Worpswede
Findorffstraße 21, Music Hall Worpswede
20:00 Uhr
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die feisten
Die feisten

Das Feinste der feisten

"Spielt doch mal dies, spielt doch mal das. Was ist mit Flamingo Dolores, singt ihr auch das Gänseblümchen? Und "Du willst immer nur f...?" Die Antwort lautet: "Ja, machen wir!" Denn die beiden Sänger und Multiinstrumentalisten C. und Rainer packen das Beste ihres umfangreichen Repertoires in ihre persönlichen TOP20. Am Freitag, den 7. Oktober 2022 ab 20 Uhr, wird das Duo das Publikum in der Stadthalle Osterholz-Scharmbeck erneut von seinen musikalisch-komischen Qualitäten überzeugen.

Den Sprung in die feisten-Charts haben aber auch ganz neue Songs wie der feuchtfröhliche "Junggesellenabschied" oder die euphorisch groovende "Dönerrevolution" geschafft. Mit stoischer Ruhe schippern die beiden durch ein eskalierendes Publikum, das oft schon vor dem eigentlichen Ende des Songs vor Lachen zerplatzt ist.

Deshalb, auf zum "Feinsten der feisten", wenn es heißt: Jetzt oder nie, entspannte Euphorie!
Osterholz-Scharmbeck
Jacob-Frerichs-Straße 1, Stadthalle Osterholz-Scharmbeck
20:00 - 22:30 Uhr
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Worpsweder Musikherbst - Mandelring Quartett
10. Worpsweder Musikherbst 2022
Mandelring Quartett 8.10. Mandelring Quartett plus Katarzyna Mycka (Marimbaphon) am 08.10.22-
In diesem Jahr feiert der gemeinnützige Trägerverein "Podium Worpswede e.V."
sein 10jähriges Jubiläum, nachdem er in den vergangenen Jahren über 50 Veranstaltungen mit überwiegend überregional bzw. international renommierten Musikern realisiert hat. Aus diesem Anlass wurde ein hochkarätiges Programm aufgelegt, das in zwei Konzerten vom weltbekannten Mandelring Quartett bestritten wird und in zwei weiteren Konzerten vom ebenfalls überregional renommierten Amaryllis Quartett mit der Sopranistin Juliane Banse sowie dem Kölner Rundfunk Streichquartett. Das Projekt trägt den Titel: "Streichquartett plus: Kontraste".
Das Mandelring Quartett gastiert mit zwei unterschiedlichen Programmen. Das erste Konzert ist den im Nationalsozialismus "verfemten" Komponisten gewidmet: Viktor Ullmann mit seinem Streichquartett Nr. 3 op. 46 und Berthold Goldschmidt mit seinem Streichquartett Nr. 2, ergänzt durch Felix Mendelssohn Bartholdys Streichquartett op. 13.
Diesem Konzert folgt in der Kombination Streichquartett/ Marimbaphon ein Programm mit Joseph Haydns Streichquartett op. 71/2, Astor Piazollas "Libertango für Marimba solo", Daniel Schnyders "Zoom in für Streichquartett und Marimba" und Antonin Dvoraks "Streichquartett op. 96"/Amerikanisches Quartett. Es spielt die weltweit renommierte Marimbaphonistin Katarzyna Mycka.
Datum: 06. und 07. Oktober 2022
Worpswede
Bauernreihe 3a, Bötjersche Scheune
20:00 Uhr
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Samstag, 08.10.2022
Diesseits von Babel
Diesseits von Babel
Ulrike Waldeck
Malerei und Fotografie
30. Juni bis 2. Dezember 2022
Die
Worpswede
Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Wochenmarkt
Kleiner, feiner Wochenmarkt auf dem Dorfplatz in der Bergstraße mit u.a.
- Obst und Gemüse
- Fleischerei
- Bäckerei
- Besen
- Kunsthandwerk
- Honig
- Blumen
und Kunst an der Wäscheleine
Worpswede
Bergstraße, Dorfplatz
09:00 - 14:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Möglichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943 - Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Inneren
Otto Modersohn – Fischerhude 1933-1943 –
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern

Gezeigt werden 32 Gemälde aus dem Fischerhuder Spätwerk
Otto Modersohns.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der
Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder
Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist.
Mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen
selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für
ihn eine fruchtbare Schaffenszeit.
Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt
Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und
Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von
Empfindung erfüllt.

Sonderausstellung, nur im Otto-Modersohn-Museum
www.otto-modersohn-museum.de
Otto-Modersohn-Museum
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 Uhr
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Niki de Saint Phalle und ihre politischen Weltbilder
Mit Cosima Schierenbeck

Niki de Saint Phalle gehört zu den bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts, die in Deutschland vor allem durch ihre Nana-Figuren bekannt wurde. In ihren Arbeiten gab sie immer auch ein politisch-sozialkritisches Statement ab. So verband sie mit verschiedenen Techniken, mal verspielt, mal aggressiv, unterschiedliche Materialien zu neuartigen, alternati-
ven Bildwelten und Skulpturen. Nach einer Einführung in ihre Arbeitswelt beim ersten Termin lassen wir selbst aus gefundenen und gesammelten Materialien durch additives Arbeiten – mit Collage, Mosaik und Assemblage – ganz eigene Arbeiten entstehen. Materialien werden gestellt (ca. 23,00 €). Eigene Fundstücke und Materialien können mitgebracht werden.
Lilienthal
Auf dem Kamp 1 E, IGS-Haus A, Raum 015, Werkraum
10:00 - 16:30 Uhr
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Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
11:00 - 13:00 Uhr
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Fritz Overbeck - Die Aquarelle
Die Aquarelle von Fritz Overbeck bilden einen nahezu unbekannten Teil seines Werkes. Er fertigte sie nicht zu Ausstellungszwecken an, sondern nutzte sie als Skizzen, als Annäherungen an Motive und Vorstudien für spätere Ölgemälde auf Leinwand. Es gibt jedoch gute Gründe, diese Arbeiten heute auszustellen: In ihrer Spontaneität und Unmittelbarkeit zeigen sie eine neue Facette des bekannten Worpsweder Malers.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 17:00 Uhr
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Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
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Professor Ernst Thevis - Bildhauerei
Die Arbeiten von Ernst Thevis bezeichnet er als hölzerne Objekte, die nicht nur den Raum, in dem sie sich befinden, veredrängen, sondern zugleich in ihrem Innern Räume beherbergen. Durch das Aushöhlen des Innern verwandelt sich das ursprüngliche Stück Holz zu etwas Neuem, Andersartigem.
Ausstellungseröffnung am Sonntag, 21. August 2022, 15.00 Uhr, in der Galerie des nwwk im Hotel Village.
Worpswede
Bergstraße 22, Hotel Village
11:00 - 19:00 Uhr
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REAL ABSTRAKT GENIAL
Drei Künstlerinnen, drei Perspektiven, eine Ausstellung
die zu einem lebendigen Dialog einlädt, der sich aus der Spannung zwischen diesen unterschiedlichen Kunstformaten ergibt.

REAL Ingrid Crum
malt gegenständliche Stilleben. Auf ihren Bildern sind die einzelnen Objekte wie auf einer Bühne aufgestellt, sie treten in den Vordergrung, zum Greifen nahe, während andere in den schattigen Hintergrund zurücktreten. Harmonie und Rhytmus in der Darstellung sind die persönlichen Stilmittel dieser Künstlerin.
ABSTRAKT Melene Bahner
verbindet in ihren abstrakten Arbeiten, Farben, Formen, und Strukturen auf verschiedenen Hintergründen. Sie modelliert die Form mit Licht und Schatten, sie spielt virituos mit Farben und unterschiedlichen Materialien. Spannung, Anregung, Gedankenspiele und versteckte Erzählungen sind in ihren Darstellungen zu finden.
GENIAL Astrid Keller
ist Gold-und Silberschmiedin, sie sucht nach den Möglichkeiten eines Materials und ist dabei bereit ins Extreme zu gehen. Die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft verschmelzen in ihren Händen zu Arbeiten die von einer mysteriösen, unbekannten Schönheit sind.

So ergänzen sich die reale Darstellung, die abstrakte Darstellung und die dreidimensionale Darstellung zu einer künstlerischen Einheit.

Die Ausstellung beginnt am Samstag, den 9. Juli, das Museum ist von 12 bis 17 Uhr geöffnet, die Künstlerinnen sind an diesem Tag anwesend.
Worpswede
Hembergstr. 19, Museum am Modersohn-Haus
12:00 - 17:00 Uhr
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Zwischen Himmel und Hamme
Geschichten und Geschichtchen aus der bewegten Worpsweder Vergangenheit erzählt "Jan vom Moor" während eines vergnüglichen Spaziergangs.
Unseren "Hügel", den Weyerberg, der heute noch für die Weitsicht der Worpsweder sorgt, verdanken wir einem Riesen. Eine Kaufmannstocher brachte die Kunst und vor allem einen Künstler nach Worpswede. Von einem Lustschloss, das eine Gräfin aus der Linie der Wittelsbacher auf dem Weyerberg bauen wollte, blieb nur die Schloss-Scheune. Und Ping-Pong und aufgehängte Wäsche im Museum haben auch in Worpswede nicht zwangsläufig etwas mit einer Kunst-Performance zu tun...
Termine: jeden zweiten Samstag im Monat jeweils um 13:30 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 13 € pro Person
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
13:30 - 15:30 Uhr
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Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst"
24. April bis 9. Oktober 2022
Neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung
Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst

"Das Schönste wäre ja, wenn ich jenes unbewusste Empfinden, was manchmal
leicht und lieblich in mir summt, figürlich ausdrücken könnte."
Paula Modersohn-Becker


Portraitmalerei ist eine uralte Kunst – bereits im alten Griechenland um 500 vor Christus pflegte man die Kunst des Portraitierens. Auch die neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung widmet sich ganz dem Portrait.
Alle, die was auf sich hielten, ließen sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts portraitieren: Adel, Kaufleute, vom Klerus bis zu den Menschen, die aufgrund ihres sozialen Rangs, als würdig erschienen. Damals diente das Portrait dazu, Personen zu ehren, oder nach deren Tod an sie zu erinnern. Berühmte Künstler wie Albrecht Dürer, Vincent van Gogh oder Max Beckmann entwickelten das Selbstportrait zu einem ganz eigenen Genre.
Versuchte man früher den Menschen naturgetreu in einem Gemälde wiederzugeben, zeigten die Expressionisten viel vom Charakter des Modells.
In der modernen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts rückten die existentiellen Fragen nach der eigenen Identität in den Vordergrund. Hatten sich die Künstler der ersten Worpsweder Generation ganz der Landschaftsmalerei verschrieben, der Darstellung der Natur mit Licht und Schatten, dem hohen Himmel und den Birkenalleen, drängte sich jetzt mehr das eigene Ich in den Fokus. Ein besonderes Kapitel ist das Selbstportrait. Es ist selten Ausdruck von Mangel an Modellen, sondern Spiegelbild der eigenen Empfindung, wie Paula Modersohn Becker es oben im Zitat ausdrückt. In eindringlichen Bildern geht es um die, immer noch hochaktuelle Frage, nach der eigenen Identität, um das Selbst als fremdes Wesen.
Die neue Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" lenkt den Blick auf den Menschen, als wesentlichen Bildinhalt. Neben Bildern aus dem eigenen Bestand der Lilienthaler Kunststiftung sind Bilder aus der Worpsweder Kunststiftung zu sehen, und etliche Werke privater Leihgeber. Darstellungen bekannter Maler wie Fritz Mackensen, Hans am Ende, Ottilie Reylaender oder Tetjus Tügel sind Teil der Ausstellung. Aber auch Bilder unbekannter Weggefährtinnen von Paula Modersohn Becker, wie der bislang kaum bekannten Malerin Frida Witt. Das Besondere: Es werden eine ganze Reihe an Bildern zu sehen sein, die bislang nur in privaten Sammlungen oder in Archiven zu gezeigt wurden. Außerdem wird auch die ganze Sparte der Plastik sowie der Fotografie in der neuen Ausstellung berücksichtigt.
Mit ungefähr 100 Werken figürlicher Malerei, versucht die Lilienthaler Kunststiftung erneut ein Zeichen in der Region zu setzen.
Dabei geht die Kunststiftung mit dieser Ausstellung, zum ersten Mal eine Kooperation mit der in Bremen ansässigen Kunstschule Wandsbeck ein. Kunststudentinnen und -studenten werden sich intensiv mit den Künstlern und deren Motiven auseinandersetzen, und gegen Ende der Ausstellung ihre eigenen Werke zum Thema "Portrait" präsentieren. Wir freuen uns sehr über die Kooperation, die junge Menschen an die regionale Kunst heranführt. Außerdem wird es als Novum eine pädagogische Vermittlung von Kunst für Kinder geben sowie einen Familientag.
Die Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" wird vom 24. April bis zum 9. Oktober in der Lilienthaler Kunststiftung zu sehen sein.
Wir freuen uns auf ihren Besuch, in den frisch sanierten Räumlichkeiten der Kunstschau Lilienthal, in der Trupe 6 in Lilienthal.
Lilienthal
In der Trupe 6, Kunstschau Lilienthal
14:00 - 18:00 Uhr
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Es wird einmal sein
07. - 09.10.2022:
Heinrich Vogelers Vision einer zukunftsfähigen Gesellschaft. 9. Heinrich-Vogeler-Symposion
Programm und Preis auf Anfrage
Worpswede
Hotel Worpsweder Tor und Rathaus Worpswede
18:00 - 14:00 Uhr
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Instant Impro
Impro-Comedy vom Feinsten!
Ein toller Abend mit Instant Impro wartet auf die Besucher*innen im Bremervörder Ratssaal...

Karten für 20,00 Euro ab 29. August 2022 in der Tourist-Information Bremervörde erhältlich!
Bremervörde
Rathausmarkt 1, Ratssaal, Rathaus Bremervörde
19:30 Uhr
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Amigos & Stargast Daniela Alfinito
Amigos & Stargast Daniela Alfinito

Die legendären Amigos, die wahren Ausnahmekünstler Bernd und Karl-Heinz gehen mit Thomann Management aus dem fränkischen Burgebrach im Jahr 2022 als große Künstlerfamilie auf eine Sonder-Tournee in ausgesuchten Konzerthallen Deutschlands. Eines dieser besonderen Konzerte wird natürlich in der Stadthalle Osterholz-Scharmbeck stattfinden, denn hier fühlen sich die Amigos schon wie zu Hause. Im März 2020 erhielten Sie dort sogar den "Sold-out-Award" für ihre großartige Leistung, bereits 10 Mal vor ausverkauftem Haus gespielt zu haben.

Mit im Gepäck die größten Amigos Hits. Ein weiterer Höhepunkt innerhalb dieser Tournee wird der Auftritt der beliebten und sehr natürlichen, zweifachen Platz-Eins-Sängerin Daniela Alfinito sein, zugleich Tochter von Amigos-Sänger Bernd. Zwei bodenständige wie auch sympathische Brüder, die ihr Leben der Musik verschrieben haben – Bernd und Karl-Heinz Ulrich sind seit 50 Jahren die Amigos. Als Schlager-Komponisten und echte Live-Musiker stehen sie für Kontinuität und Ehrlichkeit im schnelllebigen Musikgeschäft, und sie standen auch in Zeiten zur deutschsprachigen Musik, als diese von vielen verpönt war.

Viele Fans der Amigos sind mit ihren Hits groß geworden. Viele kennen sie aus ihrer Zeit als junge Männer oder Frauen. Auch die Amigos-Brüder Bernd und Karl-Heinz Ulrich können sich an jene wunderbaren Tage gut erinnern. "Damals spielten wir auf Hochzeiten und Jubiläen, und zwar an jedem Wochenende nach unserer regulären Arbeit."

Romantik und tiefe Gefühle werden bei Chartstürmerin Daniela Alfinito großgeschrieben. Ihr wurde die Musik quasi in die Wiege gelegt, denn sie ist die Tochter und Nichte des erfolgreichsten Schlager-Duos Europas, den Amigos. Danielas Album "Du warst jede Träne wert" erreichte 2019 auf Anhieb Platz Eins der deutschen Charts. Sie verdrängte damit Udo Lindenberg vom Thron.

Lassen Sie sich dieses ultimative Schlager-Hit-Paket nicht entgehen – ein einmaliger musikalischer Genuss vom Allerfeinsten. Das deutsche Musikfernsehen wird diese Attraktion präsentieren.
Osterholz-Scharmbeck
Jacob-Frerichs-Straße 1, Stadthalle Osterholz-Scharmbeck
19:30 - 22:00 Uhr
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Prag
Infos folgen
Worpswede
Findorffstraße 21, Music Hall Worpswede
20:00 Uhr
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Worpsweder Musikherbst - Mandelring Quartett
10. Worpsweder Musikherbst 2022
Mandelring Quartett 8.10. Mandelring Quartett plus Katarzyna Mycka (Marimbaphon) am 08.10.22-
In diesem Jahr feiert der gemeinnützige Trägerverein "Podium Worpswede e.V."
sein 10jähriges Jubiläum, nachdem er in den vergangenen Jahren über 50 Veranstaltungen mit überwiegend überregional bzw. international renommierten Musikern realisiert hat. Aus diesem Anlass wurde ein hochkarätiges Programm aufgelegt, das in zwei Konzerten vom weltbekannten Mandelring Quartett bestritten wird und in zwei weiteren Konzerten vom ebenfalls überregional renommierten Amaryllis Quartett mit der Sopranistin Juliane Banse sowie dem Kölner Rundfunk Streichquartett. Das Projekt trägt den Titel: "Streichquartett plus: Kontraste".
Das Mandelring Quartett gastiert mit zwei unterschiedlichen Programmen. Das erste Konzert ist den im Nationalsozialismus "verfemten" Komponisten gewidmet: Viktor Ullmann mit seinem Streichquartett Nr. 3 op. 46 und Berthold Goldschmidt mit seinem Streichquartett Nr. 2, ergänzt durch Felix Mendelssohn Bartholdys Streichquartett op. 13.
Diesem Konzert folgt in der Kombination Streichquartett/ Marimbaphon ein Programm mit Joseph Haydns Streichquartett op. 71/2, Astor Piazollas "Libertango für Marimba solo", Daniel Schnyders "Zoom in für Streichquartett und Marimba" und Antonin Dvoraks "Streichquartett op. 96"/Amerikanisches Quartett. Es spielt die weltweit renommierte Marimbaphonistin Katarzyna Mycka.
Datum: 06. und 07. Oktober 2022
Worpswede
Bauernreihe 3a, Bötjersche Scheune
20:00 Uhr
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Sonntag, 09.10.2022
Diesseits von Babel
Diesseits von Babel
Ulrike Waldeck
Malerei und Fotografie
30. Juni bis 2. Dezember 2022
Die
Worpswede
Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Möglichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943 - Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Inneren
Otto Modersohn – Fischerhude 1933-1943 –
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern

Gezeigt werden 32 Gemälde aus dem Fischerhuder Spätwerk
Otto Modersohns.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der
Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder
Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist.
Mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen
selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für
ihn eine fruchtbare Schaffenszeit.
Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt
Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und
Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von
Empfindung erfüllt.

Sonderausstellung, nur im Otto-Modersohn-Museum
www.otto-modersohn-museum.de
Otto-Modersohn-Museum
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 Uhr
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Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst"
24. April bis 9. Oktober 2022
Neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung
Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst

"Das Schönste wäre ja, wenn ich jenes unbewusste Empfinden, was manchmal
leicht und lieblich in mir summt, figürlich ausdrücken könnte."
Paula Modersohn-Becker


Portraitmalerei ist eine uralte Kunst – bereits im alten Griechenland um 500 vor Christus pflegte man die Kunst des Portraitierens. Auch die neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung widmet sich ganz dem Portrait.
Alle, die was auf sich hielten, ließen sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts portraitieren: Adel, Kaufleute, vom Klerus bis zu den Menschen, die aufgrund ihres sozialen Rangs, als würdig erschienen. Damals diente das Portrait dazu, Personen zu ehren, oder nach deren Tod an sie zu erinnern. Berühmte Künstler wie Albrecht Dürer, Vincent van Gogh oder Max Beckmann entwickelten das Selbstportrait zu einem ganz eigenen Genre.
Versuchte man früher den Menschen naturgetreu in einem Gemälde wiederzugeben, zeigten die Expressionisten viel vom Charakter des Modells.
In der modernen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts rückten die existentiellen Fragen nach der eigenen Identität in den Vordergrund. Hatten sich die Künstler der ersten Worpsweder Generation ganz der Landschaftsmalerei verschrieben, der Darstellung der Natur mit Licht und Schatten, dem hohen Himmel und den Birkenalleen, drängte sich jetzt mehr das eigene Ich in den Fokus. Ein besonderes Kapitel ist das Selbstportrait. Es ist selten Ausdruck von Mangel an Modellen, sondern Spiegelbild der eigenen Empfindung, wie Paula Modersohn Becker es oben im Zitat ausdrückt. In eindringlichen Bildern geht es um die, immer noch hochaktuelle Frage, nach der eigenen Identität, um das Selbst als fremdes Wesen.
Die neue Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" lenkt den Blick auf den Menschen, als wesentlichen Bildinhalt. Neben Bildern aus dem eigenen Bestand der Lilienthaler Kunststiftung sind Bilder aus der Worpsweder Kunststiftung zu sehen, und etliche Werke privater Leihgeber. Darstellungen bekannter Maler wie Fritz Mackensen, Hans am Ende, Ottilie Reylaender oder Tetjus Tügel sind Teil der Ausstellung. Aber auch Bilder unbekannter Weggefährtinnen von Paula Modersohn Becker, wie der bislang kaum bekannten Malerin Frida Witt. Das Besondere: Es werden eine ganze Reihe an Bildern zu sehen sein, die bislang nur in privaten Sammlungen oder in Archiven zu gezeigt wurden. Außerdem wird auch die ganze Sparte der Plastik sowie der Fotografie in der neuen Ausstellung berücksichtigt.
Mit ungefähr 100 Werken figürlicher Malerei, versucht die Lilienthaler Kunststiftung erneut ein Zeichen in der Region zu setzen.
Dabei geht die Kunststiftung mit dieser Ausstellung, zum ersten Mal eine Kooperation mit der in Bremen ansässigen Kunstschule Wandsbeck ein. Kunststudentinnen und -studenten werden sich intensiv mit den Künstlern und deren Motiven auseinandersetzen, und gegen Ende der Ausstellung ihre eigenen Werke zum Thema "Portrait" präsentieren. Wir freuen uns sehr über die Kooperation, die junge Menschen an die regionale Kunst heranführt. Außerdem wird es als Novum eine pädagogische Vermittlung von Kunst für Kinder geben sowie einen Familientag.
Die Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" wird vom 24. April bis zum 9. Oktober in der Lilienthaler Kunststiftung zu sehen sein.
Wir freuen uns auf ihren Besuch, in den frisch sanierten Räumlichkeiten der Kunstschau Lilienthal, in der Trupe 6 in Lilienthal.
Lilienthal
In der Trupe 6, Kunstschau Lilienthal
10:00 - 18:00 Uhr
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Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
11:00 - 13:00 Uhr
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Fritz Overbeck - Die Aquarelle
Die Aquarelle von Fritz Overbeck bilden einen nahezu unbekannten Teil seines Werkes. Er fertigte sie nicht zu Ausstellungszwecken an, sondern nutzte sie als Skizzen, als Annäherungen an Motive und Vorstudien für spätere Ölgemälde auf Leinwand. Es gibt jedoch gute Gründe, diese Arbeiten heute auszustellen: In ihrer Spontaneität und Unmittelbarkeit zeigen sie eine neue Facette des bekannten Worpsweder Malers.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 17:00 Uhr
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Wintermoorpfütze
1. Oktober bis 31. Dezember 2022
(geöffnet Samstag und Sonntag, 11 bis 17 Uhr)


Wie sehe unsere Welt hier ohne die Vierjahreszeiten aus – vieles ist gesagt, geschrieben und gemalt worden zu dem Landschaftsraum Teufelsmoor. Der Künstler Heinz Cymontkowski lebt und arbeitet in den vier Jahreszeiten im Atelier Dorf Teufelsmoor.

Gerade in den kalten Wintertagen, wenn die Spaziergänge auf hartem unebenen Moorboden zu Stolperfallen werden, gilt es, die Landschaft nach den Sommertagen neu zu entdecken: Frost und Schnee – Winterwandelbilder

Wenn die Tage kürzer werden und die Nächte lange dunkel bleiben, ist es Zeit, für die
Blicke dazwischen zu finden. Ausschnitte dieser Zwischen-Zeit werden vom Künstler auf Papier und Öl auf Leinwand gebannt. Die Momente von Einsamkeit
sind die Linien dieser Zeit. Weit draußen im Teufelsmoor werden Pfützen entdeckt, die
Heinz Cymontkowski eingefangen hat - von Zeit zu Zeit leben, entdecken und in Bildern einfangen - iimmer nach der Urform dieser Landschaft Teufelsmoor suchend.

Gezeigt werden in der Ateliersonderausstellung WINTERMOORPFÜTZE Ölbilder, Aquarelle und Zeichnungen.
Osterholz-Scharmbeck
Zur kleinen Reihe 14, Galerie und Atelier Dorf Teufelsmoor
11:00 - 17:00 Uhr
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Niki de Saint Phalle und ihre politischen Weltbilder
Mit Cosima Schierenbeck

Niki de Saint Phalle gehört zu den bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts, die in Deutschland vor allem durch ihre Nana-Figuren bekannt wurde. In ihren Arbeiten gab sie immer auch ein politisch-sozialkritisches Statement ab. So verband sie mit verschiedenen Techniken, mal verspielt, mal aggressiv, unterschiedliche Materialien zu neuartigen, alternati-
ven Bildwelten und Skulpturen. Nach einer Einführung in ihre Arbeitswelt beim ersten Termin lassen wir selbst aus gefundenen und gesammelten Materialien durch additives Arbeiten – mit Collage, Mosaik und Assemblage – ganz eigene Arbeiten entstehen. Materialien werden gestellt (ca. 23,00 €). Eigene Fundstücke und Materialien können mitgebracht werden.
Lilienthal
Auf dem Kamp 1 E, IGS-Haus A, Raum 015, Werkraum
11:00 - 16:30 Uhr
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Professor Ernst Thevis - Bildhauerei
Die Arbeiten von Ernst Thevis bezeichnet er als hölzerne Objekte, die nicht nur den Raum, in dem sie sich befinden, veredrängen, sondern zugleich in ihrem Innern Räume beherbergen. Durch das Aushöhlen des Innern verwandelt sich das ursprüngliche Stück Holz zu etwas Neuem, Andersartigem.
Ausstellungseröffnung am Sonntag, 21. August 2022, 15.00 Uhr, in der Galerie des nwwk im Hotel Village.
Worpswede
Bergstraße 22, Hotel Village
11:00 - 19:00 Uhr
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"Bremervörde sonntags erleben": Herbst-Ladenhütermarkt mit einem verkaufsoffenem Sonntag
Branchenmix total mit über 100 Ausstellern – stöbern, hökern und handeln, was das Zeug hält!
Der Markt in Bremervörde, der nicht nur Bremervörder Schnäppchen- und Kuriositätenjäger schon am frühen Morgen in die gemütliche Bremervörder Innenstadt lockt.
Bremervörde
Innenstadt Bremervörde
11:00 - 18:00 Uhr
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REAL ABSTRAKT GENIAL
Drei Künstlerinnen, drei Perspektiven, eine Ausstellung
die zu einem lebendigen Dialog einlädt, der sich aus der Spannung zwischen diesen unterschiedlichen Kunstformaten ergibt.

REAL Ingrid Crum
malt gegenständliche Stilleben. Auf ihren Bildern sind die einzelnen Objekte wie auf einer Bühne aufgestellt, sie treten in den Vordergrung, zum Greifen nahe, während andere in den schattigen Hintergrund zurücktreten. Harmonie und Rhytmus in der Darstellung sind die persönlichen Stilmittel dieser Künstlerin.
ABSTRAKT Melene Bahner
verbindet in ihren abstrakten Arbeiten, Farben, Formen, und Strukturen auf verschiedenen Hintergründen. Sie modelliert die Form mit Licht und Schatten, sie spielt virituos mit Farben und unterschiedlichen Materialien. Spannung, Anregung, Gedankenspiele und versteckte Erzählungen sind in ihren Darstellungen zu finden.
GENIAL Astrid Keller
ist Gold-und Silberschmiedin, sie sucht nach den Möglichkeiten eines Materials und ist dabei bereit ins Extreme zu gehen. Die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft verschmelzen in ihren Händen zu Arbeiten die von einer mysteriösen, unbekannten Schönheit sind.

So ergänzen sich die reale Darstellung, die abstrakte Darstellung und die dreidimensionale Darstellung zu einer künstlerischen Einheit.

Die Ausstellung beginnt am Samstag, den 9. Juli, das Museum ist von 12 bis 17 Uhr geöffnet, die Künstlerinnen sind an diesem Tag anwesend.
Worpswede
Hembergstr. 19, Museum am Modersohn-Haus
12:00 - 17:00 Uhr
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Führung durch das Vogelmuseum
Fachliches und Unterhaltsames aus der Vogelwelt erfahren Sie bei einer Führung
durch das Vogelmuseum. Teilweise unterstützt von seinen Greifvögeln zeigt
Norbert Nowka die Vielfalt des Norddeutschen Vogelmuseums. Fast 500 Vögel auf
800 qm Fläche, spektakuläre Dioramen und eindrucksvolle Ansichten aus nächster
Nähe. Durch Fachwissen und seine Leidenschaft für Greifvögel erschließt Norbert
Nowka dem Besucher erstaunliche Einblicke in die größte Sammlung an Präparaten
in Norddeutschland.
Eintritt mit Führung: 10,-- €
Osterholz-Scharmbeck
Bördestr. 42, Noddeutsches Vogelmuseum- Museumsanlage Osterholz
14:00 - 15:30 Uhr
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Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
15:00 - 18:00 Uhr
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Schlafplatzeinflug der Kraniche
Das Phänomen des abendlichen Schlafplatzeinfluges der in der Hammeniederung und der Breddorfer Niederung rastenden Kraniche und Gänse ist ein beeindruckendes Naturschauspiel. In Fahrtgemeinschaften werden die Kraniche zunächst in den Nahrungsgebieten der Breddorfer Niederung beobachtet. Danach fahren wir zum Schlafplatz im Günnemoor.
Mitbringen: Fernglas, wetterfeste Kleidung
Osterholz-Scharmbeck
Lindenstraße 40, Biologische Station Osterholz
15:45 - 19:00 Uhr
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Worspweder Orgelmusik
Musikalische ‘Diamanten’
György Kurtágs Kafka-Fragmente

Duo Expression
Cornelia Samuelis, Sopran
Martin Dehning, Violine

Kurze Ausschnitte aus Texten von Franz Kafka
inspirierten György Kurtág zu einem einzigartigen,
ungewöhnlich umfangreichen Kosmos
expressiver Gesänge.
Mit seinen Kafka-Fragmenten für Sopran und Violine
schuf er durch eine radikale Verdichtung der Musik
gleichsam musikalische „Diamanten“

Keine Test- oder Impfnachweise erforderlich
Worpswede
An d. Kirche 1, Zionskirche
17:00 - 18:00 Uhr
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Es wird einmal sein
07. - 09.10.2022:
Heinrich Vogelers Vision einer zukunftsfähigen Gesellschaft. 9. Heinrich-Vogeler-Symposion
Programm und Preis auf Anfrage
Worpswede
Hotel Worpsweder Tor und Rathaus Worpswede
18:00 - 14:00 Uhr
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Martha Vogeler Biografie Bd. II - Gudrun Scabell liest
Gudrun Scabell liest spannende Passagen aus dem 2.Bd ihrer Martha Vogeler Biografie "Bewegte Zeiten auf dem Barkenhoff". Eine Zeit, die politisch aber auch persönlich für Martha prägend war. Neue Erkenntnisse über das Leben Marthas und Einblicke in bisher unbekannte Dokumente erwarten Sie.
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
19:30 Uhr
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Montag, 10.10.2022
Diesseits von Babel
Diesseits von Babel
Ulrike Waldeck
Malerei und Fotografie
30. Juni bis 2. Dezember 2022
Die
Worpswede
Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943 - Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Inneren
Otto Modersohn – Fischerhude 1933-1943 –
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern

Gezeigt werden 32 Gemälde aus dem Fischerhuder Spätwerk
Otto Modersohns.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der
Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder
Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist.
Mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen
selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für
ihn eine fruchtbare Schaffenszeit.
Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt
Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und
Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von
Empfindung erfüllt.

Sonderausstellung, nur im Otto-Modersohn-Museum
www.otto-modersohn-museum.de
Otto-Modersohn-Museum
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 Uhr
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Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
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Dienstag, 11.10.2022
Diesseits von Babel
Diesseits von Babel
Ulrike Waldeck
Malerei und Fotografie
30. Juni bis 2. Dezember 2022
Die
Worpswede
Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Möglichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943 - Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Inneren
Otto Modersohn – Fischerhude 1933-1943 –
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern

Gezeigt werden 32 Gemälde aus dem Fischerhuder Spätwerk
Otto Modersohns.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der
Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder
Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist.
Mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen
selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für
ihn eine fruchtbare Schaffenszeit.
Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt
Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und
Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von
Empfindung erfüllt.

Sonderausstellung, nur im Otto-Modersohn-Museum
www.otto-modersohn-museum.de
Otto-Modersohn-Museum
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 Uhr
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vhs-Akademie: Europäische Kulturgeschichte: Aufklärung
Mit Christian Schienke, Helmut Schaarschmidt, Prof. Manfred Stöckler, Volker Schulze, Detlef Stein, Christian Michelsen

Aufklärung ist nach Immanuel Kant (1724 - 1804) der "Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit". Kritik an traditionellen Formen des Dogmatismus, Erfahrung und Vernunft als Basis für Selbstbestimmung und Fortschritt - das sind zentrale Positionen der Aufklärungsphilosophie, wie an Voltaire und Kant erläutert wird. Die historischen Hintergründe dieser für die Entstehung moderner, demokratischer Staaten entscheidenden Epoche, u. a. mit Friedrich II. und Maria Theresia, werden ebenso behandelt wie Werke der Kunst, in denen auch Ideen der Aufklärung, etwa bei Jakob Philipp Hackert, sichtbar werden. Die Oratorien von Haydn sowie Beethovens "Fidelio" und Mozarts "Die Zauberflöte" werden vorgestellt, in der Literatur Werke von Lessing, Diderot und Laurence Sterne - auch dort werden jeweils zentrale Positionen der Aufklärung erkennbar. Der Besuch der vhs-Akademie im letzten Semester ist nicht erforderlich: Neueinsteiger:innen sind willkommen!
Lilienthal
Klosterstr. 25, Murkens Hof
10:30 - 12:45 Uhr
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Fritz Overbeck - Die Aquarelle
Die Aquarelle von Fritz Overbeck bilden einen nahezu unbekannten Teil seines Werkes. Er fertigte sie nicht zu Ausstellungszwecken an, sondern nutzte sie als Skizzen, als Annäherungen an Motive und Vorstudien für spätere Ölgemälde auf Leinwand. Es gibt jedoch gute Gründe, diese Arbeiten heute auszustellen: In ihrer Spontaneität und Unmittelbarkeit zeigen sie eine neue Facette des bekannten Worpsweder Malers.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
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Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
14:00 - 18:00 Uhr
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Mittwoch, 12.10.2022
Diesseits von Babel
Diesseits von Babel
Ulrike Waldeck
Malerei und Fotografie
30. Juni bis 2. Dezember 2022
Die
Worpswede
Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Möglichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943 - Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Inneren
Otto Modersohn – Fischerhude 1933-1943 –
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern

Gezeigt werden 32 Gemälde aus dem Fischerhuder Spätwerk
Otto Modersohns.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der
Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder
Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist.
Mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen
selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für
ihn eine fruchtbare Schaffenszeit.
Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt
Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und
Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von
Empfindung erfüllt.

Sonderausstellung, nur im Otto-Modersohn-Museum
www.otto-modersohn-museum.de
Otto-Modersohn-Museum
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 Uhr
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Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
11:00 - 13:00 Uhr
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Fritz Overbeck - Die Aquarelle
Die Aquarelle von Fritz Overbeck bilden einen nahezu unbekannten Teil seines Werkes. Er fertigte sie nicht zu Ausstellungszwecken an, sondern nutzte sie als Skizzen, als Annäherungen an Motive und Vorstudien für spätere Ölgemälde auf Leinwand. Es gibt jedoch gute Gründe, diese Arbeiten heute auszustellen: In ihrer Spontaneität und Unmittelbarkeit zeigen sie eine neue Facette des bekannten Worpsweder Malers.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
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Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
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REAL ABSTRAKT GENIAL
Drei Künstlerinnen, drei Perspektiven, eine Ausstellung
die zu einem lebendigen Dialog einlädt, der sich aus der Spannung zwischen diesen unterschiedlichen Kunstformaten ergibt.

REAL Ingrid Crum
malt gegenständliche Stilleben. Auf ihren Bildern sind die einzelnen Objekte wie auf einer Bühne aufgestellt, sie treten in den Vordergrung, zum Greifen nahe, während andere in den schattigen Hintergrund zurücktreten. Harmonie und Rhytmus in der Darstellung sind die persönlichen Stilmittel dieser Künstlerin.
ABSTRAKT Melene Bahner
verbindet in ihren abstrakten Arbeiten, Farben, Formen, und Strukturen auf verschiedenen Hintergründen. Sie modelliert die Form mit Licht und Schatten, sie spielt virituos mit Farben und unterschiedlichen Materialien. Spannung, Anregung, Gedankenspiele und versteckte Erzählungen sind in ihren Darstellungen zu finden.
GENIAL Astrid Keller
ist Gold-und Silberschmiedin, sie sucht nach den Möglichkeiten eines Materials und ist dabei bereit ins Extreme zu gehen. Die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft verschmelzen in ihren Händen zu Arbeiten die von einer mysteriösen, unbekannten Schönheit sind.

So ergänzen sich die reale Darstellung, die abstrakte Darstellung und die dreidimensionale Darstellung zu einer künstlerischen Einheit.

Die Ausstellung beginnt am Samstag, den 9. Juli, das Museum ist von 12 bis 17 Uhr geöffnet, die Künstlerinnen sind an diesem Tag anwesend.
Worpswede
Hembergstr. 19, Museum am Modersohn-Haus
12:00 - 17:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
14:00 - 18:00 Uhr
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Was weiß mein Smartphone?
Mit Dr.-Ing. Jan Wiznerowicz

Smartphones sind allgegenwärtige Begleiter. Viele von uns verbringen mit ihnen mehr Zeit als mit Familie und Freunden. Doch ihr Einsatz in allen Lebenslagen birgt Risiken sowohl für die Nutzer:innen
als auch für unbeteiligte Dritte. Ein Hauptgrund dafür ist der Aufbau dieser Mobilgeräte. Wir nehmen unter die Lupe, was uns Smartphones (nicht nur rein technisch) rauben. Und wir suchen nach Abhilfe.
Bremen
Hollerallee 75, Forum Kirche
17:00 - 20:00 Uhr
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Online-Vortrag Einführung in die Astronomie
Mit Gerald Willems

Kaum jemand kann sich bei einem Blick in den Nachthimmel der Faszination der Sterne und Sternbilder entziehen. Besonders außerhalb der Städte, wo die Straßenbeleuchtung kaum stört, sehen wir eine riesige Anzahl von Sternen, im Sommer nicht selten sogar das schwach leuchtende Band der Milchstraße. Erfahren Sie mehr über diese Welt weit außerhalb unseres Lebensraums! Sie erhalten in kompakter Form einen Einblick in die Geschichte der Astronomie, in unser Sonnensystem und in den Aufbau des Universums. Der Dozent ist seit 2012 erster Vorsitzender der Astronomischen Vereinigung Lilienthal (AVL) und seit 2010 Leiter der Astrofoto-AG.
Lilienthal
Online
18:00 - 20:15 Uhr
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Demokratie op Platt Op Platt kann Een över allens snacken
Mit Andrea Schwarz

Auf Plattdeutsch lässt sich trefflich auch über komplexe Sachverhalte sprechen. So
auch über Demokratie und deren Grundlagen. An diesem abwechslungsreichen
Abend werden einige plattdeutsche Begriffe vermittelt, um mitreden und auch einige Gesetzestexte auf Niederdeutsch verstehen zu können. Geeignet für Teilnehmende mit keinen oder geringen Vorkenntnissen.
Lilienthal
Klosterstr. 25, Murkens Hof
18:30 - 20:45 Uhr
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Donnerstag, 13.10.2022
Diesseits von Babel
Diesseits von Babel
Ulrike Waldeck
Malerei und Fotografie
30. Juni bis 2. Dezember 2022
Die
Worpswede
Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Möglichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943 - Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Inneren
Otto Modersohn – Fischerhude 1933-1943 –
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern

Gezeigt werden 32 Gemälde aus dem Fischerhuder Spätwerk
Otto Modersohns.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der
Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder
Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist.
Mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen
selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für
ihn eine fruchtbare Schaffenszeit.
Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt
Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und
Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von
Empfindung erfüllt.

Sonderausstellung, nur im Otto-Modersohn-Museum
www.otto-modersohn-museum.de
Otto-Modersohn-Museum
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 Uhr
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Fritz Overbeck - Die Aquarelle
Die Aquarelle von Fritz Overbeck bilden einen nahezu unbekannten Teil seines Werkes. Er fertigte sie nicht zu Ausstellungszwecken an, sondern nutzte sie als Skizzen, als Annäherungen an Motive und Vorstudien für spätere Ölgemälde auf Leinwand. Es gibt jedoch gute Gründe, diese Arbeiten heute auszustellen: In ihrer Spontaneität und Unmittelbarkeit zeigen sie eine neue Facette des bekannten Worpsweder Malers.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
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Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
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REAL ABSTRAKT GENIAL
Drei Künstlerinnen, drei Perspektiven, eine Ausstellung
die zu einem lebendigen Dialog einlädt, der sich aus der Spannung zwischen diesen unterschiedlichen Kunstformaten ergibt.

REAL Ingrid Crum
malt gegenständliche Stilleben. Auf ihren Bildern sind die einzelnen Objekte wie auf einer Bühne aufgestellt, sie treten in den Vordergrung, zum Greifen nahe, während andere in den schattigen Hintergrund zurücktreten. Harmonie und Rhytmus in der Darstellung sind die persönlichen Stilmittel dieser Künstlerin.
ABSTRAKT Melene Bahner
verbindet in ihren abstrakten Arbeiten, Farben, Formen, und Strukturen auf verschiedenen Hintergründen. Sie modelliert die Form mit Licht und Schatten, sie spielt virituos mit Farben und unterschiedlichen Materialien. Spannung, Anregung, Gedankenspiele und versteckte Erzählungen sind in ihren Darstellungen zu finden.
GENIAL Astrid Keller
ist Gold-und Silberschmiedin, sie sucht nach den Möglichkeiten eines Materials und ist dabei bereit ins Extreme zu gehen. Die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft verschmelzen in ihren Händen zu Arbeiten die von einer mysteriösen, unbekannten Schönheit sind.

So ergänzen sich die reale Darstellung, die abstrakte Darstellung und die dreidimensionale Darstellung zu einer künstlerischen Einheit.

Die Ausstellung beginnt am Samstag, den 9. Juli, das Museum ist von 12 bis 17 Uhr geöffnet, die Künstlerinnen sind an diesem Tag anwesend.
Worpswede
Hembergstr. 19, Museum am Modersohn-Haus
12:00 - 17:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
14:00 - 18:00 Uhr
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Eine juristische Betrachtung Möglichkeiten der direkten Bürgerbeteiligung
Mit Martin Bloch

Ausgehend vom Hambacher Fest (1832), das als Höhepunkt der bürgerlichen
Opposition und damit als ein Ausgangspunkt für die Demokratie auf deutschem Boden gilt, hat sich bis heute eine stetige Entwicklung unserer Demokratie vollzogen. Der Vortrag gibt einen Überblick
über die rechtlichen Wurzeln, die Grenzen und die Entwicklungsmöglichkeiten unseres Rechtssystems und zeigt auf, inwieweit unsere repräsentative Demokratie, insbesondere auf kommunaler Ebene,
auch eine direkte Beteiligung des Einzelnen ermöglicht. Der Dozent, seit 25 Jahren Rechtsanwalt in Bremen, geht anhand von konkreten Beispielen auf folgende Fragen ein: Was sind Petitionen, Volksbegehren, Bürgerbegehren und Bürgerentscheide? Welche Voraussetzungen müssen jeweils erfüllt sein und was kann ich damit erreichen?
Lilienthal
Klosterstr. 25, Murkens Hof
18:00 - 20:15 Uhr
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kukuwi-Forum #05: Thomas Behling "Ich wollte schon immer nicht wissen, wie sehr ich mich selbst verarschen kann" im Gespräch mit Manuela Husemann
Donnerstag, 13. Oktober 2022, 19 Uhr

kukuwi-Forum #05

Thomas Behling "Ich wollte schon immer nicht wissen, wie sehr ich mich selbst verarschen kann" im Gespräch mit Manuela Husemann.

Ort: Große Kunstschau

Veranstalter: kukuwi, Worpsweder Gesellschaft für Kunst, Kultur und Wissenschaft e.V.
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
19:00 Uhr
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Freitag, 14.10.2022
Diesseits von Babel
Diesseits von Babel
Ulrike Waldeck
Malerei und Fotografie
30. Juni bis 2. Dezember 2022
Die
Worpswede
Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Möglichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943 - Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Inneren
Otto Modersohn – Fischerhude 1933-1943 –
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern

Gezeigt werden 32 Gemälde aus dem Fischerhuder Spätwerk
Otto Modersohns.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der
Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder
Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist.
Mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen
selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für
ihn eine fruchtbare Schaffenszeit.
Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt
Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und
Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von
Empfindung erfüllt.

Sonderausstellung, nur im Otto-Modersohn-Museum
www.otto-modersohn-museum.de
Otto-Modersohn-Museum
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
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Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
11:00 - 13:00 Uhr
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Fritz Overbeck - Die Aquarelle
Die Aquarelle von Fritz Overbeck bilden einen nahezu unbekannten Teil seines Werkes. Er fertigte sie nicht zu Ausstellungszwecken an, sondern nutzte sie als Skizzen, als Annäherungen an Motive und Vorstudien für spätere Ölgemälde auf Leinwand. Es gibt jedoch gute Gründe, diese Arbeiten heute auszustellen: In ihrer Spontaneität und Unmittelbarkeit zeigen sie eine neue Facette des bekannten Worpsweder Malers.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
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Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
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REAL ABSTRAKT GENIAL
Drei Künstlerinnen, drei Perspektiven, eine Ausstellung
die zu einem lebendigen Dialog einlädt, der sich aus der Spannung zwischen diesen unterschiedlichen Kunstformaten ergibt.

REAL Ingrid Crum
malt gegenständliche Stilleben. Auf ihren Bildern sind die einzelnen Objekte wie auf einer Bühne aufgestellt, sie treten in den Vordergrung, zum Greifen nahe, während andere in den schattigen Hintergrund zurücktreten. Harmonie und Rhytmus in der Darstellung sind die persönlichen Stilmittel dieser Künstlerin.
ABSTRAKT Melene Bahner
verbindet in ihren abstrakten Arbeiten, Farben, Formen, und Strukturen auf verschiedenen Hintergründen. Sie modelliert die Form mit Licht und Schatten, sie spielt virituos mit Farben und unterschiedlichen Materialien. Spannung, Anregung, Gedankenspiele und versteckte Erzählungen sind in ihren Darstellungen zu finden.
GENIAL Astrid Keller
ist Gold-und Silberschmiedin, sie sucht nach den Möglichkeiten eines Materials und ist dabei bereit ins Extreme zu gehen. Die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft verschmelzen in ihren Händen zu Arbeiten die von einer mysteriösen, unbekannten Schönheit sind.

So ergänzen sich die reale Darstellung, die abstrakte Darstellung und die dreidimensionale Darstellung zu einer künstlerischen Einheit.

Die Ausstellung beginnt am Samstag, den 9. Juli, das Museum ist von 12 bis 17 Uhr geöffnet, die Künstlerinnen sind an diesem Tag anwesend.
Worpswede
Hembergstr. 19, Museum am Modersohn-Haus
12:00 - 17:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
14:00 - 18:00 Uhr
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Moorwanderung
Das Teufelsmoor – vielfach als unwirtlich beschrieben, oft idyllisch gemalt. Was ist davon geblieben? Was zeichnet diesen charakteristischen Lebensraum aus und warum ist der Erhalt des Moores ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz?

Auf einer Wanderung durch einen geschützten Hochmoorbereich erfahren die Gäste die Besonderheiten der dort lebenden Pflanzen- und Tierarten, geschichtliche Aspekte der Kultivierung sowie klimarelevante Fakten sowohl bei Entwässerung und Abbau als auch bei Wiedervernässung des Moorkörpers.

Dauer: 2 Stunden plus An- und Abfahrt
Kosten: 13,00 €/Person
Kinder bis 14 Jahre: kostenfrei
Unbefestigte Wege
TN-Zahl: max. 16 Personen
Anfahrt in eigenem PKW
Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sowie ggf. Insektenschutz empfohlen
Worpswede
Bergstr. 13, Touristinformation für Worpswede und das Teufelsmoor
15:00 - 17:30 Uhr
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Wahlen und Regierungsbildung in der Bundesrepublik 1949-1990
Mit Dr. Karl-Ludwig Sommer

Im Rückblick auf die Bundestagswahlen und die jeweils folgenden Regierungsbildungen – seit Gründung der Bundesrepublik 1949 bis zur ersten Wahl nach der Vereinigung 1989 – zeichnen wir Grundlagen, wesentliche Linien und markante Stationen der Entwicklung des demokratischen Systems der Bundesrepublik nach. Dieser Kurs findet auch in den Herbstferien statt.
Lilienthal
Klosterstr. 25, Murkens Hof
15:30 - 17:00 Uhr
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MIU
MIU – "Modern Retro Soul Tour"

Es liest sich ein bisschen wie das Drehbuch eines Films: Eine junge Frau aus Hamburg, die irgendwas mit Werbung macht, schmeißt ihren Job und fliegt nach New York, spielt dort »einfach so« im The Bitter End, einem dieser legendären Live-Clubs der Welt, der Wiege ihrer Idole wie Donny Hathaway oder Stevie Wonder und legt damit den Grundstein für ihre Musikkarriere.

Nach Absagen großer Plattenfirmen sammelt sie mit einem Crowdfunding über 20.000€, sucht sich ihr Team und produziert ihr Doppel(!)album "Modern Retro Soul" selbst. Im Oktober 2019 landet das Album ohne Plattenfirma in den deutschen offiziellen Albumcharts, auf Platz 1 der Soulcharts und sie verkauft das Hamburger Gruenspan aus. Daneben wurde einer ihrer Songs für den amerikanischen Netflix Film "The Debt Collector 2" (VÖ: 2020) lizensiert. Klingt nach Hollywood? Ist so passiert.

Nach ihrem Aufenthalt in New York beginnt eine neue Zeitrechnung für Miu und so setzt sie alles auf eine Karte: Sie gründet ihre eigene Band, übt unentwegt Gitarre, Klavier & Ukulele. Sie singt sich durch Deutschland und Europa, spielt als erster Popact in der Hamburger Elbphilharmonie, begeistert Soulfans genauso wie die Gäste von Elbjazz und Jazz Baltica, ist Miu’s Sound doch international und lässt mit einer unverwechselbaren Stimme aufhorchen, die ihre Hörer in die rauchigen Clubs der Motown-Ära mitnimmt.

Das Hamburger Abendblatt attestiert ihr "den Soul von Donny Hathaway, den Charme einer Audrey Hepburn, aber auch das Abgründige von Amy Winehouse und die Stärke einer Adele".

Trotz der positiven Medien- und Publikumsresonanz: Die großen Labels sehen kein Potential. Nach 2 Veröffentlichungen stellt sich die Frage: Wie weitermachen? Oder: Überhaupt weitermachen? Miu’s Antwort lautet: Ein letzter Versuch und dieses Mal ohne Kompromisse.

Mit "Modern Retro Soul" veröffentlicht Miu im Oktober 2019 nicht nur ein Album, sondern ein Statement.

Ein Doppelalbum, dass die Sounds vergangener Tage auf moderne urbane Beats treffen lässt. Verzerrte Gitarren aus den 70s schreien gegen moderne Synthies und über allem schwebt Miu’s Stimme, deren Texten man anmerkt, dass der Weg zum Album mitnichten immer leicht war. Inspiriert von starken Songwriterinnen wie Carole King, Roh-Soundspezialisten wie den Black Keys, atmosphärischen Klängen eines Michael Kiwanuka und großen Vokalistinnen wie Amy Winehouse, bringt Miu ihre Lieder mit durchsetzungsstarkem Sound ins Jahr 2019. Dreck und Glanz, rauer Wumms und zart flirrender Schmelz.

"Mir war wichtig, ein Album zu machen, dass alles vereint, was ich selbst gern mag", resümiert die Multiinstrumentalistin und erklärt, wie organisch nicht nur ein, sondern zwei Alben entstanden sind, "meine Einflüsse sind eben nicht nur retro und auch nicht nur aktuell. Ich mag Leon Bridges genauso wie die ersten Lenny Kravitz Platten oder alten Motown oder das starke Songwriting und den Live-Charakter aus Nashville. Beide Platten machen für sich alleine, aber vor allem im Kontext zu meiner musikalischen Sozialisierung Sinn.

Bei all dem Faible für Retro Sounds sind die Themen der Hamburger Künstlerin hoch-aktuell: Miu hadert auf dem Motown Stück "It’s a trap" mit dem vermeintlichen Erwachsensein, schreit in "Gimme a break" gegen unsere wahnsinnige Gesellschaft an und betört wiederum mit samtiger Soulstimme auf "So much more" in bester NuSoul Marnier. Der Song "Partner in crime" trifft den Hörer mit einer ungeheuren Wucht aus Streichern, Mellotron, Stimmen-Gewitter und Fuzz- Gitarre, während die an Jackson 5 erinnernde Leichtigkeit von "Easy" den perfekten Soundtrack für jeden noch so drögen Arbeitstag liefert.

Das reduzierte und von Miu selbst eingespielte Klavierstück "Be the bigger person" rundet die "Retro Seite" mit einer sich verletzlich zeigenden Miu perfekt ab und lässt den Hörer mit feuchten Augen zurück. Was für eine Platte! Pardon, was für 2 Platten!
Worpswede
Findorffstraße 21, Music Hall Worpswede
20:00 Uhr
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Samstag, 15.10.2022
Diesseits von Babel
Diesseits von Babel
Ulrike Waldeck
Malerei und Fotografie
30. Juni bis 2. Dezember 2022
Die
Worpswede
Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Wochenmarkt
Kleiner, feiner Wochenmarkt auf dem Dorfplatz in der Bergstraße mit u.a.
- Obst und Gemüse
- Fleischerei
- Bäckerei
- Besen
- Kunsthandwerk
- Honig
- Blumen
und Kunst an der Wäscheleine
Worpswede
Bergstraße, Dorfplatz
09:00 - 14:00 Uhr
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Pilzexkursion
In unseren Wäldern wachsen viele Pilzarten. Wie erkennt und unterscheidet man sie? Wo wachsen sie und warum?
Auf der Exkursion lernen Sie die botanische Vielfalt kennen, es geht aber auch um die Unterscheidung zwischen Speisepilzen und Giftpilzen. Das Exkursionsgebiet wird erst kurzfristig festgelegt. Die Menge von zu sammelnden Speisepilzen hängt natürlich sehr von der Witterung ab.
Osterholz-Scharmbeck
Wird bei Anmeldung bekannt gegeben
10:00 - 13:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Möglichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943 - Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Inneren
Otto Modersohn – Fischerhude 1933-1943 –
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern

Gezeigt werden 32 Gemälde aus dem Fischerhuder Spätwerk
Otto Modersohns.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der
Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder
Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist.
Mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen
selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für
ihn eine fruchtbare Schaffenszeit.
Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt
Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und
Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von
Empfindung erfüllt.

Sonderausstellung, nur im Otto-Modersohn-Museum
www.otto-modersohn-museum.de
Otto-Modersohn-Museum
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 Uhr
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Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
11:00 - 13:00 Uhr
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Fritz Overbeck - Die Aquarelle
Die Aquarelle von Fritz Overbeck bilden einen nahezu unbekannten Teil seines Werkes. Er fertigte sie nicht zu Ausstellungszwecken an, sondern nutzte sie als Skizzen, als Annäherungen an Motive und Vorstudien für spätere Ölgemälde auf Leinwand. Es gibt jedoch gute Gründe, diese Arbeiten heute auszustellen: In ihrer Spontaneität und Unmittelbarkeit zeigen sie eine neue Facette des bekannten Worpsweder Malers.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
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REAL ABSTRAKT GENIAL
Drei Künstlerinnen, drei Perspektiven, eine Ausstellung
die zu einem lebendigen Dialog einlädt, der sich aus der Spannung zwischen diesen unterschiedlichen Kunstformaten ergibt.

REAL Ingrid Crum
malt gegenständliche Stilleben. Auf ihren Bildern sind die einzelnen Objekte wie auf einer Bühne aufgestellt, sie treten in den Vordergrung, zum Greifen nahe, während andere in den schattigen Hintergrund zurücktreten. Harmonie und Rhytmus in der Darstellung sind die persönlichen Stilmittel dieser Künstlerin.
ABSTRAKT Melene Bahner
verbindet in ihren abstrakten Arbeiten, Farben, Formen, und Strukturen auf verschiedenen Hintergründen. Sie modelliert die Form mit Licht und Schatten, sie spielt virituos mit Farben und unterschiedlichen Materialien. Spannung, Anregung, Gedankenspiele und versteckte Erzählungen sind in ihren Darstellungen zu finden.
GENIAL Astrid Keller
ist Gold-und Silberschmiedin, sie sucht nach den Möglichkeiten eines Materials und ist dabei bereit ins Extreme zu gehen. Die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft verschmelzen in ihren Händen zu Arbeiten die von einer mysteriösen, unbekannten Schönheit sind.

So ergänzen sich die reale Darstellung, die abstrakte Darstellung und die dreidimensionale Darstellung zu einer künstlerischen Einheit.

Die Ausstellung beginnt am Samstag, den 9. Juli, das Museum ist von 12 bis 17 Uhr geöffnet, die Künstlerinnen sind an diesem Tag anwesend.
Worpswede
Hembergstr. 19, Museum am Modersohn-Haus
12:00 - 17:00 Uhr
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Themenführung Heinrich Vogeler mit Besuch von zwei Museen
Führung zu Leben und Werk des Künstlers Heinrich Vogeler mit dem Besuch von zwei Museen.
In den Museen Worpswedes wird Heinrich Vogeler zu seinem 150. Geburtstag mit mehreren Sonderausstellungen gewürdigt. Während der Führung werden zwei Museen besucht, die seine künstlerische Entwicklung vom Jugendstil zur Agitationskunst für eine kommunistische Gesellschaftsordnung anhand von Dokumenten, Design, Grafiken und Gemälden nachvollziehbar machen.


Termin: Samstag, 30.04.2022, 13 h
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Preis: 21 € pro Person inkl. Museumseintritt für zwei Museen
Treffpunkt und Anmeldung (erforderlich): Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,
Tel.: 04792 935820 oder info@worpswede-touristik.de
Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
13:00 - 15:30 Uhr
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Schlafplatzeinflug der Kraniche
Das Phänomen des abendlichen Schlafplatzeinfluges der in der Hammeniederung und der Breddorfer Niederung rastenden Kraniche und Gänse ist ein beeindruckendes Naturschauspiel. In Fahrtgemeinschaften werden die Kraniche zunächst in den Nahrungsgebieten der Breddorfer Niederung beobachtet. Danach fahren wir zum Schlafplatz im Günnemoor.
Mitbringen: Fernglas, wetterfeste Kleidung
Osterholz-Scharmbeck
Lindenstraße 40, Biologische Station Osterholz
15:30 - 19:00 Uhr
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Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt
Komödie nach dem Roman von Dora Heldt, für die Bühne eingerichtet von Florian Battermann
Osterholz-Scharmbeck
Sandbeckstraße 13, Kulturzentrum Gut Sandbeck
20:00 Uhr
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Salut Salon - die Magie der Träume
Seit 2020 verzaubert das Hamburger Klassik-Quartett Salut Salon mit einem neuen Programm

Seit über 18 Jahren begeistern die Musikerinnen von Salut Salon ihr Publikum weltweit mit Charme, Humor und virtuoser Klassik von Bach bis Prokofiev, mit Tango Nuevo von Astor Piazzolla, eigenen Chansons, Instrumental-Akrobatik und poetischem Puppenspiel. Damit reißen sie ihre Zuschauer im Pariser Olympia genauso zu Beifallsstürmen hin wie im Teatro Municipal in Rio de Janeiro oder in der Elbphilharmonie in Hamburg. Nun wird es magisch – seit Frühjahr 2020 sind Salut Salon mit ihrer neuen Bühnenshow "Die Magie der Träume" unterwegs.

Die ECHO-Preisträgerinnen lieben es, ihr Publikum musikalisch zu verzaubern. Die Magie der Träume begeistert sie auch jenseits der Bühne. Unter dem Hashtag #träumdichmutig! sammeln sie auf ihrem Video-Blog Träume von Menschen mit Visionen. Für diese Idee konnten Salut Salon prominente Mit-Träumer gewinnen wie Rapper Samy Deluxe, Liedermacher Rolf Zuckowski, Komponist Franz Wittenbrink, Schauspieler Volker Lechtenbrink, Motivationsforscher Dr. Gerald Hüther und Luftartistin Vivan Paul vom Circus Roncalli. Sie alle geben einen Einblick in eigene Traumwelten und warum es für sie persönlich wichtig ist, an Träume zu glauben. Der Blog ist ein Mitmach-Projekt für alle, ›die nicht aufhören (wollen) zu träumen‹.

www.diemagiedertraeume.de

Auch in ihrer neuen Bühnenshow geht es um Träume und den Zauber, der von Träumen ausgehen kann. Ob mit Tschaikovskys "Winterträume", Ysaÿes "Rêve d’enfant/Traum eines Kindes" oder "Hedwig’s Theme" aus der Filmmusik zu Harry Potter – die vier Musikerinnen zaubern, spielen und singen, rappen und steppen. Was ist Traum, was Realität? Die Magie liegt bei Salut Salon immer auch darin, dass Fragen wie diese unbeantwortet bleiben.
Worpswede
Findorffstraße 21, Music Hall Worpswede
20:00 Uhr
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Ohnsorg-Theater
Nach wie vor gehört der Komödien-Klassiker "Dat Hörrohr" zu Karl Bunjes erfolgreichsten und meistgespielten Stücken – auch am Ohnsorg-Theater. Die Zuschauer dürfen sich schon heute auf die Neu-Inszenierung freuen, die am Samstag, den 15.10.2022 ab 20 Uhr, in der Stadthalle Osterholz-Scharmbeck aufgeführt wird.

Zum Inhalt: Der in die Jahre gekommene Opa Meiners hört nicht mehr gut und kriegt darum so manches von dem, was auf seinem Hof vorgeht, gar nicht mehr mit. Das freut besonders seine Schwiegertochter Bertha. Ihr kommt die Schwerhörigkeit des Alten gerade recht, denn sie will möglichst schnell den Hof in die Finger bekommen, um ihre eigenen Pläne zu verwirklichen.

Mit allen erdenklichen Mitteln soll der gute Opa übers Ohr gehauen werden und die hinterhältige Bertha fädelt zusammen mit ihrem ehemaligen Verehrer Arnold Hogeback so manche Intrige ein, um das Regiment übernehmen zu können. Doch sie hat die Rechnung ohne Opas verwaiste Enkelin Elke und den Knecht Bernd gemacht, der schon längst ein Auge auf die junge Frau geworfen hat. Gemeinsam setzt das junge Paar alles daran, den alten Herrn vor Schaden zu bewahren. Und dank eines neuen Hörrohrs wird Opa Meiners erstaunlich hellhörig ...
Osterholz-Scharmbeck
Jacob-Frerichs-Straße 1, Stadthalle Osterholz-Scharmbeck
20:00 - 22:30 Uhr
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Jens Wagner "Wi mütt mol wedder schnacken"
Jens Wagners Geschichten stammen meist aus seinem persönlichen Umfeld. Aufgewachsen mit Oma und Opa auf dem Bauernhof, seine Jugend mit den ersten zarten Annäherungen zum weiblichen Geschlecht, sowie das Zusammenleben mit seiner Frau Regine und den Problemen mit den Kindern werden auf der Bühne humorvoll ausgebreitet. Auch in seinem neuen Bühnenprogramm "Wi mütt mol wedder schnacken" sollen sich alle Generationen wiederfinden. Wo ist die Zeit geblieben, wo Menschen noch stundenlang miteinander diskutiert haben? Wie immer versucht Wagner auf der Bühne Antworten zu finden. Natürlich gibt es auch neues von Tratschtante "Alma Hoppe" und Altbauer "Wilhelm Wuttke".
Ritterhude
Riesstraße 11, Hamme Forum
20:00 - 22:00 Uhr
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Raphaelle Mellet - Chansons aus Wien, Paris , Berl
Die deutsche Wienerin französischer Herkunft sagt über sich:
„Ich singe, weil ich mich vom Leben in all seiner Vielfalt berühren lasse. Ich singe Chansons, denn sie erzählen ein Leben in 3 Minuten. Weil sie so sehr geeignet sind, die Magie der Sinnlichkeit auszuloten und erklingen lassen. Ich singe aus der Erkenntnis, dass alles im Leben seine Berechtigung hat, das ganze Auf und Ab, das Hin und Her, einfach weil es ist was es ist - und es geht vorbei. Man kann es genauso gut lieben.“
Gnarrenburg
Kuhstedtermoor 24, Cultimo
20:00 Uhr
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Sonntag, 16.10.2022
Diesseits von Babel
Diesseits von Babel
Ulrike Waldeck
Malerei und Fotografie
30. Juni bis 2. Dezember 2022
Die
Worpswede
Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Möglichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943 - Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Inneren
Otto Modersohn – Fischerhude 1933-1943 –
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern

Gezeigt werden 32 Gemälde aus dem Fischerhuder Spätwerk
Otto Modersohns.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der
Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder
Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist.
Mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen
selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für
ihn eine fruchtbare Schaffenszeit.
Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt
Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und
Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von
Empfindung erfüllt.

Sonderausstellung, nur im Otto-Modersohn-Museum
www.otto-modersohn-museum.de
Otto-Modersohn-Museum
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 Uhr
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Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
11:00 - 13:00 Uhr
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Pia E. van Nuland - Cut and Move II
Durch die von Pia van Nuland präsentierten großformatigen Linoldrucke, komponiert aus bis zu zwölf Farben, die jeweils mit einem eigenen Druckstock aufgebaut werden wird der Betrachter durch die ungewöhnliche Körperhaftigkeit in den Bann gezogen.

Die Vernissage ist am 16. Oktober 2022, 15.00 Uhr, in der Galerie des nwwk im Hotel Village statt.
Worpswede
Bergstraße 22, Hotel Village
11:00 - 19:00 Uhr
Details anzeigen
Fritz Overbeck - Die Aquarelle
Die Aquarelle von Fritz Overbeck bilden einen nahezu unbekannten Teil seines Werkes. Er fertigte sie nicht zu Ausstellungszwecken an, sondern nutzte sie als Skizzen, als Annäherungen an Motive und Vorstudien für spätere Ölgemälde auf Leinwand. Es gibt jedoch gute Gründe, diese Arbeiten heute auszustellen: In ihrer Spontaneität und Unmittelbarkeit zeigen sie eine neue Facette des bekannten Worpsweder Malers.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Schreibworkshops mit der Autorin Angelika Sinn Im Rahmen der Ausstellung "Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch".
Schreiben zur Kunst:
Eine literarische Erkundung des Wandels

Schreibworkshops mit der Autorin Angelika Sinn
Im Rahmen der Ausstellung "Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch".
(27. März bis 6. November 2022)

Die Welt im Umbruch, in Veränderung begriffen - wie wollen wir einen Neubeginn gestalten, wie Leben und Sein? Wohin brechen wir auf, wohin führt uns der Wandel?
In den von Angelika Sinn angeleiteten Workshops werden diese Fragen literarisch beleuchtet.
Die Teilnehmer:innen lassen sich inspirieren von den in der Ausstellung präsentierten Werken Heinrich Vogelers sowie zeitgenössischer Künstler:innen zum Thema "Der Neue Mensch". Beim Museumsbesuch werden Eindrücke gesammelt und skizziert, anschließend wird beschrieben und weitergesponnen, Ideen und Visionen nachgegangen, der Phantasie freien Lauf gelassen. In einer ausgiebigen Schreibzeit entstehen Geschichten, Gedichte, Miniaturen, Dialoge oder experimentellen Texte, die anschließend in der Runde vorgestellt werden.

Ort: Große Kunstschau, Worpswede
Veranstalter: kukuwi, Worpsweder Gesellschaft zur Förderung von Kunst, Kultur und Wissenschaft
Kosten: 50,- Euro, ermäßigt., 35,- Euro
Anmeldung: kathrin.klug@aol.de

Die Workshops sind auf 8 Teilnehmer:innen begrenzt.
Anfänger:innen sind ebenso willkommen wie Schreiberfahrene.
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
11:00 - 16:00 Uhr
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Wintermoorpfütze
1. Oktober bis 31. Dezember 2022
(geöffnet Samstag und Sonntag, 11 bis 17 Uhr)


Wie sehe unsere Welt hier ohne die Vierjahreszeiten aus – vieles ist gesagt, geschrieben und gemalt worden zu dem Landschaftsraum Teufelsmoor. Der Künstler Heinz Cymontkowski lebt und arbeitet in den vier Jahreszeiten im Atelier Dorf Teufelsmoor.

Gerade in den kalten Wintertagen, wenn die Spaziergänge auf hartem unebenen Moorboden zu Stolperfallen werden, gilt es, die Landschaft nach den Sommertagen neu zu entdecken: Frost und Schnee – Winterwandelbilder

Wenn die Tage kürzer werden und die Nächte lange dunkel bleiben, ist es Zeit, für die
Blicke dazwischen zu finden. Ausschnitte dieser Zwischen-Zeit werden vom Künstler auf Papier und Öl auf Leinwand gebannt. Die Momente von Einsamkeit
sind die Linien dieser Zeit. Weit draußen im Teufelsmoor werden Pfützen entdeckt, die
Heinz Cymontkowski eingefangen hat - von Zeit zu Zeit leben, entdecken und in Bildern einfangen - iimmer nach der Urform dieser Landschaft Teufelsmoor suchend.

Gezeigt werden in der Ateliersonderausstellung WINTERMOORPFÜTZE Ölbilder, Aquarelle und Zeichnungen.
Osterholz-Scharmbeck
Zur kleinen Reihe 14, Galerie und Atelier Dorf Teufelsmoor
11:00 - 17:00 Uhr
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Fritz Overbeck - Die Aquarelle
Die Aquarelle von Fritz Overbeck bilden einen nahezu unbekannten Teil seines Werkes. Er fertigte sie nicht zu Ausstellungszwecken an, sondern nutzte sie als Skizzen, als Annäherungen an Motive und als Vorstudien für spätere Ölgemälde auf Leinwand. Es gibt jedoch gute Gründe, diese Arbeiten heute auszustellen: In ihrer Spontaneität und Unmittelbarkeit zeigen sie eine neue Facette des berühmten Worpsweder Malers.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:30 - 12:30 Uhr
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REAL ABSTRAKT GENIAL
Drei Künstlerinnen, drei Perspektiven, eine Ausstellung
die zu einem lebendigen Dialog einlädt, der sich aus der Spannung zwischen diesen unterschiedlichen Kunstformaten ergibt.

REAL Ingrid Crum
malt gegenständliche Stilleben. Auf ihren Bildern sind die einzelnen Objekte wie auf einer Bühne aufgestellt, sie treten in den Vordergrung, zum Greifen nahe, während andere in den schattigen Hintergrund zurücktreten. Harmonie und Rhytmus in der Darstellung sind die persönlichen Stilmittel dieser Künstlerin.
ABSTRAKT Melene Bahner
verbindet in ihren abstrakten Arbeiten, Farben, Formen, und Strukturen auf verschiedenen Hintergründen. Sie modelliert die Form mit Licht und Schatten, sie spielt virituos mit Farben und unterschiedlichen Materialien. Spannung, Anregung, Gedankenspiele und versteckte Erzählungen sind in ihren Darstellungen zu finden.
GENIAL Astrid Keller
ist Gold-und Silberschmiedin, sie sucht nach den Möglichkeiten eines Materials und ist dabei bereit ins Extreme zu gehen. Die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft verschmelzen in ihren Händen zu Arbeiten die von einer mysteriösen, unbekannten Schönheit sind.

So ergänzen sich die reale Darstellung, die abstrakte Darstellung und die dreidimensionale Darstellung zu einer künstlerischen Einheit.

Die Ausstellung beginnt am Samstag, den 9. Juli, das Museum ist von 12 bis 17 Uhr geöffnet, die Künstlerinnen sind an diesem Tag anwesend.
Worpswede
Hembergstr. 19, Museum am Modersohn-Haus
12:00 - 17:00 Uhr
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Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
15:00 - 18:00 Uhr
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Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt
Komödie nach dem Roman von Dora Heldt, für die Bühne eingerichtet von Florian Battermann
Osterholz-Scharmbeck
Sandbeckstraße 13, Kulturzentrum Gut Sandbeck
16:00 Uhr
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Montag, 17.10.2022
Diesseits von Babel
Diesseits von Babel
Ulrike Waldeck
Malerei und Fotografie
30. Juni bis 2. Dezember 2022
Die
Worpswede
Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943 - Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Inneren
Otto Modersohn – Fischerhude 1933-1943 –
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern

Gezeigt werden 32 Gemälde aus dem Fischerhuder Spätwerk
Otto Modersohns.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der
Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder
Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist.
Mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen
selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für
ihn eine fruchtbare Schaffenszeit.
Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt
Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und
Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von
Empfindung erfüllt.

Sonderausstellung, nur im Otto-Modersohn-Museum
www.otto-modersohn-museum.de
Otto-Modersohn-Museum
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 Uhr
Details anzeigen
Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen

Dienstag, 18.10.2022
Diesseits von Babel
Diesseits von Babel
Ulrike Waldeck
Malerei und Fotografie
30. Juni bis 2. Dezember 2022
Die
Worpswede
Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Möglichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943 - Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Inneren
Otto Modersohn – Fischerhude 1933-1943 –
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern

Gezeigt werden 32 Gemälde aus dem Fischerhuder Spätwerk
Otto Modersohns.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der
Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder
Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist.
Mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen
selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für
ihn eine fruchtbare Schaffenszeit.
Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt
Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und
Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von
Empfindung erfüllt.

Sonderausstellung, nur im Otto-Modersohn-Museum
www.otto-modersohn-museum.de
Otto-Modersohn-Museum
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 Uhr
Details anzeigen
Fritz Overbeck - Die Aquarelle
Die Aquarelle von Fritz Overbeck bilden einen nahezu unbekannten Teil seines Werkes. Er fertigte sie nicht zu Ausstellungszwecken an, sondern nutzte sie als Skizzen, als Annäherungen an Motive und Vorstudien für spätere Ölgemälde auf Leinwand. Es gibt jedoch gute Gründe, diese Arbeiten heute auszustellen: In ihrer Spontaneität und Unmittelbarkeit zeigen sie eine neue Facette des bekannten Worpsweder Malers.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
14:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen

Mittwoch, 19.10.2022
Diesseits von Babel
Diesseits von Babel
Ulrike Waldeck
Malerei und Fotografie
30. Juni bis 2. Dezember 2022
Die
Worpswede
Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Möglichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943 - Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Inneren
Otto Modersohn – Fischerhude 1933-1943 –
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern

Gezeigt werden 32 Gemälde aus dem Fischerhuder Spätwerk
Otto Modersohns.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der
Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder
Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist.
Mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen
selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für
ihn eine fruchtbare Schaffenszeit.
Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt
Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und
Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von
Empfindung erfüllt.

Sonderausstellung, nur im Otto-Modersohn-Museum
www.otto-modersohn-museum.de
Otto-Modersohn-Museum
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 Uhr
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Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
11:00 - 13:00 Uhr
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Fritz Overbeck - Die Aquarelle
Die Aquarelle von Fritz Overbeck bilden einen nahezu unbekannten Teil seines Werkes. Er fertigte sie nicht zu Ausstellungszwecken an, sondern nutzte sie als Skizzen, als Annäherungen an Motive und Vorstudien für spätere Ölgemälde auf Leinwand. Es gibt jedoch gute Gründe, diese Arbeiten heute auszustellen: In ihrer Spontaneität und Unmittelbarkeit zeigen sie eine neue Facette des bekannten Worpsweder Malers.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
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Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
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REAL ABSTRAKT GENIAL
Drei Künstlerinnen, drei Perspektiven, eine Ausstellung
die zu einem lebendigen Dialog einlädt, der sich aus der Spannung zwischen diesen unterschiedlichen Kunstformaten ergibt.

REAL Ingrid Crum
malt gegenständliche Stilleben. Auf ihren Bildern sind die einzelnen Objekte wie auf einer Bühne aufgestellt, sie treten in den Vordergrung, zum Greifen nahe, während andere in den schattigen Hintergrund zurücktreten. Harmonie und Rhytmus in der Darstellung sind die persönlichen Stilmittel dieser Künstlerin.
ABSTRAKT Melene Bahner
verbindet in ihren abstrakten Arbeiten, Farben, Formen, und Strukturen auf verschiedenen Hintergründen. Sie modelliert die Form mit Licht und Schatten, sie spielt virituos mit Farben und unterschiedlichen Materialien. Spannung, Anregung, Gedankenspiele und versteckte Erzählungen sind in ihren Darstellungen zu finden.
GENIAL Astrid Keller
ist Gold-und Silberschmiedin, sie sucht nach den Möglichkeiten eines Materials und ist dabei bereit ins Extreme zu gehen. Die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft verschmelzen in ihren Händen zu Arbeiten die von einer mysteriösen, unbekannten Schönheit sind.

So ergänzen sich die reale Darstellung, die abstrakte Darstellung und die dreidimensionale Darstellung zu einer künstlerischen Einheit.

Die Ausstellung beginnt am Samstag, den 9. Juli, das Museum ist von 12 bis 17 Uhr geöffnet, die Künstlerinnen sind an diesem Tag anwesend.
Worpswede
Hembergstr. 19, Museum am Modersohn-Haus
12:00 - 17:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Abb.: Heinrich Vogeler, Dornröschen, Wirkteppich, Sammlung Haus im Schluh
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
14:00 - 18:00 Uhr
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Schlafplatzeinflug der Kraniche
Das Phänomen des abendlichen Schlafplatzeinfluges der in der Hammeniederung und der Breddorfer Niederung rastenden Kraniche und Gänse ist ein beeindruckendes Naturschauspiel. In Fahrtgemeinschaften werden die Kraniche zunächst in den Nahrungsgebieten der Breddorfer Niederung beobachtet. Danach fahren wir zum Schlafplatz im Günnemoor.
Mitbringen: Fernglas, wetterfeste Kleidung
Osterholz-Scharmbeck
Lindenstraße 40, Biologische Station Osterholz
15:30 - 19:00 Uhr
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Caspar David Friedrich Romantiker in Umbruchszeiten
Gemälde wie "Der Mönch am Meer" (1808/10) oder "Kreidefelsen auf Rügen"
(um 1818) gehören zu den bekanntesten Werken des 1774 in Greifswald geborenen Caspar David Friedrich. Sie gelten als Inbegriff der malerischen Romantik in Deutschland. Die Religiosität Friedrichs
drückt sich in ihren Motiven in gleicher Weise aus, wie ein intensives Naturstudium, das der Künstler auf seinen ausgedehnten Wanderungen betrieben hat. Aber auch die gravierenden gesellschaftlichen Umbrüche am Beginn des Jahrhunderts, die Befreiungskriege und die sich anschließende Restaurationszeit haben in Friedrichs Kunst ihren Niederschlag gefunden. Der Vortrag führt in Leben und Werk des Künstlers ein und beleuchtet an Bildbeispielen den zeitgeschichtlichen Aufbruch nach 1800 in seinem Werk.
Lilienthal
Klosterstr. 25, Murkens Hof
19:00 - 21:15 Uhr
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Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt
Komödie nach dem Roman von Dora Heldt, für die Bühne eingerichtet von Florian Battermann
Osterholz-Scharmbeck
Sandbeckstraße 13, Kulturzentrum Gut Sandbeck
20:00 Uhr
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Donnerstag, 20.10.2022
Diesseits von Babel
Diesseits von Babel
Ulrike Waldeck
Malerei und Fotografie
30. Juni bis 2. Dezember 2022
Die
Worpswede
Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern
24. September 2022 – 1. Januar 2023

Fischerhude wurde für Otto Modersohn nach dem Tod seiner zweiten Frau, Paula Modersohn-Becker, zum Zufluchtsort, weil ihm Worpswede unerträglich geworden war. In dem abgelegenen und stilleren "Nachbardorf" fand der Künstler die Ruhe und Weltabgeschiedenheit, die er suchte, aber auch eine Fülle neuer Anregungen durch den Ort und die Landschaft mit ihren von alten Bäumen um-säumten Wasserläufen.
Seit 1908 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren verbrachte der Künstler die längste Zeit seines Lebens an diesem Ort, in den Jahren 1930 bis 1935 sommers abwechselnd im Allgäu, wo er zusammen mit seiner dritten Frau, der Sängerin Louise Breling, ein Haus auf dem Gailenberg bei Hinde-lang erworben hatte.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist; mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für ihn eine fruchtbare Schaffenszeit. Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von Empfindung erfüllt. Er vertrat die Überzeugung, dass die Wiedergabe der bloßen Natur-beobachtung im Bilde noch kein Kunstwerk ausmacht:
"Zu einer echten Kunst gehört zweierlei", schreibt er: "Intimes Naturgefühl, Naturverständnis, Naturbeobachtung und gleichzeitig: freie persönliche Auffassung, Phantasie."
Die Natur bildete für Otto Modersohn die "Grammatik", die er zeichnend und skizzierend
unermüdlich studierte. Ebenso gern bediente er sich aber auch dieser Grammatik in der freien Kompositionszeichnung, die das Geschaute auf seine Grundelemente reduzierte. "Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern, vermeidet das Realistisch-naturalistische." Das heißt: "beim Malen nicht nur die Natur anstreben wollen, aus dem Innern gestalten, bereichern." Otto Modersohns späte Bilder zeigen über-wiegend die spätherbstliche oder winterlich verschneite Wümmelandschaft in abendlicher Dämmerung. Die Himmel sind fast immer wolkenverhangen. Eine heimelige Düsternis liegt über den eingeschneiten Dorfstraßen, den Häusern und über dem Friedhof im Abendlicht. Nur selten erscheint seine Palette aufgehellt.
Über den künstlerischen Wert des Spätwerks im Kontext der Kunstgeschichte lässt sich heute nicht länger streiten. Tatsächlich hat sich Otto Modersohn in seiner Bewunderung für Rembrandt und die französische Malerei von Corot bis Cézanne den modernistischen Bestrebungen in Expressionismus und Abstraktion bewusst verschlossen. Seine Stärke lag gerade in seiner Beständigkeit wie in der unerschütterlichen Grundüberzeugung seines Schaffens. Das gewaltige zeichnerische Werk, das nie eine Spur von Erschöpfung und Ermüdung erkennen lässt, bezeugt seine künstlerische Verlässlichkeit. (G.H.)
Otto Modersohn war eine eigene Persönlichkeit. Er ist durch ein langes und unendlich fruchtbares Künstlerleben hindurch seinem Gesetz treu geblieben. Bescheidenheit im formalen Anspruch, Demut vor der Natur und die Fähigkeit, ihrem leisen Atem zu lauschen – das sind Eigenschaften, die er sich von seinen frühesten Studien im Skizzenbuch oder auf der Malpappe an bis an sein Ende
erhalten hat. Diese Eigenschaften sind vereint mit einer nie erlahmenden Neugier gegenüber den Geheimnissen, die sich dem schauenden Auge in der ihn umgebenden Natur boten. (G.B.)

Abbildung:
Otto Modersohn (1865-1943)
Bootschuppen, 1935
Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm
Otto-Modersohn-Stiftung
Foto: Erhard Czysty, Visselhövede/Wittorf
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Möglichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude 1933 - 1943 - Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Inneren
Otto Modersohn – Fischerhude 1933-1943 –
Man reduziert auf das Wesentliche, schafft aus dem Innern

Gezeigt werden 32 Gemälde aus dem Fischerhuder Spätwerk
Otto Modersohns.
Kunsthistorisch gesehen gilt Otto Modersohn vorrangig als der
Mitbegründer und wichtigste Maler der Worpsweder
Künstlerkolonie, mit der sein Ruhm für immer verbunden ist.
Mit dem Umzug nach Fischerhude begab er sich gewissermaßen
selbst ins Abseits. Doch auch die Fischerhuder Jahre waren für
ihn eine fruchtbare Schaffenszeit.
Kennzeichnend für die Gemälde aus dem letzten Lebensjahrzehnt
Otto Modersohns ist das Ungefähre, Dämmerige, Schummrige und
Verträumte. Die Landschaftsmotive seiner Bilder sind stark von
Empfindung erfüllt.

Sonderausstellung, nur im Otto-Modersohn-Museum
www.otto-modersohn-museum.de
Otto-Modersohn-Museum
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 Uhr
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Pia E. van Nuland - Cut and Move II
Durch die von Pia van Nuland präsentierten großformatigen Linoldrucke, komponiert aus bis zu zwölf Farben, die jeweils mit einem eigenen Druckstock aufgebaut werden wird der Betrachter durch die ungewöhnliche Körperhaftigkeit in den Bann gezogen.

Die Vernissage ist am 16. Oktober 2022, 15.00 Uhr, in der Galerie des nwwk im Hotel Village statt.
Worpswede
Bergstraße 22, Hotel Village
11:00 - 19:00 Uhr
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Fritz Overbeck - Die Aquarelle
Die Aquarelle von Fritz Overbeck bilden einen nahezu unbekannten Teil seines Werkes. Er fertigte sie nicht zu Ausstellungszwecken an, sondern nutzte sie als Skizzen, als Annäherungen an Motive und Vorstudien für spätere Ölgemälde auf Leinwand. Es gibt jedoch gute Gründe, diese Arbeiten heute auszustellen: In ihrer Spontaneität und Unmittelbarkeit zeigen sie eine neue Facette des bekannten Worpsweder Malers.
Bremen
Alte Hafenstr. 30, Overbeck-Museum
11:00 - 18:00 Uhr
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Licht und Schatten Wanderungen
Schwarz Weißbilder in Acryl von Wolfgang Petersohn.
Aus Natur kommen wir, mit ihr leben wir. Gleichzeitig ist sie ein Rückzugsort der Ruhe und Harmonie. Die Natur allgemein, die Landschaft, die Orte die uns nahe sind. Eine Inspirationsquelle, ein Ort befreit vom Zeitgeist, der Schnelllebigkeit. Die Dinge ordnen sich an unserem Sehnsuchtsort, werden zum Ideal für Harmonie und Ganzheit.
Wie die Generationen von Künstlern vor uns, sucht Wolfgang Petersohn heute ihre Magie zu erfassen.
Worpswede
Osterweder Str 2, Gute Werke
11:00 - 18:00 Uhr
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REAL ABSTRAKT GENIAL
Drei Künstlerinnen, drei Perspektiven, eine Ausstellung
die zu einem lebendigen Dialog einlädt, der sich aus der Spannung zwischen diesen unterschiedlichen Kunstformaten ergibt.

REAL Ingrid Crum
malt gegenständliche Stilleben. Auf ihren Bildern sind die einzelnen Objekte wie auf einer Bühne aufgestellt, sie treten in den Vordergrung, zum Greifen nahe, während andere in den schattigen Hintergrund zurücktreten. Harmonie und Rhytmus in der Darstellung sind die persönlichen Stilmittel dieser Künstlerin.
ABSTRAKT Melene Bahner
verbindet in ihren abstrakten Arbeiten, Farben, Formen, und Strukturen auf verschiedenen Hintergründen. Sie modelliert die Form mit Licht und Schatten, sie spielt virituos mit Farben und unterschiedlichen Materialien. Spannung, Anregung, Gedankenspiele und versteckte Erzählungen sind in ihren Darstellungen zu finden.
GENIAL Astrid Keller
ist Gold-und Silberschmiedin, sie sucht nach den Möglichkeiten eines Materials und ist dabei bereit ins Extreme zu gehen. Die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft verschmelzen in ihren Händen zu Arbeiten die von einer mysteriösen, unbekannten Schönheit sind.

So ergänzen sich die reale Darstellung, die abstrakte Darstellung und die dreidimensionale Darstellung zu einer künstlerischen Einheit.

Die Ausstellung beginnt am Samstag, den 9. Juli, das Museum ist von 12 bis 17 Uhr geöffnet, die Künstlerinnen sind an diesem Tag anwesend.
Worpswede
Hembergstr. 19, Museum am Modersohn-Haus
12:00 - 17:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eind