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Mai 2022
Sonntag, 22.05.2022
Licht der Welt
Reflexionen
Malerei von Ulla Voßgröne
Die Ausstellung zeigt abstrahierte Malerei in Acryl auf Leinwand als bildliche Assoziationen zum Ausstellungstitel Licht der Welt. Vom Licht in Anlehnung an biblische Themen über das Licht in menschlich-spirituellen Sichtweisen weiterführend zu der Frage, in welchem Licht die Wissenschaft, hier die Astrophysik, die Welt als Ganzes sieht bis hin zu irdischen Lichterscheinungen spannt sich der thematische Bogen der Bilder. Oder anders ausgedrückt: Aus der Perspektive unterschiedlicher Welten wie der Glaubens- oder Lebenswelt, der Welt der Spiritualität oder der Wissenschaft, entstanden diese in Malerei gefassten Sichtweisen. Und wenn im Untertitel des Ausstellungsthemas von Reflexionen die Rede ist, dann ist darunter hier nicht nur reflektierendes Licht zu verstehen. Reflexion, auch im Zusammenhang mit Bildbetrachtung, erweitert Wahrnehmung – auch Selbstreflexion des Einzelnen ebenso wie Reflexion in der Gesellschaft prägt das Licht der Welt.
Worpswede
Hembergstraße 22, Kath. Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Ummel-Lauf in Hepstedt
Veranstaltung der Laufsparte des Sportvereins mit über 200 Teilnehmern. Es finden statt: 10 km Waldlauf, 5 km Waldlauf, 2,8 km Schülerlauf, 0,8 km Kinderlauf, Walken und Wandern. Nachmeldungen sind vor Ort möglich.
Hepstedt
Am Vierenberg, Sportplatz in Hepstedt
09:30 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Museumsverbund Worpswede
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Heinrich Vogeler, Konsolenspiegel (Detail), um 1903, Foto © Jörg Sarbach / Stiftung Haus im Schluh
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Mög-lichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - die Blumenstillleben
Otto-Modersohn-Museum, Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst"
24. April bis 9. Oktober 2022
Neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung
Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst

"Das Schönste wäre ja, wenn ich jenes unbewusste Empfinden, was manchmal
leicht und lieblich in mir summt, figürlich ausdrücken könnte."
Paula Modersohn-Becker


Portraitmalerei ist eine uralte Kunst – bereits im alten Griechenland um 500 vor Christus pflegte man die Kunst des Portraitierens. Auch die neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung widmet sich ganz dem Portrait.
Alle, die was auf sich hielten, ließen sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts portraitieren: Adel, Kaufleute, vom Klerus bis zu den Menschen, die aufgrund ihres sozialen Rangs, als würdig erschienen. Damals diente das Portrait dazu, Personen zu ehren, oder nach deren Tod an sie zu erinnern. Berühmte Künstler wie Albrecht Dürer, Vincent van Gogh oder Max Beckmann entwickelten das Selbstportrait zu einem ganz eigenen Genre.
Versuchte man früher den Menschen naturgetreu in einem Gemälde wiederzugeben, zeigten die Expressionisten viel vom Charakter des Modells.
In der modernen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts rückten die existentiellen Fragen nach der eigenen Identität in den Vordergrund. Hatten sich die Künstler der ersten Worpsweder Generation ganz der Landschaftsmalerei verschrieben, der Darstellung der Natur mit Licht und Schatten, dem hohen Himmel und den Birkenalleen, drängte sich jetzt mehr das eigene Ich in den Fokus. Ein besonderes Kapitel ist das Selbstportrait. Es ist selten Ausdruck von Mangel an Modellen, sondern Spiegelbild der eigenen Empfindung, wie Paula Modersohn Becker es oben im Zitat ausdrückt. In eindringlichen Bildern geht es um die, immer noch hochaktuelle Frage, nach der eigenen Identität, um das Selbst als fremdes Wesen.
Die neue Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" lenkt den Blick auf den Menschen, als wesentlichen Bildinhalt. Neben Bildern aus dem eigenen Bestand der Lilienthaler Kunststiftung sind Bilder aus der Worpsweder Kunststiftung zu sehen, und etliche Werke privater Leihgeber. Darstellungen bekannter Maler wie Fritz Mackensen, Hans am Ende, Ottilie Reylaender oder Tetjus Tügel sind Teil der Ausstellung. Aber auch Bilder unbekannter Weggefährtinnen von Paula Modersohn Becker, wie der bislang kaum bekannten Malerin Frida Witt. Das Besondere: Es werden eine ganze Reihe an Bildern zu sehen sein, die bislang nur in privaten Sammlungen oder in Archiven zu gezeigt wurden. Außerdem wird auch die ganze Sparte der Plastik sowie der Fotografie in der neuen Ausstellung berücksichtigt.
Mit ungefähr 100 Werken figürlicher Malerei, versucht die Lilienthaler Kunststiftung erneut ein Zeichen in der Region zu setzen.
Dabei geht die Kunststiftung mit dieser Ausstellung, zum ersten Mal eine Kooperation mit der in Bremen ansässigen Kunstschule Wandsbeck ein. Kunststudentinnen und -studenten werden sich intensiv mit den Künstlern und deren Motiven auseinandersetzen, und gegen Ende der Ausstellung ihre eigenen Werke zum Thema "Portrait" präsentieren. Wir freuen uns sehr über die Kooperation, die junge Menschen an die regionale Kunst heranführt. Außerdem wird es als Novum eine pädagogische Vermittlung von Kunst für Kinder geben sowie einen Familientag.
Die Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" wird vom 24. April bis zum 9. Oktober in der Lilienthaler Kunststiftung zu sehen sein.
Wir freuen uns auf ihren Besuch, in den frisch sanierten Räumlichkeiten der Kunstschau Lilienthal, in der Trupe 6 in Lilienthal.
Lilienthal
In der Trupe 6, Kunstschau Lilienthal
10:00 - 18:00 Uhr
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Figürliche Darstellungen in der regionalen Kunst
Kunstfrühstück mit Donata Holz. In der Ausstellung der Kunststiftung Lilienthal, die ab Ende März 2022 zu sehen ist, werden Werke von Künstler:innen aus Lilienthal, Worpswede, Fischerhude und Bremen gezeigt.
Lilienthal
Trupe 6, Kunstschau der Kunststiftung
10:30 Uhr
Details anzeigen
Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
11:00 - 13:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Breling und seine Töchter
Als Heinrich Breling sich 1907 endgültig mit seiner Familie in Fischerhude,
dem Ort seiner Kindheit, niederließ, lag bereits ein bewegtes Leben hinter ihm.
Nach dem Kunststudium in Hannover und der Teilnahme am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71
wurde er Maler am Hof des bayerischen Königs Ludwig II. und Professor an der Münchner Kunstaka-demie.
Später machte er sich als Historienmaler großformatiger Schlachtengemälde einen Namen.
Dabei blieb er stets ein Suchender, der immer wieder neue künstlerische Wege beschritt
und seine sechs Töchter ebenfalls darin bestärkte, ihre eigenen Wege zu gehen
– höchst ungewöhnlich in einer Zeit, in der die wenigsten Frauen ein selbstbestimmtes Leben führen durften.
Das Frühwerk Brelings ist durch den Einfluss seines Lehrers Wilhelm von Diez geprägt, der historisch-realistisch malte.
Die Gemälde des Spätwerks hingegen weisen den Weg zu einer allein von der durchdrungenen
Schönheit seiner Malerei getragenen Bildfindung. Seine besondere Wertschätzung galt den französi-schen Impressionisten, Cézanne, Gauguin und van Gogh. Das Zusammenspiel von Luft und Licht und eine strenge Gestaltung zeichnen Brelings
großformatige Fischerhuder Bilder aus. Die souveräne Setzung der Lichter sind charakteristische Merkmale seiner Porträtmalerei.
Brelings Frau Amalie war Pianistin und das Herz der Familie.Ihre Töchter waren ebenfalls künstlerisch begabt. Amelie wurde Malerin und Bildhauerin, Louise Opernsängerin und Malerin, Jossie Klavierlehre-rin und Komponistin, Haina Weberin und Olga Tänzerin und Malerin. Einzig Emma schlug einen ande-ren Weg ein. Sie wurde nach ihrer Ausbildung als Bürokauffrau schließlich in der Fischerhuder Ge-meindeverwaltung tätig.
Das Buch »Heinrich Breling und seine Töchter« erscheint zur gleichnamigen Ausstellung im Kunstver-ein Fischerhude im Dezember 2021.
Fischerhude
Im Krummen Ort 2, Kunstverein Fischerhude in Buthmanns Hof
11:00 - 17:00 Uhr
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Lustige Bilder von Hanno
Mit Schwung und Elan malt Hanno Bilder und dichtet dazu.
Er freut sich sehr darüber.

Gezeigt werden Bilder mit Gedichten
Selbstgestaltete Mappen und
Büchlein
Worpswede
Osterweder Str 2, "Gute Werke" Ottersberger Manufakturen
11:00 Uhr
Details anzeigen
Ansgar Skiba - Natur
Im Werk des Malers Ansgar Skiba wird die Natur zum Ereignis. Die Sinnlichkeit seines pastosen Farbauftrags spiegelt ein Überwältigtsein von der Natur wider, deren Reichtum an Form und Farbe die alltäglichen Sehgewohnheiten herausfordert. In seinen Zeichnungen mit Tusche oder Silberstift hingegen geht Ansgar Skiba ganz von der Linie aus. Einzig durch Verdichtung und Überlappung der Linienführung entstehen Schattierungen und sodann eine räumliche Tiefe, die landschaftliche Eindrücke offenbart.
Bremen
Alte Hafenstr. 30
11:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Naturverzweigungen
2. April bis 26. Juni 2022
(geöffnet Samstag und Sonntag, 11 bis 17 Uhr)


Spannen wir einen Bogen über das bisherige Lebenswerk des Künstlers Heinz Cymontkowski so sehen wir Werke in vielfältigen Darstellungsweisen, Formen, Farben und Materialien.
Der Künstler hat in seinem Atelier im Teufelsmoor, im Nahbereich von Worpswede, schon mehrfach das Thema Mensch und Natur aufgegriffen.
Das Atelierprojekt findet in einer Zeit statt, in der die Natur in eine neue Jahreszeit springt:
Im Erdreich und über der Erde entstehen neue Verzweigungen, im Wurzelwerk und in der Flora. Auch die Gedanken des Künstlers verästeln und verzweigen sich zu neuen Gedankenwelten.
Der Künstler greift diese neuen Naturbeziehungen auf und verästelt sie in seinen Pinselschwingungen auf die Leinwand oder in bei den Zeichnungen auf Papier.

NATURVERZWEIGUNGEN– darunter versteht der Künstler Heinz Cymontkowski das Eingehen des Menschen auf die Natur, das sich Einlassen auf seine Naturbeziehungen.

Über das Sehen und Verstehen des Umfelds des Künstlers– sei es Natur-, Menschen- oder Gesellschaftsraum – sind im Augenblick des Durchlebten die gezeigten Werke entstanden.
Das Leben erleben, verstehen und Darstellungslösungen formen auf Papier, Leinwand oder anderen Materialien steht hinter der künstlerischen Arbeit.

Im Atelier im Teufelsmoor wird der Spannungsbogen Zeit in unterschiedlicher Art sichtbar gemacht.
Gezeigt werden Ölbilder, Aquarelle und Zeichnungen
Osterholz-Scharmbeck
Zur kleinen Reihe 14, Galerie und Atelier Dorf Teufelsmoor
11:00 - 17:00 Uhr
Details anzeigen
Frühling - Bilder aus dem alten Worpswede
Die Urtümlichkeit der Teufelsmoorlandschaft, die Natur im Wechsel der Jahreszeiten und das bisweilen grandiose Licht über dem Weyerberg haben die ersten Maler nach Worpswede gezogen. So auch Heinrich Vogeler, zu dessen 150. Geburtstag in der Galerie Cohrs-Zirus eine erlesene Auswahl seiner Graphiken präsentiert wird — begleitet von Bildern, Graphiken und Plastiken der Künstler der 1. und 2. Generation bis heute.

Abb.: H. Vogeler (1872-1942): Die Lerche, 1899

Öffnungszeiten: Sa+So 11-13 und 14-18 Uhr
Worpswede
Bergstraße 33, Galerie Cohrs-Zirus
11:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Torfkahnrundfahrt auf der Hamme
Unternehmen Sie einen Ausflug auf dem Torfkahn ab Worpswede auf der Hamme.

Die schwarzen Dielenboote mit den braunen Segeln waren einst das einzige Verkehrsmittel im nassen Teufelsmoor. Heute sind unsere aus Eichenbohlen selbst nachgebauten und mit geräuscharmen elektrischen Motoren ausgestatteten Torfkähne mit Ausflugsgästen unterwegs auf den Pfaden der alten Moorbauern.

Entdecken Sie die reizvolle Natur des Teufelsmoores und die Weite der Hammeniederung klimafreundlich vom Wasser aus. Während der Torfkahnfahrt erzählen die Skipper Geschichten aus alten Zeiten.
In der Sommersaison von Mai bis Oktober bieten wir regelmäßige Torfkahnfahrten an.
Worpswede
Hammeweg 12, Anleger am Hammehafen neben Wohnmobilstellplatz
12:00 - 13:30 Uhr
Details anzeigen
Klatsch + Match
Das Blaue Haus präsentiert 11 einzigartige Werke, 11 Dialoge zwischen Künstler:innen mit und ohne psychischen und geistigen Einschränkungen.

Sich auf die Zusammenarbeit mit einem unbekannten Gegenüber einzulassen, war eine große Herausforderung: das eigene Bild auf eine Reise zu schicken, deren Ausgang ungewiss war ; ein Prozess, der mit Erwartungen, Vorfreude zum Teil auch mit Skepsis verbunden war. (Projekttheater Klatschmohn)
Worpswede
Findorffstr. 9
13:00 - 17:00 Uhr
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Torfkahnrundfahrt auf der Hamme
Unternehmen Sie einen Ausflug auf dem Torfkahn ab Worpswede auf der Hamme.

Die schwarzen Dielenboote mit den braunen Segeln waren einst das einzige Verkehrsmittel im nassen Teufelsmoor. Heute sind unsere aus Eichenbohlen selbst nachgebauten und mit geräuscharmen elektrischen Motoren ausgestatteten Torfkähne mit Ausflugsgästen unterwegs auf den Pfaden der alten Moorbauern.

Entdecken Sie die reizvolle Natur des Teufelsmoores und die Weite der Hammeniederung klimafreundlich vom Wasser aus. Während der Torfkahnfahrt erzählen die Skipper Geschichten aus alten Zeiten.
In der Sommersaison von Mai bis Oktober bieten wir regelmäßige Torfkahnfahrten an.
Worpswede
Hammeweg 12, Anleger am Hammehafen neben Wohnmobilstellplatz
14:00 - 15:30 Uhr
Details anzeigen
Ausstellung - Hans Jürgen Wormeck
Hans Jürgen Wormeck
Silberzeit Säurezeit Tonzeit
Worpswede
Bergstraße 22, Galerie des nwwk im Village
15:00 Uhr
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(K)eine Vogelhochzeit
Mit diesem Musik-Theater-Stück für die Museumsanlage Osterholz möchte das Bremer Tourneetheater kleinen und großen Zuschauern Einblick in die fantastische Vogelwelt der Region geben, zu einem bewussten, positiven Umgang mit unserer Natur anregen und dabei glänzend unterhalten.
Durch das Stück führt ein Barde, der eigentlich nur Eines im Sinn hat: Dem Publikum ein Lied vorzusingen. Davon wird er jedoch immer wieder abgehalten- von den Freunden Didi und Dodo, Madame Zaza und einem wilden Raben.
Osterholz-Scharmbeck
Bördestraße 42, Museumsanlage Osterholz
15:00 - 16:30 Uhr
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Worpsweder Orgelmusik
Orchesterkonzert
Kammerorchester Horn-Lehe
Leitung: Karsten Dehning-Busse
Martin Dehning - Violine
Johannes Dehning - Klavier
Werke von Wolfgang Amadeus Mozart
Violinkonzert A-Dur KV 219
Klavierkonzert A-Dur KV 488
Worpswede
An der Kirche 3, Zionskirche
17:00 - 18:15 Uhr
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Montag, 23.05.2022
Licht der Welt
Reflexionen
Malerei von Ulla Voßgröne
Die Ausstellung zeigt abstrahierte Malerei in Acryl auf Leinwand als bildliche Assoziationen zum Ausstellungstitel Licht der Welt. Vom Licht in Anlehnung an biblische Themen über das Licht in menschlich-spirituellen Sichtweisen weiterführend zu der Frage, in welchem Licht die Wissenschaft, hier die Astrophysik, die Welt als Ganzes sieht bis hin zu irdischen Lichterscheinungen spannt sich der thematische Bogen der Bilder. Oder anders ausgedrückt: Aus der Perspektive unterschiedlicher Welten wie der Glaubens- oder Lebenswelt, der Welt der Spiritualität oder der Wissenschaft, entstanden diese in Malerei gefassten Sichtweisen. Und wenn im Untertitel des Ausstellungsthemas von Reflexionen die Rede ist, dann ist darunter hier nicht nur reflektierendes Licht zu verstehen. Reflexion, auch im Zusammenhang mit Bildbetrachtung, erweitert Wahrnehmung – auch Selbstreflexion des Einzelnen ebenso wie Reflexion in der Gesellschaft prägt das Licht der Welt.
Worpswede
Hembergstraße 22, Kath. Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Wann wird es endlich anders? Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
Wann wird es endlich anders?
Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
zu sehen im Ritterhuder Rathaus, Riesstraße 40
während der Öffnungszeiten des Rathaus Ritterhude
Mo - Fr 08.30 – 12.00 Uhr
Mo + Di 14.00 – 16.00 Uhr
Do 14.00 – 18.00 Uhr
Ritterhude
Riesstraße 40, Rathaus Ritterhude
08:30 - 12:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - die Blumenstillleben
Otto-Modersohn-Museum, Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Lustige Bilder von Hanno
Mit Schwung und Elan malt Hanno Bilder und dichtet dazu.
Er freut sich sehr darüber.

Gezeigt werden Bilder mit Gedichten
Selbstgestaltete Mappen und
Büchlein
Worpswede
Osterweder Str 2, "Gute Werke" Ottersberger Manufakturen
11:00 Uhr
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Ansgar Skiba - Natur
Im Werk des Malers Ansgar Skiba wird die Natur zum Ereignis. Die Sinnlichkeit seines pastosen Farbauftrags spiegelt ein Überwältigtsein von der Natur wider, deren Reichtum an Form und Farbe die alltäglichen Sehgewohnheiten herausfordert. In seinen Zeichnungen mit Tusche oder Silberstift hingegen geht Ansgar Skiba ganz von der Linie aus. Einzig durch Verdichtung und Überlappung der Linienführung entstehen Schattierungen und sodann eine räumliche Tiefe, die landschaftliche Eindrücke offenbart.
Bremen
Alte Hafenstr. 30
11:00 - 18:00 Uhr
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Ausstellung - Hans Jürgen Wormeck
Hans Jürgen Wormeck
Silberzeit Säurezeit Tonzeit
Worpswede
Bergstraße 22, Galerie des nwwk im Village
15:00 Uhr
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Dienstag, 24.05.2022
Licht der Welt
Reflexionen
Malerei von Ulla Voßgröne
Die Ausstellung zeigt abstrahierte Malerei in Acryl auf Leinwand als bildliche Assoziationen zum Ausstellungstitel Licht der Welt. Vom Licht in Anlehnung an biblische Themen über das Licht in menschlich-spirituellen Sichtweisen weiterführend zu der Frage, in welchem Licht die Wissenschaft, hier die Astrophysik, die Welt als Ganzes sieht bis hin zu irdischen Lichterscheinungen spannt sich der thematische Bogen der Bilder. Oder anders ausgedrückt: Aus der Perspektive unterschiedlicher Welten wie der Glaubens- oder Lebenswelt, der Welt der Spiritualität oder der Wissenschaft, entstanden diese in Malerei gefassten Sichtweisen. Und wenn im Untertitel des Ausstellungsthemas von Reflexionen die Rede ist, dann ist darunter hier nicht nur reflektierendes Licht zu verstehen. Reflexion, auch im Zusammenhang mit Bildbetrachtung, erweitert Wahrnehmung – auch Selbstreflexion des Einzelnen ebenso wie Reflexion in der Gesellschaft prägt das Licht der Welt.
Worpswede
Hembergstraße 22, Kath. Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Wann wird es endlich anders? Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
Wann wird es endlich anders?
Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
zu sehen im Ritterhuder Rathaus, Riesstraße 40
während der Öffnungszeiten des Rathaus Ritterhude
Mo - Fr 08.30 – 12.00 Uhr
Mo + Di 14.00 – 16.00 Uhr
Do 14.00 – 18.00 Uhr
Ritterhude
Riesstraße 40, Rathaus Ritterhude
08:30 - 12:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Museumsverbund Worpswede
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Mög-lichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - die Blumenstillleben
Otto-Modersohn-Museum, Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Lustige Bilder von Hanno
Mit Schwung und Elan malt Hanno Bilder und dichtet dazu.
Er freut sich sehr darüber.

Gezeigt werden Bilder mit Gedichten
Selbstgestaltete Mappen und
Büchlein
Worpswede
Osterweder Str 2, "Gute Werke" Ottersberger Manufakturen
11:00 Uhr
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Ansgar Skiba - Natur
Im Werk des Malers Ansgar Skiba wird die Natur zum Ereignis. Die Sinnlichkeit seines pastosen Farbauftrags spiegelt ein Überwältigtsein von der Natur wider, deren Reichtum an Form und Farbe die alltäglichen Sehgewohnheiten herausfordert. In seinen Zeichnungen mit Tusche oder Silberstift hingegen geht Ansgar Skiba ganz von der Linie aus. Einzig durch Verdichtung und Überlappung der Linienführung entstehen Schattierungen und sodann eine räumliche Tiefe, die landschaftliche Eindrücke offenbart.
Bremen
Alte Hafenstr. 30
11:00 - 18:00 Uhr
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Torfkahnrundfahrt auf der Hamme
Unternehmen Sie einen Ausflug auf dem Torfkahn ab Worpswede auf der Hamme.

Die schwarzen Dielenboote mit den braunen Segeln waren einst das einzige Verkehrsmittel im nassen Teufelsmoor. Heute sind unsere aus Eichenbohlen selbst nachgebauten und mit geräuscharmen elektrischen Motoren ausgestatteten Torfkähne mit Ausflugsgästen unterwegs auf den Pfaden der alten Moorbauern.

Entdecken Sie die reizvolle Natur des Teufelsmoores und die Weite der Hammeniederung klimafreundlich vom Wasser aus. Während der Torfkahnfahrt erzählen die Skipper Geschichten aus alten Zeiten.
In der Sommersaison von Mai bis Oktober bieten wir regelmäßige Torfkahnfahrten an.
Worpswede
Hammeweg 12, Anleger am Hammehafen neben Wohnmobilstellplatz
14:00 - 15:30 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Heinrich Vogeler, Konsolenspiegel (Detail), um 1903, Foto © Jörg Sarbach / Stiftung Haus im Schluh
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
14:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst"
24. April bis 9. Oktober 2022
Neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung
Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst

"Das Schönste wäre ja, wenn ich jenes unbewusste Empfinden, was manchmal
leicht und lieblich in mir summt, figürlich ausdrücken könnte."
Paula Modersohn-Becker


Portraitmalerei ist eine uralte Kunst – bereits im alten Griechenland um 500 vor Christus pflegte man die Kunst des Portraitierens. Auch die neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung widmet sich ganz dem Portrait.
Alle, die was auf sich hielten, ließen sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts portraitieren: Adel, Kaufleute, vom Klerus bis zu den Menschen, die aufgrund ihres sozialen Rangs, als würdig erschienen. Damals diente das Portrait dazu, Personen zu ehren, oder nach deren Tod an sie zu erinnern. Berühmte Künstler wie Albrecht Dürer, Vincent van Gogh oder Max Beckmann entwickelten das Selbstportrait zu einem ganz eigenen Genre.
Versuchte man früher den Menschen naturgetreu in einem Gemälde wiederzugeben, zeigten die Expressionisten viel vom Charakter des Modells.
In der modernen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts rückten die existentiellen Fragen nach der eigenen Identität in den Vordergrund. Hatten sich die Künstler der ersten Worpsweder Generation ganz der Landschaftsmalerei verschrieben, der Darstellung der Natur mit Licht und Schatten, dem hohen Himmel und den Birkenalleen, drängte sich jetzt mehr das eigene Ich in den Fokus. Ein besonderes Kapitel ist das Selbstportrait. Es ist selten Ausdruck von Mangel an Modellen, sondern Spiegelbild der eigenen Empfindung, wie Paula Modersohn Becker es oben im Zitat ausdrückt. In eindringlichen Bildern geht es um die, immer noch hochaktuelle Frage, nach der eigenen Identität, um das Selbst als fremdes Wesen.
Die neue Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" lenkt den Blick auf den Menschen, als wesentlichen Bildinhalt. Neben Bildern aus dem eigenen Bestand der Lilienthaler Kunststiftung sind Bilder aus der Worpsweder Kunststiftung zu sehen, und etliche Werke privater Leihgeber. Darstellungen bekannter Maler wie Fritz Mackensen, Hans am Ende, Ottilie Reylaender oder Tetjus Tügel sind Teil der Ausstellung. Aber auch Bilder unbekannter Weggefährtinnen von Paula Modersohn Becker, wie der bislang kaum bekannten Malerin Frida Witt. Das Besondere: Es werden eine ganze Reihe an Bildern zu sehen sein, die bislang nur in privaten Sammlungen oder in Archiven zu gezeigt wurden. Außerdem wird auch die ganze Sparte der Plastik sowie der Fotografie in der neuen Ausstellung berücksichtigt.
Mit ungefähr 100 Werken figürlicher Malerei, versucht die Lilienthaler Kunststiftung erneut ein Zeichen in der Region zu setzen.
Dabei geht die Kunststiftung mit dieser Ausstellung, zum ersten Mal eine Kooperation mit der in Bremen ansässigen Kunstschule Wandsbeck ein. Kunststudentinnen und -studenten werden sich intensiv mit den Künstlern und deren Motiven auseinandersetzen, und gegen Ende der Ausstellung ihre eigenen Werke zum Thema "Portrait" präsentieren. Wir freuen uns sehr über die Kooperation, die junge Menschen an die regionale Kunst heranführt. Außerdem wird es als Novum eine pädagogische Vermittlung von Kunst für Kinder geben sowie einen Familientag.
Die Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" wird vom 24. April bis zum 9. Oktober in der Lilienthaler Kunststiftung zu sehen sein.
Wir freuen uns auf ihren Besuch, in den frisch sanierten Räumlichkeiten der Kunstschau Lilienthal, in der Trupe 6 in Lilienthal.
Lilienthal
In der Trupe 6, Kunstschau Lilienthal
14:00 - 18:00 Uhr
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Ausstellung - Hans Jürgen Wormeck
Hans Jürgen Wormeck
Silberzeit Säurezeit Tonzeit
Worpswede
Bergstraße 22, Galerie des nwwk im Village
15:00 Uhr
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Mittwoch, 25.05.2022
Licht der Welt
Reflexionen
Malerei von Ulla Voßgröne
Die Ausstellung zeigt abstrahierte Malerei in Acryl auf Leinwand als bildliche Assoziationen zum Ausstellungstitel Licht der Welt. Vom Licht in Anlehnung an biblische Themen über das Licht in menschlich-spirituellen Sichtweisen weiterführend zu der Frage, in welchem Licht die Wissenschaft, hier die Astrophysik, die Welt als Ganzes sieht bis hin zu irdischen Lichterscheinungen spannt sich der thematische Bogen der Bilder. Oder anders ausgedrückt: Aus der Perspektive unterschiedlicher Welten wie der Glaubens- oder Lebenswelt, der Welt der Spiritualität oder der Wissenschaft, entstanden diese in Malerei gefassten Sichtweisen. Und wenn im Untertitel des Ausstellungsthemas von Reflexionen die Rede ist, dann ist darunter hier nicht nur reflektierendes Licht zu verstehen. Reflexion, auch im Zusammenhang mit Bildbetrachtung, erweitert Wahrnehmung – auch Selbstreflexion des Einzelnen ebenso wie Reflexion in der Gesellschaft prägt das Licht der Welt.
Worpswede
Hembergstraße 22, Kath. Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Wann wird es endlich anders? Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
Wann wird es endlich anders?
Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
zu sehen im Ritterhuder Rathaus, Riesstraße 40
während der Öffnungszeiten des Rathaus Ritterhude
Mo - Fr 08.30 – 12.00 Uhr
Mo + Di 14.00 – 16.00 Uhr
Do 14.00 – 18.00 Uhr
Ritterhude
Riesstraße 40, Rathaus Ritterhude
08:30 - 12:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Museumsverbund Worpswede
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Mög-lichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - die Blumenstillleben
Otto-Modersohn-Museum, Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
11:00 - 13:00 Uhr
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Lustige Bilder von Hanno
Mit Schwung und Elan malt Hanno Bilder und dichtet dazu.
Er freut sich sehr darüber.

Gezeigt werden Bilder mit Gedichten
Selbstgestaltete Mappen und
Büchlein
Worpswede
Osterweder Str 2, "Gute Werke" Ottersberger Manufakturen
11:00 Uhr
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Ansgar Skiba - Natur
Im Werk des Malers Ansgar Skiba wird die Natur zum Ereignis. Die Sinnlichkeit seines pastosen Farbauftrags spiegelt ein Überwältigtsein von der Natur wider, deren Reichtum an Form und Farbe die alltäglichen Sehgewohnheiten herausfordert. In seinen Zeichnungen mit Tusche oder Silberstift hingegen geht Ansgar Skiba ganz von der Linie aus. Einzig durch Verdichtung und Überlappung der Linienführung entstehen Schattierungen und sodann eine räumliche Tiefe, die landschaftliche Eindrücke offenbart.
Bremen
Alte Hafenstr. 30
11:00 - 18:00 Uhr
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Klatsch + Match
Das Blaue Haus präsentiert 11 einzigartige Werke, 11 Dialoge zwischen Künstler:innen mit und ohne psychischen und geistigen Einschränkungen.

Sich auf die Zusammenarbeit mit einem unbekannten Gegenüber einzulassen, war eine große Herausforderung: das eigene Bild auf eine Reise zu schicken, deren Ausgang ungewiss war ; ein Prozess, der mit Erwartungen, Vorfreude zum Teil auch mit Skepsis verbunden war. (Projekttheater Klatschmohn)
Worpswede
Findorffstr. 9
13:00 - 17:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Heinrich Vogeler, Konsolenspiegel (Detail), um 1903, Foto © Jörg Sarbach / Stiftung Haus im Schluh
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
14:00 - 18:00 Uhr
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Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst"
24. April bis 9. Oktober 2022
Neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung
Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst

"Das Schönste wäre ja, wenn ich jenes unbewusste Empfinden, was manchmal
leicht und lieblich in mir summt, figürlich ausdrücken könnte."
Paula Modersohn-Becker


Portraitmalerei ist eine uralte Kunst – bereits im alten Griechenland um 500 vor Christus pflegte man die Kunst des Portraitierens. Auch die neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung widmet sich ganz dem Portrait.
Alle, die was auf sich hielten, ließen sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts portraitieren: Adel, Kaufleute, vom Klerus bis zu den Menschen, die aufgrund ihres sozialen Rangs, als würdig erschienen. Damals diente das Portrait dazu, Personen zu ehren, oder nach deren Tod an sie zu erinnern. Berühmte Künstler wie Albrecht Dürer, Vincent van Gogh oder Max Beckmann entwickelten das Selbstportrait zu einem ganz eigenen Genre.
Versuchte man früher den Menschen naturgetreu in einem Gemälde wiederzugeben, zeigten die Expressionisten viel vom Charakter des Modells.
In der modernen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts rückten die existentiellen Fragen nach der eigenen Identität in den Vordergrund. Hatten sich die Künstler der ersten Worpsweder Generation ganz der Landschaftsmalerei verschrieben, der Darstellung der Natur mit Licht und Schatten, dem hohen Himmel und den Birkenalleen, drängte sich jetzt mehr das eigene Ich in den Fokus. Ein besonderes Kapitel ist das Selbstportrait. Es ist selten Ausdruck von Mangel an Modellen, sondern Spiegelbild der eigenen Empfindung, wie Paula Modersohn Becker es oben im Zitat ausdrückt. In eindringlichen Bildern geht es um die, immer noch hochaktuelle Frage, nach der eigenen Identität, um das Selbst als fremdes Wesen.
Die neue Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" lenkt den Blick auf den Menschen, als wesentlichen Bildinhalt. Neben Bildern aus dem eigenen Bestand der Lilienthaler Kunststiftung sind Bilder aus der Worpsweder Kunststiftung zu sehen, und etliche Werke privater Leihgeber. Darstellungen bekannter Maler wie Fritz Mackensen, Hans am Ende, Ottilie Reylaender oder Tetjus Tügel sind Teil der Ausstellung. Aber auch Bilder unbekannter Weggefährtinnen von Paula Modersohn Becker, wie der bislang kaum bekannten Malerin Frida Witt. Das Besondere: Es werden eine ganze Reihe an Bildern zu sehen sein, die bislang nur in privaten Sammlungen oder in Archiven zu gezeigt wurden. Außerdem wird auch die ganze Sparte der Plastik sowie der Fotografie in der neuen Ausstellung berücksichtigt.
Mit ungefähr 100 Werken figürlicher Malerei, versucht die Lilienthaler Kunststiftung erneut ein Zeichen in der Region zu setzen.
Dabei geht die Kunststiftung mit dieser Ausstellung, zum ersten Mal eine Kooperation mit der in Bremen ansässigen Kunstschule Wandsbeck ein. Kunststudentinnen und -studenten werden sich intensiv mit den Künstlern und deren Motiven auseinandersetzen, und gegen Ende der Ausstellung ihre eigenen Werke zum Thema "Portrait" präsentieren. Wir freuen uns sehr über die Kooperation, die junge Menschen an die regionale Kunst heranführt. Außerdem wird es als Novum eine pädagogische Vermittlung von Kunst für Kinder geben sowie einen Familientag.
Die Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" wird vom 24. April bis zum 9. Oktober in der Lilienthaler Kunststiftung zu sehen sein.
Wir freuen uns auf ihren Besuch, in den frisch sanierten Räumlichkeiten der Kunstschau Lilienthal, in der Trupe 6 in Lilienthal.
Lilienthal
In der Trupe 6, Kunstschau Lilienthal
14:00 - 18:00 Uhr
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Ausstellung - Hans Jürgen Wormeck
Hans Jürgen Wormeck
Silberzeit Säurezeit Tonzeit
Worpswede
Bergstraße 22, Galerie des nwwk im Village
15:00 Uhr
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Norddeutsche Tanztage 2022
Nach 2 jähriger Zwangspause finden über Himmelfahrt 2022 wieder die Norddeutschen Tanztage statt. Vom 25.- 29. Mai erwartet Dich in unserem Tanzcamp ein tolles Programm mit erstklassigen Tänzer und Tanzlehrer aus dem In- und Ausland sowie großartige Repetitoren, die den Tanzunterricht live begleiten. Mehr Informationen findest du auf unserer Website: https://norddeutsche-tanztage.de
Worpswede
Hammeweg 2, Jugendherberge Worpswede
18:00 Uhr
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Donnerstag, 26.05.2022
Licht der Welt
Reflexionen
Malerei von Ulla Voßgröne
Die Ausstellung zeigt abstrahierte Malerei in Acryl auf Leinwand als bildliche Assoziationen zum Ausstellungstitel Licht der Welt. Vom Licht in Anlehnung an biblische Themen über das Licht in menschlich-spirituellen Sichtweisen weiterführend zu der Frage, in welchem Licht die Wissenschaft, hier die Astrophysik, die Welt als Ganzes sieht bis hin zu irdischen Lichterscheinungen spannt sich der thematische Bogen der Bilder. Oder anders ausgedrückt: Aus der Perspektive unterschiedlicher Welten wie der Glaubens- oder Lebenswelt, der Welt der Spiritualität oder der Wissenschaft, entstanden diese in Malerei gefassten Sichtweisen. Und wenn im Untertitel des Ausstellungsthemas von Reflexionen die Rede ist, dann ist darunter hier nicht nur reflektierendes Licht zu verstehen. Reflexion, auch im Zusammenhang mit Bildbetrachtung, erweitert Wahrnehmung – auch Selbstreflexion des Einzelnen ebenso wie Reflexion in der Gesellschaft prägt das Licht der Welt.
Worpswede
Hembergstraße 22, Kath. Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Wann wird es endlich anders? Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
Wann wird es endlich anders?
Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
zu sehen im Ritterhuder Rathaus, Riesstraße 40
während der Öffnungszeiten des Rathaus Ritterhude
Mo - Fr 08.30 – 12.00 Uhr
Mo + Di 14.00 – 16.00 Uhr
Do 14.00 – 18.00 Uhr
Ritterhude
Riesstraße 40, Rathaus Ritterhude
08:30 - 12:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Museumsverbund Worpswede
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Mög-lichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - die Blumenstillleben
Otto-Modersohn-Museum, Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
11:00 - 13:00 Uhr
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Lustige Bilder von Hanno
Mit Schwung und Elan malt Hanno Bilder und dichtet dazu.
Er freut sich sehr darüber.

Gezeigt werden Bilder mit Gedichten
Selbstgestaltete Mappen und
Büchlein
Worpswede
Osterweder Str 2, "Gute Werke" Ottersberger Manufakturen
11:00 Uhr
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Ansgar Skiba - Natur
Im Werk des Malers Ansgar Skiba wird die Natur zum Ereignis. Die Sinnlichkeit seines pastosen Farbauftrags spiegelt ein Überwältigtsein von der Natur wider, deren Reichtum an Form und Farbe die alltäglichen Sehgewohnheiten herausfordert. In seinen Zeichnungen mit Tusche oder Silberstift hingegen geht Ansgar Skiba ganz von der Linie aus. Einzig durch Verdichtung und Überlappung der Linienführung entstehen Schattierungen und sodann eine räumliche Tiefe, die landschaftliche Eindrücke offenbart.
Bremen
Alte Hafenstr. 30
11:00 - 18:00 Uhr
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öffentliche Museumsführung • Barkenhoff
Kosten: 5 Euro, zzgl. Eintritt
Dauer: 45 Minuten
Begrenzte Teilnehmerzahl: max. 20 Personen
Nur mit vorheriger Anmeldung über die Tourist-Information unter 04792 935820
Worpswede
Ostendorfer Str. 1, Barkenhoff
12:00 - 12:45 Uhr
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Klatsch + Match
Das Blaue Haus präsentiert 11 einzigartige Werke, 11 Dialoge zwischen Künstler:innen mit und ohne psychischen und geistigen Einschränkungen.

Sich auf die Zusammenarbeit mit einem unbekannten Gegenüber einzulassen, war eine große Herausforderung: das eigene Bild auf eine Reise zu schicken, deren Ausgang ungewiss war ; ein Prozess, der mit Erwartungen, Vorfreude zum Teil auch mit Skepsis verbunden war. (Projekttheater Klatschmohn)
Worpswede
Findorffstr. 9
13:00 - 17:00 Uhr
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Heinrich Breling und seine Töchter
Als Heinrich Breling sich 1907 endgültig mit seiner Familie in Fischerhude,
dem Ort seiner Kindheit, niederließ, lag bereits ein bewegtes Leben hinter ihm.
Nach dem Kunststudium in Hannover und der Teilnahme am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71
wurde er Maler am Hof des bayerischen Königs Ludwig II. und Professor an der Münchner Kunstaka-demie.
Später machte er sich als Historienmaler großformatiger Schlachtengemälde einen Namen.
Dabei blieb er stets ein Suchender, der immer wieder neue künstlerische Wege beschritt
und seine sechs Töchter ebenfalls darin bestärkte, ihre eigenen Wege zu gehen
– höchst ungewöhnlich in einer Zeit, in der die wenigsten Frauen ein selbstbestimmtes Leben führen durften.
Das Frühwerk Brelings ist durch den Einfluss seines Lehrers Wilhelm von Diez geprägt, der historisch-realistisch malte.
Die Gemälde des Spätwerks hingegen weisen den Weg zu einer allein von der durchdrungenen
Schönheit seiner Malerei getragenen Bildfindung. Seine besondere Wertschätzung galt den französi-schen Impressionisten, Cézanne, Gauguin und van Gogh. Das Zusammenspiel von Luft und Licht und eine strenge Gestaltung zeichnen Brelings
großformatige Fischerhuder Bilder aus. Die souveräne Setzung der Lichter sind charakteristische Merkmale seiner Porträtmalerei.
Brelings Frau Amalie war Pianistin und das Herz der Familie.Ihre Töchter waren ebenfalls künstlerisch begabt. Amelie wurde Malerin und Bildhauerin, Louise Opernsängerin und Malerin, Jossie Klavierlehre-rin und Komponistin, Haina Weberin und Olga Tänzerin und Malerin. Einzig Emma schlug einen ande-ren Weg ein. Sie wurde nach ihrer Ausbildung als Bürokauffrau schließlich in der Fischerhuder Ge-meindeverwaltung tätig.
Das Buch »Heinrich Breling und seine Töchter« erscheint zur gleichnamigen Ausstellung im Kunstver-ein Fischerhude im Dezember 2021.
Fischerhude
Im Krummen Ort 2, Kunstverein Fischerhude in Buthmanns Hof
14:00 - 17:00 Uhr
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Torfkahnrundfahrt auf der Hamme
Unternehmen Sie einen Ausflug auf dem Torfkahn ab Worpswede auf der Hamme.

Die schwarzen Dielenboote mit den braunen Segeln waren einst das einzige Verkehrsmittel im nassen Teufelsmoor. Heute sind unsere aus Eichenbohlen selbst nachgebauten und mit geräuscharmen elektrischen Motoren ausgestatteten Torfkähne mit Ausflugsgästen unterwegs auf den Pfaden der alten Moorbauern.

Entdecken Sie die reizvolle Natur des Teufelsmoores und die Weite der Hammeniederung klimafreundlich vom Wasser aus. Während der Torfkahnfahrt erzählen die Skipper Geschichten aus alten Zeiten.
In der Sommersaison von Mai bis Oktober bieten wir regelmäßige Torfkahnfahrten an.
Worpswede
Hammeweg 12, Anleger am Hammehafen neben Wohnmobilstellplatz
14:00 - 15:30 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Heinrich Vogeler, Konsolenspiegel (Detail), um 1903, Foto © Jörg Sarbach / Stiftung Haus im Schluh
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
14:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst"
24. April bis 9. Oktober 2022
Neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung
Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst

"Das Schönste wäre ja, wenn ich jenes unbewusste Empfinden, was manchmal
leicht und lieblich in mir summt, figürlich ausdrücken könnte."
Paula Modersohn-Becker


Portraitmalerei ist eine uralte Kunst – bereits im alten Griechenland um 500 vor Christus pflegte man die Kunst des Portraitierens. Auch die neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung widmet sich ganz dem Portrait.
Alle, die was auf sich hielten, ließen sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts portraitieren: Adel, Kaufleute, vom Klerus bis zu den Menschen, die aufgrund ihres sozialen Rangs, als würdig erschienen. Damals diente das Portrait dazu, Personen zu ehren, oder nach deren Tod an sie zu erinnern. Berühmte Künstler wie Albrecht Dürer, Vincent van Gogh oder Max Beckmann entwickelten das Selbstportrait zu einem ganz eigenen Genre.
Versuchte man früher den Menschen naturgetreu in einem Gemälde wiederzugeben, zeigten die Expressionisten viel vom Charakter des Modells.
In der modernen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts rückten die existentiellen Fragen nach der eigenen Identität in den Vordergrund. Hatten sich die Künstler der ersten Worpsweder Generation ganz der Landschaftsmalerei verschrieben, der Darstellung der Natur mit Licht und Schatten, dem hohen Himmel und den Birkenalleen, drängte sich jetzt mehr das eigene Ich in den Fokus. Ein besonderes Kapitel ist das Selbstportrait. Es ist selten Ausdruck von Mangel an Modellen, sondern Spiegelbild der eigenen Empfindung, wie Paula Modersohn Becker es oben im Zitat ausdrückt. In eindringlichen Bildern geht es um die, immer noch hochaktuelle Frage, nach der eigenen Identität, um das Selbst als fremdes Wesen.
Die neue Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" lenkt den Blick auf den Menschen, als wesentlichen Bildinhalt. Neben Bildern aus dem eigenen Bestand der Lilienthaler Kunststiftung sind Bilder aus der Worpsweder Kunststiftung zu sehen, und etliche Werke privater Leihgeber. Darstellungen bekannter Maler wie Fritz Mackensen, Hans am Ende, Ottilie Reylaender oder Tetjus Tügel sind Teil der Ausstellung. Aber auch Bilder unbekannter Weggefährtinnen von Paula Modersohn Becker, wie der bislang kaum bekannten Malerin Frida Witt. Das Besondere: Es werden eine ganze Reihe an Bildern zu sehen sein, die bislang nur in privaten Sammlungen oder in Archiven zu gezeigt wurden. Außerdem wird auch die ganze Sparte der Plastik sowie der Fotografie in der neuen Ausstellung berücksichtigt.
Mit ungefähr 100 Werken figürlicher Malerei, versucht die Lilienthaler Kunststiftung erneut ein Zeichen in der Region zu setzen.
Dabei geht die Kunststiftung mit dieser Ausstellung, zum ersten Mal eine Kooperation mit der in Bremen ansässigen Kunstschule Wandsbeck ein. Kunststudentinnen und -studenten werden sich intensiv mit den Künstlern und deren Motiven auseinandersetzen, und gegen Ende der Ausstellung ihre eigenen Werke zum Thema "Portrait" präsentieren. Wir freuen uns sehr über die Kooperation, die junge Menschen an die regionale Kunst heranführt. Außerdem wird es als Novum eine pädagogische Vermittlung von Kunst für Kinder geben sowie einen Familientag.
Die Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" wird vom 24. April bis zum 9. Oktober in der Lilienthaler Kunststiftung zu sehen sein.
Wir freuen uns auf ihren Besuch, in den frisch sanierten Räumlichkeiten der Kunstschau Lilienthal, in der Trupe 6 in Lilienthal.
Lilienthal
In der Trupe 6, Kunstschau Lilienthal
14:00 - 18:00 Uhr
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Ausstellung - Hans Jürgen Wormeck
Hans Jürgen Wormeck
Silberzeit Säurezeit Tonzeit
Worpswede
Bergstraße 22, Galerie des nwwk im Village
15:00 Uhr
Details anzeigen

Freitag, 27.05.2022
Licht der Welt
Reflexionen
Malerei von Ulla Voßgröne
Die Ausstellung zeigt abstrahierte Malerei in Acryl auf Leinwand als bildliche Assoziationen zum Ausstellungstitel Licht der Welt. Vom Licht in Anlehnung an biblische Themen über das Licht in menschlich-spirituellen Sichtweisen weiterführend zu der Frage, in welchem Licht die Wissenschaft, hier die Astrophysik, die Welt als Ganzes sieht bis hin zu irdischen Lichterscheinungen spannt sich der thematische Bogen der Bilder. Oder anders ausgedrückt: Aus der Perspektive unterschiedlicher Welten wie der Glaubens- oder Lebenswelt, der Welt der Spiritualität oder der Wissenschaft, entstanden diese in Malerei gefassten Sichtweisen. Und wenn im Untertitel des Ausstellungsthemas von Reflexionen die Rede ist, dann ist darunter hier nicht nur reflektierendes Licht zu verstehen. Reflexion, auch im Zusammenhang mit Bildbetrachtung, erweitert Wahrnehmung – auch Selbstreflexion des Einzelnen ebenso wie Reflexion in der Gesellschaft prägt das Licht der Welt.
Worpswede
Hembergstraße 22, Kath. Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Wann wird es endlich anders? Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
Wann wird es endlich anders?
Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
zu sehen im Ritterhuder Rathaus, Riesstraße 40
während der Öffnungszeiten des Rathaus Ritterhude
Mo - Fr 08.30 – 12.00 Uhr
Mo + Di 14.00 – 16.00 Uhr
Do 14.00 – 18.00 Uhr
Ritterhude
Riesstraße 40, Rathaus Ritterhude
08:30 - 12:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Museumsverbund Worpswede
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Mög-lichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - die Blumenstillleben
Otto-Modersohn-Museum, Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
11:00 - 13:00 Uhr
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Lustige Bilder von Hanno
Mit Schwung und Elan malt Hanno Bilder und dichtet dazu.
Er freut sich sehr darüber.

Gezeigt werden Bilder mit Gedichten
Selbstgestaltete Mappen und
Büchlein
Worpswede
Osterweder Str 2, "Gute Werke" Ottersberger Manufakturen
11:00 Uhr
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Ansgar Skiba - Natur
Im Werk des Malers Ansgar Skiba wird die Natur zum Ereignis. Die Sinnlichkeit seines pastosen Farbauftrags spiegelt ein Überwältigtsein von der Natur wider, deren Reichtum an Form und Farbe die alltäglichen Sehgewohnheiten herausfordert. In seinen Zeichnungen mit Tusche oder Silberstift hingegen geht Ansgar Skiba ganz von der Linie aus. Einzig durch Verdichtung und Überlappung der Linienführung entstehen Schattierungen und sodann eine räumliche Tiefe, die landschaftliche Eindrücke offenbart.
Bremen
Alte Hafenstr. 30
11:00 - 18:00 Uhr
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Klatsch + Match
Das Blaue Haus präsentiert 11 einzigartige Werke, 11 Dialoge zwischen Künstler:innen mit und ohne psychischen und geistigen Einschränkungen.

Sich auf die Zusammenarbeit mit einem unbekannten Gegenüber einzulassen, war eine große Herausforderung: das eigene Bild auf eine Reise zu schicken, deren Ausgang ungewiss war ; ein Prozess, der mit Erwartungen, Vorfreude zum Teil auch mit Skepsis verbunden war. (Projekttheater Klatschmohn)
Worpswede
Findorffstr. 9
13:00 - 17:00 Uhr
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Heinrich Breling und seine Töchter
Als Heinrich Breling sich 1907 endgültig mit seiner Familie in Fischerhude,
dem Ort seiner Kindheit, niederließ, lag bereits ein bewegtes Leben hinter ihm.
Nach dem Kunststudium in Hannover und der Teilnahme am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71
wurde er Maler am Hof des bayerischen Königs Ludwig II. und Professor an der Münchner Kunstaka-demie.
Später machte er sich als Historienmaler großformatiger Schlachtengemälde einen Namen.
Dabei blieb er stets ein Suchender, der immer wieder neue künstlerische Wege beschritt
und seine sechs Töchter ebenfalls darin bestärkte, ihre eigenen Wege zu gehen
– höchst ungewöhnlich in einer Zeit, in der die wenigsten Frauen ein selbstbestimmtes Leben führen durften.
Das Frühwerk Brelings ist durch den Einfluss seines Lehrers Wilhelm von Diez geprägt, der historisch-realistisch malte.
Die Gemälde des Spätwerks hingegen weisen den Weg zu einer allein von der durchdrungenen
Schönheit seiner Malerei getragenen Bildfindung. Seine besondere Wertschätzung galt den französi-schen Impressionisten, Cézanne, Gauguin und van Gogh. Das Zusammenspiel von Luft und Licht und eine strenge Gestaltung zeichnen Brelings
großformatige Fischerhuder Bilder aus. Die souveräne Setzung der Lichter sind charakteristische Merkmale seiner Porträtmalerei.
Brelings Frau Amalie war Pianistin und das Herz der Familie.Ihre Töchter waren ebenfalls künstlerisch begabt. Amelie wurde Malerin und Bildhauerin, Louise Opernsängerin und Malerin, Jossie Klavierlehre-rin und Komponistin, Haina Weberin und Olga Tänzerin und Malerin. Einzig Emma schlug einen ande-ren Weg ein. Sie wurde nach ihrer Ausbildung als Bürokauffrau schließlich in der Fischerhuder Ge-meindeverwaltung tätig.
Das Buch »Heinrich Breling und seine Töchter« erscheint zur gleichnamigen Ausstellung im Kunstver-ein Fischerhude im Dezember 2021.
Fischerhude
Im Krummen Ort 2, Kunstverein Fischerhude in Buthmanns Hof
14:00 - 17:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Heinrich Vogeler, Konsolenspiegel (Detail), um 1903, Foto © Jörg Sarbach / Stiftung Haus im Schluh
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
14:00 - 18:00 Uhr
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Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst"
24. April bis 9. Oktober 2022
Neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung
Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst

"Das Schönste wäre ja, wenn ich jenes unbewusste Empfinden, was manchmal
leicht und lieblich in mir summt, figürlich ausdrücken könnte."
Paula Modersohn-Becker


Portraitmalerei ist eine uralte Kunst – bereits im alten Griechenland um 500 vor Christus pflegte man die Kunst des Portraitierens. Auch die neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung widmet sich ganz dem Portrait.
Alle, die was auf sich hielten, ließen sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts portraitieren: Adel, Kaufleute, vom Klerus bis zu den Menschen, die aufgrund ihres sozialen Rangs, als würdig erschienen. Damals diente das Portrait dazu, Personen zu ehren, oder nach deren Tod an sie zu erinnern. Berühmte Künstler wie Albrecht Dürer, Vincent van Gogh oder Max Beckmann entwickelten das Selbstportrait zu einem ganz eigenen Genre.
Versuchte man früher den Menschen naturgetreu in einem Gemälde wiederzugeben, zeigten die Expressionisten viel vom Charakter des Modells.
In der modernen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts rückten die existentiellen Fragen nach der eigenen Identität in den Vordergrund. Hatten sich die Künstler der ersten Worpsweder Generation ganz der Landschaftsmalerei verschrieben, der Darstellung der Natur mit Licht und Schatten, dem hohen Himmel und den Birkenalleen, drängte sich jetzt mehr das eigene Ich in den Fokus. Ein besonderes Kapitel ist das Selbstportrait. Es ist selten Ausdruck von Mangel an Modellen, sondern Spiegelbild der eigenen Empfindung, wie Paula Modersohn Becker es oben im Zitat ausdrückt. In eindringlichen Bildern geht es um die, immer noch hochaktuelle Frage, nach der eigenen Identität, um das Selbst als fremdes Wesen.
Die neue Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" lenkt den Blick auf den Menschen, als wesentlichen Bildinhalt. Neben Bildern aus dem eigenen Bestand der Lilienthaler Kunststiftung sind Bilder aus der Worpsweder Kunststiftung zu sehen, und etliche Werke privater Leihgeber. Darstellungen bekannter Maler wie Fritz Mackensen, Hans am Ende, Ottilie Reylaender oder Tetjus Tügel sind Teil der Ausstellung. Aber auch Bilder unbekannter Weggefährtinnen von Paula Modersohn Becker, wie der bislang kaum bekannten Malerin Frida Witt. Das Besondere: Es werden eine ganze Reihe an Bildern zu sehen sein, die bislang nur in privaten Sammlungen oder in Archiven zu gezeigt wurden. Außerdem wird auch die ganze Sparte der Plastik sowie der Fotografie in der neuen Ausstellung berücksichtigt.
Mit ungefähr 100 Werken figürlicher Malerei, versucht die Lilienthaler Kunststiftung erneut ein Zeichen in der Region zu setzen.
Dabei geht die Kunststiftung mit dieser Ausstellung, zum ersten Mal eine Kooperation mit der in Bremen ansässigen Kunstschule Wandsbeck ein. Kunststudentinnen und -studenten werden sich intensiv mit den Künstlern und deren Motiven auseinandersetzen, und gegen Ende der Ausstellung ihre eigenen Werke zum Thema "Portrait" präsentieren. Wir freuen uns sehr über die Kooperation, die junge Menschen an die regionale Kunst heranführt. Außerdem wird es als Novum eine pädagogische Vermittlung von Kunst für Kinder geben sowie einen Familientag.
Die Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" wird vom 24. April bis zum 9. Oktober in der Lilienthaler Kunststiftung zu sehen sein.
Wir freuen uns auf ihren Besuch, in den frisch sanierten Räumlichkeiten der Kunstschau Lilienthal, in der Trupe 6 in Lilienthal.
Lilienthal
In der Trupe 6, Kunstschau Lilienthal
14:00 - 18:00 Uhr
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Ausstellung - Hans Jürgen Wormeck
Hans Jürgen Wormeck
Silberzeit Säurezeit Tonzeit
Worpswede
Bergstraße 22, Galerie des nwwk im Village
15:00 Uhr
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Moorwanderung
Das Teufelsmoor – vielfach als unwirtlich beschrieben, oft idyllisch gemalt. Was ist davon geblieben? Was zeichnet diesen charakteristischen Lebensraum aus und warum ist der Erhalt des Moores ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz?

Auf einer Wanderung durch einen geschützten Hochmoorbereich erfahren die Gäste die Besonderheiten der dort lebenden Pflanzen- und Tierarten, geschichtliche Aspekte der Kultivierung sowie klimarelevante Fakten sowohl bei Entwässerung und Abbau als auch bei Wiedervernässung des Moorkörpers.

Dauer: 2 Stunden plus An- und Abfahrt
Kosten: 13,00 €/Person
Kinder bis 14 Jahre: kostenfrei
Unbefestigte Wege
TN-Zahl: max. 16 Personen
Anfahrt in eigenem PKW
Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sowie ggf. Insektenschutz empfohlen
Worpswede
Bergstr. 13, Touristinformation für Worpswede und das Teufelsmoor
15:00 - 17:30 Uhr
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"Wilstedt bei Nacht"
Abendvolkslauf des Lauftreffs des MTV Wilstedt mit bis zu 4500 Sportlern durch den Ort Wilstedt. Mit Musik und Fackeln an der Laufstrecke, Imbiss- und Getränkestände sowie einem großen Feuerwerk ab 23.00 Uhr. Weitere Informationen im Internet!
Wilstedt
An der Reitbahn 3, Sportplatz Wilstedt
18:30 Uhr
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Fischer-Zm Solo
FISCHER-Z solo:

"Red Skies Over Paradise" Celebration Tour

Im Frühjahr 2022 geht FISCHER-Z auf Solo-Tour und präsentiert das komplette Album "Red Skies Over Paradise". Der Klassiker von 1981 hat eine direkte Verbindung zum aktuellen FISCHER-Z Album "Til The Oceans Overflow" (2021).

Auf John Watts‘ Solo-Tour im Mai 2022 wird es eine Rarität geben: ein Solo Studioalbum aus der Gesamtheit der "Red Skies Over Paradise"-Songs wird in limitierter Auflage exklusiv bei den Shows erhältlich sein. Diese Version wird John seinen Fans live und komplett präsentieren, gefolgt von einem zweiten Set, bei dem die Zuschauer die Songs auswählen, die er spielt – aus einer Liste von 150 FISCHER-Z Songs.

Schon am Cover lässt sich die enge Verknüpfung des Albums "Red Skies Over Paradise" mit dem aktuellen FISCHER-Z-Album "Til The Oceans Overflow" erkennen, mit wel-chem die Band FISCHER-Z aktuell in ganz Europa unter großem Beifall tourt. "Til The Oceans Overflow", teilweise in den Hansa Studios in Berlin aufgenommen, wie das Album vor 40 Jahren, spielt wieder in Berlin und kontrastiert die persönlichen, politischen und gesellschaftlichen Veränderungen zwischen 1980 und 2020. Das Internet und die sozialen Medien haben die Freiheiten und die Manipulierbarkeit der Menschen über die Jahre radikal beeinflusst. Charaktere, die in den Liedern der 1980er-Jahre erwähnt wurden, werden nun 40 Jahre später wieder aufgegriffen, um einige dieser Veränderungen zu veranschaulichen.

John Watts ist schon seit 45 Jahren mit seiner Band FISCHER-Z im Geschäft. In seiner erfolgreichen Karriere hat der facettenreiche und hochkreative Rockmusiker 23 Alben veröffentlicht und insgesamt 2 Mio. Alben verkauft. Dabei waren Künstler wie Peter Gabriel, Steve Cropper und Dexy’s Midnight Runners’ Brass Section Feature Artists.

FISCHER-Z kann auf über 3.000 Konzerte weltweit zurückblicken und ist mit James Brown in Ost-Berlin, mit The Police und den Dire Straits auf Tour aufgetreten. Bob Marley begleitete er auf dessen letzter europäischer Festival-Tour. All den beeindruckenden Werken von John Watts, der auch Multimedia-Kunst kreiert und Gedichte schreibt, ist eine Begeisterung, ein politischer Geist, eine Leidenschaft und Menschlichkeit gemeinsam.
Worpswede
Findorffstraße 21, Music Hall Worpswede
20:00 Uhr
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Samstag, 28.05.2022
Licht der Welt
Reflexionen
Malerei von Ulla Voßgröne
Die Ausstellung zeigt abstrahierte Malerei in Acryl auf Leinwand als bildliche Assoziationen zum Ausstellungstitel Licht der Welt. Vom Licht in Anlehnung an biblische Themen über das Licht in menschlich-spirituellen Sichtweisen weiterführend zu der Frage, in welchem Licht die Wissenschaft, hier die Astrophysik, die Welt als Ganzes sieht bis hin zu irdischen Lichterscheinungen spannt sich der thematische Bogen der Bilder. Oder anders ausgedrückt: Aus der Perspektive unterschiedlicher Welten wie der Glaubens- oder Lebenswelt, der Welt der Spiritualität oder der Wissenschaft, entstanden diese in Malerei gefassten Sichtweisen. Und wenn im Untertitel des Ausstellungsthemas von Reflexionen die Rede ist, dann ist darunter hier nicht nur reflektierendes Licht zu verstehen. Reflexion, auch im Zusammenhang mit Bildbetrachtung, erweitert Wahrnehmung – auch Selbstreflexion des Einzelnen ebenso wie Reflexion in der Gesellschaft prägt das Licht der Welt.
Worpswede
Hembergstraße 22, Kath. Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Wochenmarkt
Kleiner, feiner Wochenmarkt auf dem Dorfplatz in der Bergstraße mit u.a.
- Obst und Gemüse
- Fleischerei
- Bäckerei
- Besen
- Kunsthandwerk
- Honig
- Blumen
und Kunst an der Wäscheleine
Worpswede
Bergstraße, Dorfplatz
09:00 - 14:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Museumsverbund Worpswede
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Heinrich Vogeler, Konsolenspiegel (Detail), um 1903, Foto © Jörg Sarbach / Stiftung Haus im Schluh
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Mög-lichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - die Blumenstillleben
Otto-Modersohn-Museum, Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Flüsterhäuser
Bei einem Streifzug durch das Dorf erfahren Sie die Geschichten hinter den Fassaden. Es ist, als würden Ihnen die Häuser von ihren Erbauern und Bewohnern erzählen. Anhand historischer Fotos werden Sie entdecken, dass sich manche Häuser fast gar nicht verändert haben – andere dafür umso mehr. So können Sie bei unserer kleinen Zeitreise Worpswede von einer ganz anderen Seite kennen lernen.
Termine: März bis Oktober jeden 4. Samstag im Monat
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 13 € pro Person
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
10:30 - 12:30 Uhr
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Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
11:00 - 13:00 Uhr
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Lustige Bilder von Hanno
Mit Schwung und Elan malt Hanno Bilder und dichtet dazu.
Er freut sich sehr darüber.

Gezeigt werden Bilder mit Gedichten
Selbstgestaltete Mappen und
Büchlein
Worpswede
Osterweder Str 2, "Gute Werke" Ottersberger Manufakturen
11:00 Uhr
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Ansgar Skiba - Natur
Im Werk des Malers Ansgar Skiba wird die Natur zum Ereignis. Die Sinnlichkeit seines pastosen Farbauftrags spiegelt ein Überwältigtsein von der Natur wider, deren Reichtum an Form und Farbe die alltäglichen Sehgewohnheiten herausfordert. In seinen Zeichnungen mit Tusche oder Silberstift hingegen geht Ansgar Skiba ganz von der Linie aus. Einzig durch Verdichtung und Überlappung der Linienführung entstehen Schattierungen und sodann eine räumliche Tiefe, die landschaftliche Eindrücke offenbart.
Bremen
Alte Hafenstr. 30
11:00 - 17:00 Uhr
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Naturverzweigungen
2. April bis 26. Juni 2022
(geöffnet Samstag und Sonntag, 11 bis 17 Uhr)


Spannen wir einen Bogen über das bisherige Lebenswerk des Künstlers Heinz Cymontkowski so sehen wir Werke in vielfältigen Darstellungsweisen, Formen, Farben und Materialien.
Der Künstler hat in seinem Atelier im Teufelsmoor, im Nahbereich von Worpswede, schon mehrfach das Thema Mensch und Natur aufgegriffen.
Das Atelierprojekt findet in einer Zeit statt, in der die Natur in eine neue Jahreszeit springt:
Im Erdreich und über der Erde entstehen neue Verzweigungen, im Wurzelwerk und in der Flora. Auch die Gedanken des Künstlers verästeln und verzweigen sich zu neuen Gedankenwelten.
Der Künstler greift diese neuen Naturbeziehungen auf und verästelt sie in seinen Pinselschwingungen auf die Leinwand oder in bei den Zeichnungen auf Papier.

NATURVERZWEIGUNGEN– darunter versteht der Künstler Heinz Cymontkowski das Eingehen des Menschen auf die Natur, das sich Einlassen auf seine Naturbeziehungen.

Über das Sehen und Verstehen des Umfelds des Künstlers– sei es Natur-, Menschen- oder Gesellschaftsraum – sind im Augenblick des Durchlebten die gezeigten Werke entstanden.
Das Leben erleben, verstehen und Darstellungslösungen formen auf Papier, Leinwand oder anderen Materialien steht hinter der künstlerischen Arbeit.

Im Atelier im Teufelsmoor wird der Spannungsbogen Zeit in unterschiedlicher Art sichtbar gemacht.
Gezeigt werden Ölbilder, Aquarelle und Zeichnungen
Osterholz-Scharmbeck
Zur kleinen Reihe 14, Galerie und Atelier Dorf Teufelsmoor
11:00 - 17:00 Uhr
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Frühling - Bilder aus dem alten Worpswede
Die Urtümlichkeit der Teufelsmoorlandschaft, die Natur im Wechsel der Jahreszeiten und das bisweilen grandiose Licht über dem Weyerberg haben die ersten Maler nach Worpswede gezogen. So auch Heinrich Vogeler, zu dessen 150. Geburtstag in der Galerie Cohrs-Zirus eine erlesene Auswahl seiner Graphiken präsentiert wird — begleitet von Bildern, Graphiken und Plastiken der Künstler der 1. und 2. Generation bis heute.

Abb.: H. Vogeler (1872-1942): Die Lerche, 1899

Öffnungszeiten: Sa+So 11-13 und 14-18 Uhr
Worpswede
Bergstraße 33, Galerie Cohrs-Zirus
11:00 - 18:00 Uhr
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Klatsch + Match
Das Blaue Haus präsentiert 11 einzigartige Werke, 11 Dialoge zwischen Künstler:innen mit und ohne psychischen und geistigen Einschränkungen.

Sich auf die Zusammenarbeit mit einem unbekannten Gegenüber einzulassen, war eine große Herausforderung: das eigene Bild auf eine Reise zu schicken, deren Ausgang ungewiss war ; ein Prozess, der mit Erwartungen, Vorfreude zum Teil auch mit Skepsis verbunden war. (Projekttheater Klatschmohn)
Worpswede
Findorffstr. 9
13:00 - 17:00 Uhr
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Heinrich Breling und seine Töchter
Als Heinrich Breling sich 1907 endgültig mit seiner Familie in Fischerhude,
dem Ort seiner Kindheit, niederließ, lag bereits ein bewegtes Leben hinter ihm.
Nach dem Kunststudium in Hannover und der Teilnahme am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71
wurde er Maler am Hof des bayerischen Königs Ludwig II. und Professor an der Münchner Kunstaka-demie.
Später machte er sich als Historienmaler großformatiger Schlachtengemälde einen Namen.
Dabei blieb er stets ein Suchender, der immer wieder neue künstlerische Wege beschritt
und seine sechs Töchter ebenfalls darin bestärkte, ihre eigenen Wege zu gehen
– höchst ungewöhnlich in einer Zeit, in der die wenigsten Frauen ein selbstbestimmtes Leben führen durften.
Das Frühwerk Brelings ist durch den Einfluss seines Lehrers Wilhelm von Diez geprägt, der historisch-realistisch malte.
Die Gemälde des Spätwerks hingegen weisen den Weg zu einer allein von der durchdrungenen
Schönheit seiner Malerei getragenen Bildfindung. Seine besondere Wertschätzung galt den französi-schen Impressionisten, Cézanne, Gauguin und van Gogh. Das Zusammenspiel von Luft und Licht und eine strenge Gestaltung zeichnen Brelings
großformatige Fischerhuder Bilder aus. Die souveräne Setzung der Lichter sind charakteristische Merkmale seiner Porträtmalerei.
Brelings Frau Amalie war Pianistin und das Herz der Familie.Ihre Töchter waren ebenfalls künstlerisch begabt. Amelie wurde Malerin und Bildhauerin, Louise Opernsängerin und Malerin, Jossie Klavierlehre-rin und Komponistin, Haina Weberin und Olga Tänzerin und Malerin. Einzig Emma schlug einen ande-ren Weg ein. Sie wurde nach ihrer Ausbildung als Bürokauffrau schließlich in der Fischerhuder Ge-meindeverwaltung tätig.
Das Buch »Heinrich Breling und seine Töchter« erscheint zur gleichnamigen Ausstellung im Kunstver-ein Fischerhude im Dezember 2021.
Fischerhude
Im Krummen Ort 2, Kunstverein Fischerhude in Buthmanns Hof
14:00 - 17:00 Uhr
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Torfkahnrundfahrt auf der Hamme
Unternehmen Sie einen Ausflug auf dem Torfkahn ab Worpswede auf der Hamme.

Die schwarzen Dielenboote mit den braunen Segeln waren einst das einzige Verkehrsmittel im nassen Teufelsmoor. Heute sind unsere aus Eichenbohlen selbst nachgebauten und mit geräuscharmen elektrischen Motoren ausgestatteten Torfkähne mit Ausflugsgästen unterwegs auf den Pfaden der alten Moorbauern.

Entdecken Sie die reizvolle Natur des Teufelsmoores und die Weite der Hammeniederung klimafreundlich vom Wasser aus. Während der Torfkahnfahrt erzählen die Skipper Geschichten aus alten Zeiten.
In der Sommersaison von Mai bis Oktober bieten wir regelmäßige Torfkahnfahrten an.
Worpswede
Hammeweg 12, Anleger am Hammehafen neben Wohnmobilstellplatz
14:00 - 15:30 Uhr
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Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst"
24. April bis 9. Oktober 2022
Neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung
Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst

"Das Schönste wäre ja, wenn ich jenes unbewusste Empfinden, was manchmal
leicht und lieblich in mir summt, figürlich ausdrücken könnte."
Paula Modersohn-Becker


Portraitmalerei ist eine uralte Kunst – bereits im alten Griechenland um 500 vor Christus pflegte man die Kunst des Portraitierens. Auch die neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung widmet sich ganz dem Portrait.
Alle, die was auf sich hielten, ließen sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts portraitieren: Adel, Kaufleute, vom Klerus bis zu den Menschen, die aufgrund ihres sozialen Rangs, als würdig erschienen. Damals diente das Portrait dazu, Personen zu ehren, oder nach deren Tod an sie zu erinnern. Berühmte Künstler wie Albrecht Dürer, Vincent van Gogh oder Max Beckmann entwickelten das Selbstportrait zu einem ganz eigenen Genre.
Versuchte man früher den Menschen naturgetreu in einem Gemälde wiederzugeben, zeigten die Expressionisten viel vom Charakter des Modells.
In der modernen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts rückten die existentiellen Fragen nach der eigenen Identität in den Vordergrund. Hatten sich die Künstler der ersten Worpsweder Generation ganz der Landschaftsmalerei verschrieben, der Darstellung der Natur mit Licht und Schatten, dem hohen Himmel und den Birkenalleen, drängte sich jetzt mehr das eigene Ich in den Fokus. Ein besonderes Kapitel ist das Selbstportrait. Es ist selten Ausdruck von Mangel an Modellen, sondern Spiegelbild der eigenen Empfindung, wie Paula Modersohn Becker es oben im Zitat ausdrückt. In eindringlichen Bildern geht es um die, immer noch hochaktuelle Frage, nach der eigenen Identität, um das Selbst als fremdes Wesen.
Die neue Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" lenkt den Blick auf den Menschen, als wesentlichen Bildinhalt. Neben Bildern aus dem eigenen Bestand der Lilienthaler Kunststiftung sind Bilder aus der Worpsweder Kunststiftung zu sehen, und etliche Werke privater Leihgeber. Darstellungen bekannter Maler wie Fritz Mackensen, Hans am Ende, Ottilie Reylaender oder Tetjus Tügel sind Teil der Ausstellung. Aber auch Bilder unbekannter Weggefährtinnen von Paula Modersohn Becker, wie der bislang kaum bekannten Malerin Frida Witt. Das Besondere: Es werden eine ganze Reihe an Bildern zu sehen sein, die bislang nur in privaten Sammlungen oder in Archiven zu gezeigt wurden. Außerdem wird auch die ganze Sparte der Plastik sowie der Fotografie in der neuen Ausstellung berücksichtigt.
Mit ungefähr 100 Werken figürlicher Malerei, versucht die Lilienthaler Kunststiftung erneut ein Zeichen in der Region zu setzen.
Dabei geht die Kunststiftung mit dieser Ausstellung, zum ersten Mal eine Kooperation mit der in Bremen ansässigen Kunstschule Wandsbeck ein. Kunststudentinnen und -studenten werden sich intensiv mit den Künstlern und deren Motiven auseinandersetzen, und gegen Ende der Ausstellung ihre eigenen Werke zum Thema "Portrait" präsentieren. Wir freuen uns sehr über die Kooperation, die junge Menschen an die regionale Kunst heranführt. Außerdem wird es als Novum eine pädagogische Vermittlung von Kunst für Kinder geben sowie einen Familientag.
Die Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" wird vom 24. April bis zum 9. Oktober in der Lilienthaler Kunststiftung zu sehen sein.
Wir freuen uns auf ihren Besuch, in den frisch sanierten Räumlichkeiten der Kunstschau Lilienthal, in der Trupe 6 in Lilienthal.
Lilienthal
In der Trupe 6, Kunstschau Lilienthal
14:00 - 18:00 Uhr
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Ausstellung - Hans Jürgen Wormeck
Hans Jürgen Wormeck
Silberzeit Säurezeit Tonzeit
Worpswede
Bergstraße 22, Galerie des nwwk im Village
15:00 Uhr
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Moorwanderung
Das Teufelsmoor – vielfach als unwirtlich beschrieben, oft idyllisch gemalt. Was ist davon geblieben? Was zeichnet diesen charakteristischen Lebensraum aus und warum ist der Erhalt des Moores ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz?

Auf einer Wanderung durch einen geschützten Hochmoorbereich erfahren die Gäste die Besonderheiten der dort lebenden Pflanzen- und Tierarten, geschichtliche Aspekte der Kultivierung sowie klimarelevante Fakten sowohl bei Entwässerung und Abbau als auch bei Wiedervernässung des Moorkörpers.

Dauer: 2 Stunden plus An- und Abfahrt
Kosten: 13,00 €/Person
Kinder bis 14 Jahre: kostenfrei
Unbefestigte Wege
TN-Zahl: max. 16 Personen
Anfahrt in eigenem PKW
Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sowie ggf. Insektenschutz empfohlen
Worpswede
Bergstr. 13, Touristinformation für Worpswede und das Teufelsmoor
15:00 - 17:30 Uhr
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Torfkahnrundfahrt auf der Hamme
Unternehmen Sie einen Ausflug auf dem Torfkahn ab Worpswede auf der Hamme.

Die schwarzen Dielenboote mit den braunen Segeln waren einst das einzige Verkehrsmittel im nassen Teufelsmoor. Heute sind unsere aus Eichenbohlen selbst nachgebauten und mit geräuscharmen elektrischen Motoren ausgestatteten Torfkähne mit Ausflugsgästen unterwegs auf den Pfaden der alten Moorbauern.

Entdecken Sie die reizvolle Natur des Teufelsmoores und die Weite der Hammeniederung klimafreundlich vom Wasser aus. Während der Torfkahnfahrt erzählen die Skipper Geschichten aus alten Zeiten.
In der Sommersaison von Mai bis Oktober bieten wir regelmäßige Torfkahnfahrten an.
Worpswede
Hammeweg 12, Anleger am Hammehafen neben Wohnmobilstellplatz
16:00 - 17:30 Uhr
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Gartenkonzert Diedrichshof
Vier starke Frauen - die Münchener Band Jeanne d`azz gastiert erstmalig in Norddeutschland und präsentiert Jazz, Pop, Blues und Gypsi Swing inspiriert von lateinamerikanischen Klängen.
Worpswede
Ostendorfer Straße 25, Diedrichshof
18:00 - 21:00 Uhr
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Ingo Appelt- Der Staatstrainer
Mehr Spaß war nie! Wenn er kommt, haben die Nörgler Sendepause!
Ingo Appelt hat ein Geheimrezept gegen die deutsche Depression gefunden: Es gibt so lange auf die Zwölf, bis die Sonne wieder scheint. Schmerzen werden weggelacht. Schon ein einziger Besuch seines neuen Programms "Der Staats-Trainer" ersetzt mehrere Jahre Therapie – und zwar für Männer wie für Frauen! Denn Ingo Appelt gibt der allgemeinen Miesepetrigkeit den Rest – zur Not mit einem gezielten Tritt in den Arsch. Es kann so einfach sein.
Unser Ingo ist nicht mehr nur der Ingo für Männer- und Frauenthemen, nein: Er ist der Ingo für Deutschland! Ein Volks-Ingo. Ein Ingo für alle – alle Überforderten und Unterbezahlten, alle Angestrengten und Ausgebeuteten. Für alle, die ohne Videotutorial nicht mal mehr eine Dose vorgekochte Nudeln aufkriegen, keine gerade Tapetenbahn an die Wand geklebt bekommen und deren Hunde zuhause längst das Kommando übernommen haben. Als Bundesarschtreter will Ingo Appelt mit seinem neuen Programm aufrichten und trösten – wenn es sein muss eben mit Wahrheit und Zweckoptimismus. Ganz getreu seinem Motto: Alles scheiße – Laune super!
Natürlich bekommen auch die ach so schwachen Männer aufs Dach, die über Wetter und Wirtschaftslage, über Kinder und Klima, über Fußball und Vatersein klagen – aber auch die Damen, die sich über schwache Männer genauso beschweren wie über rücksichtslose Machos. Der Appelt wendet sich wieder an das Volk. Sein Credo: "Nun stellt euch bitte mal nicht so an! – Außer natürlich für Tickets zu meinem neuen Programm." Sie werden nicht verhätschelt, vertäschelt und aufgepeppelt, sondern gnadenlos fitgespritzt für alles, was noch auf Sie zukommt. Irgendwas ist ja immer.
Erleben Sie also elfenhafte Leichtigkeit und seien Sie dabei, wenn ein Comedy-Tsunami durch die Säle rollt, bis keine Hose mehr trocken ist. Werden Sie Fan – für Ingo und ewig. Und seien Sie sicher: Da kriegen Sie ordentlich den Arsch voll gute Laune!
2G Regelung sowie Beachtung der dann geltenden Coronavorschriften.
Ritterhude
Riesstraße 11, Hamme Forum
20:00 - 22:00 Uhr
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Ana Popovic & Band
Brillante Bluesrock-Lady

Als Senkrechtstarterin hat Ana Popović einst gegen die Sitten des Blues verstoßen, denn anstatt jahrelang ein Dasein als unbekannte Künstlerin zu fristen, ist die 1976 in Belgrad geborene Sängerin und Gitarristin rasant ganz oben angekommen. Der europäische Durchbruch gelang Ana Popović schon 2001 mit ihrem Album "Hush", das dem jungen Talent zu begeisterter Medienresonanz verhalf. Und fast alle nachfolgenden Alben erreichten die Spitze der Billboard-Blues-Charts. Sie wurde als brillante Gitarristin gefeiert, erhielt zahlreiche Auszeichnungen und tritt seitdem regelmäßig bei großen internationalen Musikfestivals auf. Die Bühne teilte die Sängerin und Songwriterin inzwischen mit Künstlern wie Buddy Guy, Solomon Burke, Walter Trout und auch Udo Lindenberg. Sie war auf den Titeln von Vintage Guitar und Guitar Player Magazine zu sehen. 2006 erhielt sie als erste europäische Künstlerin eine Einladung zur "Legendary Blues Cruise". Seit 2014 ist sie alljährlich als einzige weibliche Gitarristin bei der "All-Star Experience Hendrix" in den USA dabei. Mit ihrer erstklassigen Band ist Ana Popović vor allem für ihre elektrisierenden Live-Shows bekannt und verkörpert perfekt den Bluesrock des 21. Jahrhunderts.
Worpswede
Findorffstraße 21, Music Hall Worpswede
20:00 Uhr
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Sonntag, 29.05.2022
Licht der Welt
Reflexionen
Malerei von Ulla Voßgröne
Die Ausstellung zeigt abstrahierte Malerei in Acryl auf Leinwand als bildliche Assoziationen zum Ausstellungstitel Licht der Welt. Vom Licht in Anlehnung an biblische Themen über das Licht in menschlich-spirituellen Sichtweisen weiterführend zu der Frage, in welchem Licht die Wissenschaft, hier die Astrophysik, die Welt als Ganzes sieht bis hin zu irdischen Lichterscheinungen spannt sich der thematische Bogen der Bilder. Oder anders ausgedrückt: Aus der Perspektive unterschiedlicher Welten wie der Glaubens- oder Lebenswelt, der Welt der Spiritualität oder der Wissenschaft, entstanden diese in Malerei gefassten Sichtweisen. Und wenn im Untertitel des Ausstellungsthemas von Reflexionen die Rede ist, dann ist darunter hier nicht nur reflektierendes Licht zu verstehen. Reflexion, auch im Zusammenhang mit Bildbetrachtung, erweitert Wahrnehmung – auch Selbstreflexion des Einzelnen ebenso wie Reflexion in der Gesellschaft prägt das Licht der Welt.
Worpswede
Hembergstraße 22, Kath. Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Museumsverbund Worpswede
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Heinrich Vogeler, Konsolenspiegel (Detail), um 1903, Foto © Jörg Sarbach / Stiftung Haus im Schluh
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Mög-lichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - die Blumenstillleben
Otto-Modersohn-Museum, Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst"
24. April bis 9. Oktober 2022
Neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung
Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst

"Das Schönste wäre ja, wenn ich jenes unbewusste Empfinden, was manchmal
leicht und lieblich in mir summt, figürlich ausdrücken könnte."
Paula Modersohn-Becker


Portraitmalerei ist eine uralte Kunst – bereits im alten Griechenland um 500 vor Christus pflegte man die Kunst des Portraitierens. Auch die neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung widmet sich ganz dem Portrait.
Alle, die was auf sich hielten, ließen sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts portraitieren: Adel, Kaufleute, vom Klerus bis zu den Menschen, die aufgrund ihres sozialen Rangs, als würdig erschienen. Damals diente das Portrait dazu, Personen zu ehren, oder nach deren Tod an sie zu erinnern. Berühmte Künstler wie Albrecht Dürer, Vincent van Gogh oder Max Beckmann entwickelten das Selbstportrait zu einem ganz eigenen Genre.
Versuchte man früher den Menschen naturgetreu in einem Gemälde wiederzugeben, zeigten die Expressionisten viel vom Charakter des Modells.
In der modernen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts rückten die existentiellen Fragen nach der eigenen Identität in den Vordergrund. Hatten sich die Künstler der ersten Worpsweder Generation ganz der Landschaftsmalerei verschrieben, der Darstellung der Natur mit Licht und Schatten, dem hohen Himmel und den Birkenalleen, drängte sich jetzt mehr das eigene Ich in den Fokus. Ein besonderes Kapitel ist das Selbstportrait. Es ist selten Ausdruck von Mangel an Modellen, sondern Spiegelbild der eigenen Empfindung, wie Paula Modersohn Becker es oben im Zitat ausdrückt. In eindringlichen Bildern geht es um die, immer noch hochaktuelle Frage, nach der eigenen Identität, um das Selbst als fremdes Wesen.
Die neue Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" lenkt den Blick auf den Menschen, als wesentlichen Bildinhalt. Neben Bildern aus dem eigenen Bestand der Lilienthaler Kunststiftung sind Bilder aus der Worpsweder Kunststiftung zu sehen, und etliche Werke privater Leihgeber. Darstellungen bekannter Maler wie Fritz Mackensen, Hans am Ende, Ottilie Reylaender oder Tetjus Tügel sind Teil der Ausstellung. Aber auch Bilder unbekannter Weggefährtinnen von Paula Modersohn Becker, wie der bislang kaum bekannten Malerin Frida Witt. Das Besondere: Es werden eine ganze Reihe an Bildern zu sehen sein, die bislang nur in privaten Sammlungen oder in Archiven zu gezeigt wurden. Außerdem wird auch die ganze Sparte der Plastik sowie der Fotografie in der neuen Ausstellung berücksichtigt.
Mit ungefähr 100 Werken figürlicher Malerei, versucht die Lilienthaler Kunststiftung erneut ein Zeichen in der Region zu setzen.
Dabei geht die Kunststiftung mit dieser Ausstellung, zum ersten Mal eine Kooperation mit der in Bremen ansässigen Kunstschule Wandsbeck ein. Kunststudentinnen und -studenten werden sich intensiv mit den Künstlern und deren Motiven auseinandersetzen, und gegen Ende der Ausstellung ihre eigenen Werke zum Thema "Portrait" präsentieren. Wir freuen uns sehr über die Kooperation, die junge Menschen an die regionale Kunst heranführt. Außerdem wird es als Novum eine pädagogische Vermittlung von Kunst für Kinder geben sowie einen Familientag.
Die Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" wird vom 24. April bis zum 9. Oktober in der Lilienthaler Kunststiftung zu sehen sein.
Wir freuen uns auf ihren Besuch, in den frisch sanierten Räumlichkeiten der Kunstschau Lilienthal, in der Trupe 6 in Lilienthal.
Lilienthal
In der Trupe 6, Kunstschau Lilienthal
10:00 - 18:00 Uhr
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Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
11:00 - 13:00 Uhr
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Heinrich Breling und seine Töchter
Als Heinrich Breling sich 1907 endgültig mit seiner Familie in Fischerhude,
dem Ort seiner Kindheit, niederließ, lag bereits ein bewegtes Leben hinter ihm.
Nach dem Kunststudium in Hannover und der Teilnahme am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71
wurde er Maler am Hof des bayerischen Königs Ludwig II. und Professor an der Münchner Kunstaka-demie.
Später machte er sich als Historienmaler großformatiger Schlachtengemälde einen Namen.
Dabei blieb er stets ein Suchender, der immer wieder neue künstlerische Wege beschritt
und seine sechs Töchter ebenfalls darin bestärkte, ihre eigenen Wege zu gehen
– höchst ungewöhnlich in einer Zeit, in der die wenigsten Frauen ein selbstbestimmtes Leben führen durften.
Das Frühwerk Brelings ist durch den Einfluss seines Lehrers Wilhelm von Diez geprägt, der historisch-realistisch malte.
Die Gemälde des Spätwerks hingegen weisen den Weg zu einer allein von der durchdrungenen
Schönheit seiner Malerei getragenen Bildfindung. Seine besondere Wertschätzung galt den französi-schen Impressionisten, Cézanne, Gauguin und van Gogh. Das Zusammenspiel von Luft und Licht und eine strenge Gestaltung zeichnen Brelings
großformatige Fischerhuder Bilder aus. Die souveräne Setzung der Lichter sind charakteristische Merkmale seiner Porträtmalerei.
Brelings Frau Amalie war Pianistin und das Herz der Familie.Ihre Töchter waren ebenfalls künstlerisch begabt. Amelie wurde Malerin und Bildhauerin, Louise Opernsängerin und Malerin, Jossie Klavierlehre-rin und Komponistin, Haina Weberin und Olga Tänzerin und Malerin. Einzig Emma schlug einen ande-ren Weg ein. Sie wurde nach ihrer Ausbildung als Bürokauffrau schließlich in der Fischerhuder Ge-meindeverwaltung tätig.
Das Buch »Heinrich Breling und seine Töchter« erscheint zur gleichnamigen Ausstellung im Kunstver-ein Fischerhude im Dezember 2021.
Fischerhude
Im Krummen Ort 2, Kunstverein Fischerhude in Buthmanns Hof
11:00 - 17:00 Uhr
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Lustige Bilder von Hanno
Mit Schwung und Elan malt Hanno Bilder und dichtet dazu.
Er freut sich sehr darüber.

Gezeigt werden Bilder mit Gedichten
Selbstgestaltete Mappen und
Büchlein
Worpswede
Osterweder Str 2, "Gute Werke" Ottersberger Manufakturen
11:00 Uhr
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Ansgar Skiba - Natur
Im Werk des Malers Ansgar Skiba wird die Natur zum Ereignis. Die Sinnlichkeit seines pastosen Farbauftrags spiegelt ein Überwältigtsein von der Natur wider, deren Reichtum an Form und Farbe die alltäglichen Sehgewohnheiten herausfordert. In seinen Zeichnungen mit Tusche oder Silberstift hingegen geht Ansgar Skiba ganz von der Linie aus. Einzig durch Verdichtung und Überlappung der Linienführung entstehen Schattierungen und sodann eine räumliche Tiefe, die landschaftliche Eindrücke offenbart.
Bremen
Alte Hafenstr. 30
11:00 - 17:00 Uhr
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Naturverzweigungen
2. April bis 26. Juni 2022
(geöffnet Samstag und Sonntag, 11 bis 17 Uhr)


Spannen wir einen Bogen über das bisherige Lebenswerk des Künstlers Heinz Cymontkowski so sehen wir Werke in vielfältigen Darstellungsweisen, Formen, Farben und Materialien.
Der Künstler hat in seinem Atelier im Teufelsmoor, im Nahbereich von Worpswede, schon mehrfach das Thema Mensch und Natur aufgegriffen.
Das Atelierprojekt findet in einer Zeit statt, in der die Natur in eine neue Jahreszeit springt:
Im Erdreich und über der Erde entstehen neue Verzweigungen, im Wurzelwerk und in der Flora. Auch die Gedanken des Künstlers verästeln und verzweigen sich zu neuen Gedankenwelten.
Der Künstler greift diese neuen Naturbeziehungen auf und verästelt sie in seinen Pinselschwingungen auf die Leinwand oder in bei den Zeichnungen auf Papier.

NATURVERZWEIGUNGEN– darunter versteht der Künstler Heinz Cymontkowski das Eingehen des Menschen auf die Natur, das sich Einlassen auf seine Naturbeziehungen.

Über das Sehen und Verstehen des Umfelds des Künstlers– sei es Natur-, Menschen- oder Gesellschaftsraum – sind im Augenblick des Durchlebten die gezeigten Werke entstanden.
Das Leben erleben, verstehen und Darstellungslösungen formen auf Papier, Leinwand oder anderen Materialien steht hinter der künstlerischen Arbeit.

Im Atelier im Teufelsmoor wird der Spannungsbogen Zeit in unterschiedlicher Art sichtbar gemacht.
Gezeigt werden Ölbilder, Aquarelle und Zeichnungen
Osterholz-Scharmbeck
Zur kleinen Reihe 14, Galerie und Atelier Dorf Teufelsmoor
11:00 - 17:00 Uhr
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Frühling - Bilder aus dem alten Worpswede
Die Urtümlichkeit der Teufelsmoorlandschaft, die Natur im Wechsel der Jahreszeiten und das bisweilen grandiose Licht über dem Weyerberg haben die ersten Maler nach Worpswede gezogen. So auch Heinrich Vogeler, zu dessen 150. Geburtstag in der Galerie Cohrs-Zirus eine erlesene Auswahl seiner Graphiken präsentiert wird — begleitet von Bildern, Graphiken und Plastiken der Künstler der 1. und 2. Generation bis heute.

Abb.: H. Vogeler (1872-1942): Die Lerche, 1899

Öffnungszeiten: Sa+So 11-13 und 14-18 Uhr
Worpswede
Bergstraße 33, Galerie Cohrs-Zirus
11:00 - 18:00 Uhr
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Torfkahnrundfahrt auf der Hamme
Unternehmen Sie einen Ausflug auf dem Torfkahn ab Worpswede auf der Hamme.

Die schwarzen Dielenboote mit den braunen Segeln waren einst das einzige Verkehrsmittel im nassen Teufelsmoor. Heute sind unsere aus Eichenbohlen selbst nachgebauten und mit geräuscharmen elektrischen Motoren ausgestatteten Torfkähne mit Ausflugsgästen unterwegs auf den Pfaden der alten Moorbauern.

Entdecken Sie die reizvolle Natur des Teufelsmoores und die Weite der Hammeniederung klimafreundlich vom Wasser aus. Während der Torfkahnfahrt erzählen die Skipper Geschichten aus alten Zeiten.
In der Sommersaison von Mai bis Oktober bieten wir regelmäßige Torfkahnfahrten an.
Worpswede
Hammeweg 12, Anleger am Hammehafen neben Wohnmobilstellplatz
12:00 - 13:30 Uhr
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Klatsch + Match
Das Blaue Haus präsentiert 11 einzigartige Werke, 11 Dialoge zwischen Künstler:innen mit und ohne psychischen und geistigen Einschränkungen.

Sich auf die Zusammenarbeit mit einem unbekannten Gegenüber einzulassen, war eine große Herausforderung: das eigene Bild auf eine Reise zu schicken, deren Ausgang ungewiss war ; ein Prozess, der mit Erwartungen, Vorfreude zum Teil auch mit Skepsis verbunden war. (Projekttheater Klatschmohn)
Worpswede
Findorffstr. 9
13:00 - 17:00 Uhr
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Torfkahnrundfahrt auf der Hamme
Unternehmen Sie einen Ausflug auf dem Torfkahn ab Worpswede auf der Hamme.

Die schwarzen Dielenboote mit den braunen Segeln waren einst das einzige Verkehrsmittel im nassen Teufelsmoor. Heute sind unsere aus Eichenbohlen selbst nachgebauten und mit geräuscharmen elektrischen Motoren ausgestatteten Torfkähne mit Ausflugsgästen unterwegs auf den Pfaden der alten Moorbauern.

Entdecken Sie die reizvolle Natur des Teufelsmoores und die Weite der Hammeniederung klimafreundlich vom Wasser aus. Während der Torfkahnfahrt erzählen die Skipper Geschichten aus alten Zeiten.
In der Sommersaison von Mai bis Oktober bieten wir regelmäßige Torfkahnfahrten an.
Worpswede
Hammeweg 12, Anleger am Hammehafen neben Wohnmobilstellplatz
14:00 - 15:30 Uhr
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Ausstellung - Hans Jürgen Wormeck
Hans Jürgen Wormeck
Silberzeit Säurezeit Tonzeit
Worpswede
Bergstraße 22, Galerie des nwwk im Village
15:00 Uhr
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Worpsweder Orgelmusik
Percussionkonzert
Percussiongruppe der
Kreismusikschule Osterholz e.V.
Leitung: Gerhard Malcher
Worpswede
An der Kirche 3, Zionskirche
17:00 - 18:00 Uhr
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Montag, 30.05.2022
Licht der Welt
Reflexionen
Malerei von Ulla Voßgröne
Die Ausstellung zeigt abstrahierte Malerei in Acryl auf Leinwand als bildliche Assoziationen zum Ausstellungstitel Licht der Welt. Vom Licht in Anlehnung an biblische Themen über das Licht in menschlich-spirituellen Sichtweisen weiterführend zu der Frage, in welchem Licht die Wissenschaft, hier die Astrophysik, die Welt als Ganzes sieht bis hin zu irdischen Lichterscheinungen spannt sich der thematische Bogen der Bilder. Oder anders ausgedrückt: Aus der Perspektive unterschiedlicher Welten wie der Glaubens- oder Lebenswelt, der Welt der Spiritualität oder der Wissenschaft, entstanden diese in Malerei gefassten Sichtweisen. Und wenn im Untertitel des Ausstellungsthemas von Reflexionen die Rede ist, dann ist darunter hier nicht nur reflektierendes Licht zu verstehen. Reflexion, auch im Zusammenhang mit Bildbetrachtung, erweitert Wahrnehmung – auch Selbstreflexion des Einzelnen ebenso wie Reflexion in der Gesellschaft prägt das Licht der Welt.
Worpswede
Hembergstraße 22, Kath. Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Wann wird es endlich anders? Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
Wann wird es endlich anders?
Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
zu sehen im Ritterhuder Rathaus, Riesstraße 40
während der Öffnungszeiten des Rathaus Ritterhude
Mo - Fr 08.30 – 12.00 Uhr
Mo + Di 14.00 – 16.00 Uhr
Do 14.00 – 18.00 Uhr
Ritterhude
Riesstraße 40, Rathaus Ritterhude
08:30 - 12:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
Otto-Modersohn-Museum, Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Lustige Bilder von Hanno
Mit Schwung und Elan malt Hanno Bilder und dichtet dazu.
Er freut sich sehr darüber.

Gezeigt werden Bilder mit Gedichten
Selbstgestaltete Mappen und
Büchlein
Worpswede
Osterweder Str 2, "Gute Werke" Ottersberger Manufakturen
11:00 Uhr
Details anzeigen
Ansgar Skiba - Natur
Im Werk des Malers Ansgar Skiba wird die Natur zum Ereignis. Die Sinnlichkeit seines pastosen Farbauftrags spiegelt ein Überwältigtsein von der Natur wider, deren Reichtum an Form und Farbe die alltäglichen Sehgewohnheiten herausfordert. In seinen Zeichnungen mit Tusche oder Silberstift hingegen geht Ansgar Skiba ganz von der Linie aus. Einzig durch Verdichtung und Überlappung der Linienführung entstehen Schattierungen und sodann eine räumliche Tiefe, die landschaftliche Eindrücke offenbart.
Bremen
Alte Hafenstr. 30
11:00 - 18:00 Uhr
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Ausstellung - Hans Jürgen Wormeck
Hans Jürgen Wormeck
Silberzeit Säurezeit Tonzeit
Worpswede
Bergstraße 22, Galerie des nwwk im Village
15:00 Uhr
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Dienstag, 31.05.2022
Licht der Welt
Reflexionen
Malerei von Ulla Voßgröne
Die Ausstellung zeigt abstrahierte Malerei in Acryl auf Leinwand als bildliche Assoziationen zum Ausstellungstitel Licht der Welt. Vom Licht in Anlehnung an biblische Themen über das Licht in menschlich-spirituellen Sichtweisen weiterführend zu der Frage, in welchem Licht die Wissenschaft, hier die Astrophysik, die Welt als Ganzes sieht bis hin zu irdischen Lichterscheinungen spannt sich der thematische Bogen der Bilder. Oder anders ausgedrückt: Aus der Perspektive unterschiedlicher Welten wie der Glaubens- oder Lebenswelt, der Welt der Spiritualität oder der Wissenschaft, entstanden diese in Malerei gefassten Sichtweisen. Und wenn im Untertitel des Ausstellungsthemas von Reflexionen die Rede ist, dann ist darunter hier nicht nur reflektierendes Licht zu verstehen. Reflexion, auch im Zusammenhang mit Bildbetrachtung, erweitert Wahrnehmung – auch Selbstreflexion des Einzelnen ebenso wie Reflexion in der Gesellschaft prägt das Licht der Welt.
Worpswede
Hembergstraße 22, Kath. Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Wann wird es endlich anders? Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
Wann wird es endlich anders?
Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
zu sehen im Ritterhuder Rathaus, Riesstraße 40
während der Öffnungszeiten des Rathaus Ritterhude
Mo - Fr 08.30 – 12.00 Uhr
Mo + Di 14.00 – 16.00 Uhr
Do 14.00 – 18.00 Uhr
Ritterhude
Riesstraße 40, Rathaus Ritterhude
08:30 - 12:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Museumsverbund Worpswede
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Mög-lichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - die Blumenstillleben
Otto-Modersohn-Museum, Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Lustige Bilder von Hanno
Mit Schwung und Elan malt Hanno Bilder und dichtet dazu.
Er freut sich sehr darüber.

Gezeigt werden Bilder mit Gedichten
Selbstgestaltete Mappen und
Büchlein
Worpswede
Osterweder Str 2, "Gute Werke" Ottersberger Manufakturen
11:00 Uhr
Details anzeigen
Ansgar Skiba - Natur
Im Werk des Malers Ansgar Skiba wird die Natur zum Ereignis. Die Sinnlichkeit seines pastosen Farbauftrags spiegelt ein Überwältigtsein von der Natur wider, deren Reichtum an Form und Farbe die alltäglichen Sehgewohnheiten herausfordert. In seinen Zeichnungen mit Tusche oder Silberstift hingegen geht Ansgar Skiba ganz von der Linie aus. Einzig durch Verdichtung und Überlappung der Linienführung entstehen Schattierungen und sodann eine räumliche Tiefe, die landschaftliche Eindrücke offenbart.
Bremen
Alte Hafenstr. 30
11:00 - 18:00 Uhr
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Torfkahnrundfahrt auf der Hamme
Unternehmen Sie einen Ausflug auf dem Torfkahn ab Worpswede auf der Hamme.

Die schwarzen Dielenboote mit den braunen Segeln waren einst das einzige Verkehrsmittel im nassen Teufelsmoor. Heute sind unsere aus Eichenbohlen selbst nachgebauten und mit geräuscharmen elektrischen Motoren ausgestatteten Torfkähne mit Ausflugsgästen unterwegs auf den Pfaden der alten Moorbauern.

Entdecken Sie die reizvolle Natur des Teufelsmoores und die Weite der Hammeniederung klimafreundlich vom Wasser aus. Während der Torfkahnfahrt erzählen die Skipper Geschichten aus alten Zeiten.
In der Sommersaison von Mai bis Oktober bieten wir regelmäßige Torfkahnfahrten an.
Worpswede
Hammeweg 12, Anleger am Hammehafen neben Wohnmobilstellplatz
14:00 - 15:30 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Heinrich Vogeler, Konsolenspiegel (Detail), um 1903, Foto © Jörg Sarbach / Stiftung Haus im Schluh
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
14:00 - 18:00 Uhr
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Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst"
24. April bis 9. Oktober 2022
Neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung
Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst

"Das Schönste wäre ja, wenn ich jenes unbewusste Empfinden, was manchmal
leicht und lieblich in mir summt, figürlich ausdrücken könnte."
Paula Modersohn-Becker


Portraitmalerei ist eine uralte Kunst – bereits im alten Griechenland um 500 vor Christus pflegte man die Kunst des Portraitierens. Auch die neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung widmet sich ganz dem Portrait.
Alle, die was auf sich hielten, ließen sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts portraitieren: Adel, Kaufleute, vom Klerus bis zu den Menschen, die aufgrund ihres sozialen Rangs, als würdig erschienen. Damals diente das Portrait dazu, Personen zu ehren, oder nach deren Tod an sie zu erinnern. Berühmte Künstler wie Albrecht Dürer, Vincent van Gogh oder Max Beckmann entwickelten das Selbstportrait zu einem ganz eigenen Genre.
Versuchte man früher den Menschen naturgetreu in einem Gemälde wiederzugeben, zeigten die Expressionisten viel vom Charakter des Modells.
In der modernen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts rückten die existentiellen Fragen nach der eigenen Identität in den Vordergrund. Hatten sich die Künstler der ersten Worpsweder Generation ganz der Landschaftsmalerei verschrieben, der Darstellung der Natur mit Licht und Schatten, dem hohen Himmel und den Birkenalleen, drängte sich jetzt mehr das eigene Ich in den Fokus. Ein besonderes Kapitel ist das Selbstportrait. Es ist selten Ausdruck von Mangel an Modellen, sondern Spiegelbild der eigenen Empfindung, wie Paula Modersohn Becker es oben im Zitat ausdrückt. In eindringlichen Bildern geht es um die, immer noch hochaktuelle Frage, nach der eigenen Identität, um das Selbst als fremdes Wesen.
Die neue Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" lenkt den Blick auf den Menschen, als wesentlichen Bildinhalt. Neben Bildern aus dem eigenen Bestand der Lilienthaler Kunststiftung sind Bilder aus der Worpsweder Kunststiftung zu sehen, und etliche Werke privater Leihgeber. Darstellungen bekannter Maler wie Fritz Mackensen, Hans am Ende, Ottilie Reylaender oder Tetjus Tügel sind Teil der Ausstellung. Aber auch Bilder unbekannter Weggefährtinnen von Paula Modersohn Becker, wie der bislang kaum bekannten Malerin Frida Witt. Das Besondere: Es werden eine ganze Reihe an Bildern zu sehen sein, die bislang nur in privaten Sammlungen oder in Archiven zu gezeigt wurden. Außerdem wird auch die ganze Sparte der Plastik sowie der Fotografie in der neuen Ausstellung berücksichtigt.
Mit ungefähr 100 Werken figürlicher Malerei, versucht die Lilienthaler Kunststiftung erneut ein Zeichen in der Region zu setzen.
Dabei geht die Kunststiftung mit dieser Ausstellung, zum ersten Mal eine Kooperation mit der in Bremen ansässigen Kunstschule Wandsbeck ein. Kunststudentinnen und -studenten werden sich intensiv mit den Künstlern und deren Motiven auseinandersetzen, und gegen Ende der Ausstellung ihre eigenen Werke zum Thema "Portrait" präsentieren. Wir freuen uns sehr über die Kooperation, die junge Menschen an die regionale Kunst heranführt. Außerdem wird es als Novum eine pädagogische Vermittlung von Kunst für Kinder geben sowie einen Familientag.
Die Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" wird vom 24. April bis zum 9. Oktober in der Lilienthaler Kunststiftung zu sehen sein.
Wir freuen uns auf ihren Besuch, in den frisch sanierten Räumlichkeiten der Kunstschau Lilienthal, in der Trupe 6 in Lilienthal.
Lilienthal
In der Trupe 6, Kunstschau Lilienthal
14:00 - 18:00 Uhr
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Ausstellung - Hans Jürgen Wormeck
Hans Jürgen Wormeck
Silberzeit Säurezeit Tonzeit
Worpswede
Bergstraße 22, Galerie des nwwk im Village
15:00 Uhr
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Juni 2022
Mittwoch, 01.06.2022
Licht der Welt
Reflexionen
Malerei von Ulla Voßgröne
Die Ausstellung zeigt abstrahierte Malerei in Acryl auf Leinwand als bildliche Assoziationen zum Ausstellungstitel Licht der Welt. Vom Licht in Anlehnung an biblische Themen über das Licht in menschlich-spirituellen Sichtweisen weiterführend zu der Frage, in welchem Licht die Wissenschaft, hier die Astrophysik, die Welt als Ganzes sieht bis hin zu irdischen Lichterscheinungen spannt sich der thematische Bogen der Bilder. Oder anders ausgedrückt: Aus der Perspektive unterschiedlicher Welten wie der Glaubens- oder Lebenswelt, der Welt der Spiritualität oder der Wissenschaft, entstanden diese in Malerei gefassten Sichtweisen. Und wenn im Untertitel des Ausstellungsthemas von Reflexionen die Rede ist, dann ist darunter hier nicht nur reflektierendes Licht zu verstehen. Reflexion, auch im Zusammenhang mit Bildbetrachtung, erweitert Wahrnehmung – auch Selbstreflexion des Einzelnen ebenso wie Reflexion in der Gesellschaft prägt das Licht der Welt.
Worpswede
Hembergstraße 22, Kath. Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Wann wird es endlich anders? Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
Wann wird es endlich anders?
Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
zu sehen im Ritterhuder Rathaus, Riesstraße 40
während der Öffnungszeiten des Rathaus Ritterhude
Mo - Fr 08.30 – 12.00 Uhr
Mo + Di 14.00 – 16.00 Uhr
Do 14.00 – 18.00 Uhr
Ritterhude
Riesstraße 40, Rathaus Ritterhude
08:30 - 12:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Museumsverbund Worpswede
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Mög-lichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - die Blumenstillleben
Otto-Modersohn-Museum, Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
11:00 - 13:00 Uhr
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Lustige Bilder von Hanno
Mit Schwung und Elan malt Hanno Bilder und dichtet dazu.
Er freut sich sehr darüber.

Gezeigt werden Bilder mit Gedichten
Selbstgestaltete Mappen und
Büchlein
Worpswede
Osterweder Str 2, "Gute Werke" Ottersberger Manufakturen
11:00 Uhr
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Ansgar Skiba - Natur
Im Werk des Malers Ansgar Skiba wird die Natur zum Ereignis. Die Sinnlichkeit seines pastosen Farbauftrags spiegelt ein Überwältigtsein von der Natur wider, deren Reichtum an Form und Farbe die alltäglichen Sehgewohnheiten herausfordert. In seinen Zeichnungen mit Tusche oder Silberstift hingegen geht Ansgar Skiba ganz von der Linie aus. Einzig durch Verdichtung und Überlappung der Linienführung entstehen Schattierungen und sodann eine räumliche Tiefe, die landschaftliche Eindrücke offenbart.
Bremen
Alte Hafenstr. 30
11:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Heinrich Vogeler, Konsolenspiegel (Detail), um 1903, Foto © Jörg Sarbach / Stiftung Haus im Schluh
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
14:00 - 18:00 Uhr
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Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst"
24. April bis 9. Oktober 2022
Neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung
Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst

"Das Schönste wäre ja, wenn ich jenes unbewusste Empfinden, was manchmal
leicht und lieblich in mir summt, figürlich ausdrücken könnte."
Paula Modersohn-Becker


Portraitmalerei ist eine uralte Kunst – bereits im alten Griechenland um 500 vor Christus pflegte man die Kunst des Portraitierens. Auch die neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung widmet sich ganz dem Portrait.
Alle, die was auf sich hielten, ließen sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts portraitieren: Adel, Kaufleute, vom Klerus bis zu den Menschen, die aufgrund ihres sozialen Rangs, als würdig erschienen. Damals diente das Portrait dazu, Personen zu ehren, oder nach deren Tod an sie zu erinnern. Berühmte Künstler wie Albrecht Dürer, Vincent van Gogh oder Max Beckmann entwickelten das Selbstportrait zu einem ganz eigenen Genre.
Versuchte man früher den Menschen naturgetreu in einem Gemälde wiederzugeben, zeigten die Expressionisten viel vom Charakter des Modells.
In der modernen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts rückten die existentiellen Fragen nach der eigenen Identität in den Vordergrund. Hatten sich die Künstler der ersten Worpsweder Generation ganz der Landschaftsmalerei verschrieben, der Darstellung der Natur mit Licht und Schatten, dem hohen Himmel und den Birkenalleen, drängte sich jetzt mehr das eigene Ich in den Fokus. Ein besonderes Kapitel ist das Selbstportrait. Es ist selten Ausdruck von Mangel an Modellen, sondern Spiegelbild der eigenen Empfindung, wie Paula Modersohn Becker es oben im Zitat ausdrückt. In eindringlichen Bildern geht es um die, immer noch hochaktuelle Frage, nach der eigenen Identität, um das Selbst als fremdes Wesen.
Die neue Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" lenkt den Blick auf den Menschen, als wesentlichen Bildinhalt. Neben Bildern aus dem eigenen Bestand der Lilienthaler Kunststiftung sind Bilder aus der Worpsweder Kunststiftung zu sehen, und etliche Werke privater Leihgeber. Darstellungen bekannter Maler wie Fritz Mackensen, Hans am Ende, Ottilie Reylaender oder Tetjus Tügel sind Teil der Ausstellung. Aber auch Bilder unbekannter Weggefährtinnen von Paula Modersohn Becker, wie der bislang kaum bekannten Malerin Frida Witt. Das Besondere: Es werden eine ganze Reihe an Bildern zu sehen sein, die bislang nur in privaten Sammlungen oder in Archiven zu gezeigt wurden. Außerdem wird auch die ganze Sparte der Plastik sowie der Fotografie in der neuen Ausstellung berücksichtigt.
Mit ungefähr 100 Werken figürlicher Malerei, versucht die Lilienthaler Kunststiftung erneut ein Zeichen in der Region zu setzen.
Dabei geht die Kunststiftung mit dieser Ausstellung, zum ersten Mal eine Kooperation mit der in Bremen ansässigen Kunstschule Wandsbeck ein. Kunststudentinnen und -studenten werden sich intensiv mit den Künstlern und deren Motiven auseinandersetzen, und gegen Ende der Ausstellung ihre eigenen Werke zum Thema "Portrait" präsentieren. Wir freuen uns sehr über die Kooperation, die junge Menschen an die regionale Kunst heranführt. Außerdem wird es als Novum eine pädagogische Vermittlung von Kunst für Kinder geben sowie einen Familientag.
Die Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" wird vom 24. April bis zum 9. Oktober in der Lilienthaler Kunststiftung zu sehen sein.
Wir freuen uns auf ihren Besuch, in den frisch sanierten Räumlichkeiten der Kunstschau Lilienthal, in der Trupe 6 in Lilienthal.
Lilienthal
In der Trupe 6, Kunstschau Lilienthal
14:00 - 18:00 Uhr
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Ausstellung - Hans Jürgen Wormeck
Hans Jürgen Wormeck
Silberzeit Säurezeit Tonzeit
Worpswede
Bergstraße 22, Galerie des nwwk im Village
15:00 Uhr
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Lions-Open-Air-Konzert mit Goldplay.live
Einlass ab 18.30 Uhr

Die Tribute-Show der Cover-Band "Goldplay.live" lässt die unsterblichen Hits der britischen Pop-Giganten Coldplay auf der Seebühne in Bremervörde lebendig werden.
Seit nunmehr 10 Jahren stehen Sie auf der Bühne. Fällt der Name Goldplay.live sind sich unzählige Coldplay und auch Nicht- Coldplay Fans einig: Dieses Konzertereignis erleben zu dürfen ist ein MUSS!
Die vier erfahrenen Musiker von Goldplay.live zelebrieren sympathisch und äußerst überzeugend eingebettet in eine farbenfrohe Show die zeitlose Musik von Coldplay und bewegen sich musikalisch wie stimmlich nahe am Original.

Präsentiert vom LIONS-Club Bremervörde. Mit den Einnahmen unterstützen wir die Kriegsopfer in der Ukraine.

Tickets im VVK 16,00 Euro
Abendkasse 20,00 Euro
Bremervörde
Seebühne am Vörder See
19:30 Uhr
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Donnerstag, 02.06.2022
Licht der Welt
Reflexionen
Malerei von Ulla Voßgröne
Die Ausstellung zeigt abstrahierte Malerei in Acryl auf Leinwand als bildliche Assoziationen zum Ausstellungstitel Licht der Welt. Vom Licht in Anlehnung an biblische Themen über das Licht in menschlich-spirituellen Sichtweisen weiterführend zu der Frage, in welchem Licht die Wissenschaft, hier die Astrophysik, die Welt als Ganzes sieht bis hin zu irdischen Lichterscheinungen spannt sich der thematische Bogen der Bilder. Oder anders ausgedrückt: Aus der Perspektive unterschiedlicher Welten wie der Glaubens- oder Lebenswelt, der Welt der Spiritualität oder der Wissenschaft, entstanden diese in Malerei gefassten Sichtweisen. Und wenn im Untertitel des Ausstellungsthemas von Reflexionen die Rede ist, dann ist darunter hier nicht nur reflektierendes Licht zu verstehen. Reflexion, auch im Zusammenhang mit Bildbetrachtung, erweitert Wahrnehmung – auch Selbstreflexion des Einzelnen ebenso wie Reflexion in der Gesellschaft prägt das Licht der Welt.
Worpswede
Hembergstraße 22, Kath. Kapelle Maria Frieden
08:00 - 18:00 Uhr
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Wann wird es endlich anders? Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
Wann wird es endlich anders?
Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
zu sehen im Ritterhuder Rathaus, Riesstraße 40
während der Öffnungszeiten des Rathaus Ritterhude
Mo - Fr 08.30 – 12.00 Uhr
Mo + Di 14.00 – 16.00 Uhr
Do 14.00 – 18.00 Uhr
Ritterhude
Riesstraße 40, Rathaus Ritterhude
08:30 - 12:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Museumsverbund Worpswede
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Mög-lichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - die Blumenstillleben
Otto-Modersohn-Museum, Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Lustige Bilder von Hanno
Mit Schwung und Elan malt Hanno Bilder und dichtet dazu.
Er freut sich sehr darüber.

Gezeigt werden Bilder mit Gedichten
Selbstgestaltete Mappen und
Büchlein
Worpswede
Osterweder Str 2, "Gute Werke" Ottersberger Manufakturen
11:00 Uhr
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Ansgar Skiba - Natur
Im Werk des Malers Ansgar Skiba wird die Natur zum Ereignis. Die Sinnlichkeit seines pastosen Farbauftrags spiegelt ein Überwältigtsein von der Natur wider, deren Reichtum an Form und Farbe die alltäglichen Sehgewohnheiten herausfordert. In seinen Zeichnungen mit Tusche oder Silberstift hingegen geht Ansgar Skiba ganz von der Linie aus. Einzig durch Verdichtung und Überlappung der Linienführung entstehen Schattierungen und sodann eine räumliche Tiefe, die landschaftliche Eindrücke offenbart.
Bremen
Alte Hafenstr. 30
11:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Breling und seine Töchter
Als Heinrich Breling sich 1907 endgültig mit seiner Familie in Fischerhude,
dem Ort seiner Kindheit, niederließ, lag bereits ein bewegtes Leben hinter ihm.
Nach dem Kunststudium in Hannover und der Teilnahme am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71
wurde er Maler am Hof des bayerischen Königs Ludwig II. und Professor an der Münchner Kunstaka-demie.
Später machte er sich als Historienmaler großformatiger Schlachtengemälde einen Namen.
Dabei blieb er stets ein Suchender, der immer wieder neue künstlerische Wege beschritt
und seine sechs Töchter ebenfalls darin bestärkte, ihre eigenen Wege zu gehen
– höchst ungewöhnlich in einer Zeit, in der die wenigsten Frauen ein selbstbestimmtes Leben führen durften.
Das Frühwerk Brelings ist durch den Einfluss seines Lehrers Wilhelm von Diez geprägt, der historisch-realistisch malte.
Die Gemälde des Spätwerks hingegen weisen den Weg zu einer allein von der durchdrungenen
Schönheit seiner Malerei getragenen Bildfindung. Seine besondere Wertschätzung galt den französi-schen Impressionisten, Cézanne, Gauguin und van Gogh. Das Zusammenspiel von Luft und Licht und eine strenge Gestaltung zeichnen Brelings
großformatige Fischerhuder Bilder aus. Die souveräne Setzung der Lichter sind charakteristische Merkmale seiner Porträtmalerei.
Brelings Frau Amalie war Pianistin und das Herz der Familie.Ihre Töchter waren ebenfalls künstlerisch begabt. Amelie wurde Malerin und Bildhauerin, Louise Opernsängerin und Malerin, Jossie Klavierlehre-rin und Komponistin, Haina Weberin und Olga Tänzerin und Malerin. Einzig Emma schlug einen ande-ren Weg ein. Sie wurde nach ihrer Ausbildung als Bürokauffrau schließlich in der Fischerhuder Ge-meindeverwaltung tätig.
Das Buch »Heinrich Breling und seine Töchter« erscheint zur gleichnamigen Ausstellung im Kunstver-ein Fischerhude im Dezember 2021.
Fischerhude
Im Krummen Ort 2, Kunstverein Fischerhude in Buthmanns Hof
14:00 - 17:00 Uhr
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Torfkahnrundfahrt auf der Hamme
Unternehmen Sie einen Ausflug auf dem Torfkahn ab Worpswede auf der Hamme.

Die schwarzen Dielenboote mit den braunen Segeln waren einst das einzige Verkehrsmittel im nassen Teufelsmoor. Heute sind unsere aus Eichenbohlen selbst nachgebauten und mit geräuscharmen elektrischen Motoren ausgestatteten Torfkähne mit Ausflugsgästen unterwegs auf den Pfaden der alten Moorbauern.

Entdecken Sie die reizvolle Natur des Teufelsmoores und die Weite der Hammeniederung klimafreundlich vom Wasser aus. Während der Torfkahnfahrt erzählen die Skipper Geschichten aus alten Zeiten.
In der Sommersaison von Mai bis Oktober bieten wir regelmäßige Torfkahnfahrten an.
Worpswede
Hammeweg 12, Anleger am Hammehafen neben Wohnmobilstellplatz
14:00 - 15:30 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Heinrich Vogeler, Konsolenspiegel (Detail), um 1903, Foto © Jörg Sarbach / Stiftung Haus im Schluh
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
14:00 - 18:00 Uhr
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Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst"
24. April bis 9. Oktober 2022
Neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung
Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst

"Das Schönste wäre ja, wenn ich jenes unbewusste Empfinden, was manchmal
leicht und lieblich in mir summt, figürlich ausdrücken könnte."
Paula Modersohn-Becker


Portraitmalerei ist eine uralte Kunst – bereits im alten Griechenland um 500 vor Christus pflegte man die Kunst des Portraitierens. Auch die neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung widmet sich ganz dem Portrait.
Alle, die was auf sich hielten, ließen sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts portraitieren: Adel, Kaufleute, vom Klerus bis zu den Menschen, die aufgrund ihres sozialen Rangs, als würdig erschienen. Damals diente das Portrait dazu, Personen zu ehren, oder nach deren Tod an sie zu erinnern. Berühmte Künstler wie Albrecht Dürer, Vincent van Gogh oder Max Beckmann entwickelten das Selbstportrait zu einem ganz eigenen Genre.
Versuchte man früher den Menschen naturgetreu in einem Gemälde wiederzugeben, zeigten die Expressionisten viel vom Charakter des Modells.
In der modernen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts rückten die existentiellen Fragen nach der eigenen Identität in den Vordergrund. Hatten sich die Künstler der ersten Worpsweder Generation ganz der Landschaftsmalerei verschrieben, der Darstellung der Natur mit Licht und Schatten, dem hohen Himmel und den Birkenalleen, drängte sich jetzt mehr das eigene Ich in den Fokus. Ein besonderes Kapitel ist das Selbstportrait. Es ist selten Ausdruck von Mangel an Modellen, sondern Spiegelbild der eigenen Empfindung, wie Paula Modersohn Becker es oben im Zitat ausdrückt. In eindringlichen Bildern geht es um die, immer noch hochaktuelle Frage, nach der eigenen Identität, um das Selbst als fremdes Wesen.
Die neue Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" lenkt den Blick auf den Menschen, als wesentlichen Bildinhalt. Neben Bildern aus dem eigenen Bestand der Lilienthaler Kunststiftung sind Bilder aus der Worpsweder Kunststiftung zu sehen, und etliche Werke privater Leihgeber. Darstellungen bekannter Maler wie Fritz Mackensen, Hans am Ende, Ottilie Reylaender oder Tetjus Tügel sind Teil der Ausstellung. Aber auch Bilder unbekannter Weggefährtinnen von Paula Modersohn Becker, wie der bislang kaum bekannten Malerin Frida Witt. Das Besondere: Es werden eine ganze Reihe an Bildern zu sehen sein, die bislang nur in privaten Sammlungen oder in Archiven zu gezeigt wurden. Außerdem wird auch die ganze Sparte der Plastik sowie der Fotografie in der neuen Ausstellung berücksichtigt.
Mit ungefähr 100 Werken figürlicher Malerei, versucht die Lilienthaler Kunststiftung erneut ein Zeichen in der Region zu setzen.
Dabei geht die Kunststiftung mit dieser Ausstellung, zum ersten Mal eine Kooperation mit der in Bremen ansässigen Kunstschule Wandsbeck ein. Kunststudentinnen und -studenten werden sich intensiv mit den Künstlern und deren Motiven auseinandersetzen, und gegen Ende der Ausstellung ihre eigenen Werke zum Thema "Portrait" präsentieren. Wir freuen uns sehr über die Kooperation, die junge Menschen an die regionale Kunst heranführt. Außerdem wird es als Novum eine pädagogische Vermittlung von Kunst für Kinder geben sowie einen Familientag.
Die Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" wird vom 24. April bis zum 9. Oktober in der Lilienthaler Kunststiftung zu sehen sein.
Wir freuen uns auf ihren Besuch, in den frisch sanierten Räumlichkeiten der Kunstschau Lilienthal, in der Trupe 6 in Lilienthal.
Lilienthal
In der Trupe 6, Kunstschau Lilienthal
14:00 - 18:00 Uhr
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Ausstellung - Hans Jürgen Wormeck
Hans Jürgen Wormeck
Silberzeit Säurezeit Tonzeit
Worpswede
Bergstraße 22, Galerie des nwwk im Village
15:00 Uhr
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öffentliche Museumsführung • Große Kunstschau
öffentliche Führung
Kosten: 5 Euro, zzgl. Eintritt
Dauer: 45 Minuten
Begrenzte Teilnehmerzahl: max. 20 Personen
Nur mit vorheriger Anmeldung über die Tourist-Information unter 04792 935820
Worpswede
Lindenallee 3, Große Kunstschau
15:00 - 15:45 Uhr
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Regen. Eine Liebeserklärung an das Wetter, wie es ist
Lesung und Wetterbegegnung mit Christian Sauer zum Schwerpunktthema WETTER.
Begeben Sie sich – bei jedem Wetter – auf einen (Regen-)Erkundungsgang von Murkens Hof zur Buchhandlung Buchstäblich mit dem Autor, Journalisten und Coach Christian Sauer.
Lilienthal
Klosterstr. 25, Kulturzentrum Murkens Hof
19:00 Uhr
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Freitag, 03.06.2022
Wann wird es endlich anders? Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
Wann wird es endlich anders?
Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
zu sehen im Ritterhuder Rathaus, Riesstraße 40
während der Öffnungszeiten des Rathaus Ritterhude
Mo - Fr 08.30 – 12.00 Uhr
Mo + Di 14.00 – 16.00 Uhr
Do 14.00 – 18.00 Uhr
Ritterhude
Riesstraße 40, Rathaus Ritterhude
08:30 - 12:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Museumsverbund Worpswede
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Mög-lichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - die Blumenstillleben
Otto-Modersohn-Museum, Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
11:00 - 13:00 Uhr
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Lustige Bilder von Hanno
Mit Schwung und Elan malt Hanno Bilder und dichtet dazu.
Er freut sich sehr darüber.

Gezeigt werden Bilder mit Gedichten
Selbstgestaltete Mappen und
Büchlein
Worpswede
Osterweder Str 2, "Gute Werke" Ottersberger Manufakturen
11:00 Uhr
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Ansgar Skiba - Natur
Im Werk des Malers Ansgar Skiba wird die Natur zum Ereignis. Die Sinnlichkeit seines pastosen Farbauftrags spiegelt ein Überwältigtsein von der Natur wider, deren Reichtum an Form und Farbe die alltäglichen Sehgewohnheiten herausfordert. In seinen Zeichnungen mit Tusche oder Silberstift hingegen geht Ansgar Skiba ganz von der Linie aus. Einzig durch Verdichtung und Überlappung der Linienführung entstehen Schattierungen und sodann eine räumliche Tiefe, die landschaftliche Eindrücke offenbart.
Bremen
Alte Hafenstr. 30
11:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Breling und seine Töchter
Als Heinrich Breling sich 1907 endgültig mit seiner Familie in Fischerhude,
dem Ort seiner Kindheit, niederließ, lag bereits ein bewegtes Leben hinter ihm.
Nach dem Kunststudium in Hannover und der Teilnahme am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71
wurde er Maler am Hof des bayerischen Königs Ludwig II. und Professor an der Münchner Kunstaka-demie.
Später machte er sich als Historienmaler großformatiger Schlachtengemälde einen Namen.
Dabei blieb er stets ein Suchender, der immer wieder neue künstlerische Wege beschritt
und seine sechs Töchter ebenfalls darin bestärkte, ihre eigenen Wege zu gehen
– höchst ungewöhnlich in einer Zeit, in der die wenigsten Frauen ein selbstbestimmtes Leben führen durften.
Das Frühwerk Brelings ist durch den Einfluss seines Lehrers Wilhelm von Diez geprägt, der historisch-realistisch malte.
Die Gemälde des Spätwerks hingegen weisen den Weg zu einer allein von der durchdrungenen
Schönheit seiner Malerei getragenen Bildfindung. Seine besondere Wertschätzung galt den französi-schen Impressionisten, Cézanne, Gauguin und van Gogh. Das Zusammenspiel von Luft und Licht und eine strenge Gestaltung zeichnen Brelings
großformatige Fischerhuder Bilder aus. Die souveräne Setzung der Lichter sind charakteristische Merkmale seiner Porträtmalerei.
Brelings Frau Amalie war Pianistin und das Herz der Familie.Ihre Töchter waren ebenfalls künstlerisch begabt. Amelie wurde Malerin und Bildhauerin, Louise Opernsängerin und Malerin, Jossie Klavierlehre-rin und Komponistin, Haina Weberin und Olga Tänzerin und Malerin. Einzig Emma schlug einen ande-ren Weg ein. Sie wurde nach ihrer Ausbildung als Bürokauffrau schließlich in der Fischerhuder Ge-meindeverwaltung tätig.
Das Buch »Heinrich Breling und seine Töchter« erscheint zur gleichnamigen Ausstellung im Kunstver-ein Fischerhude im Dezember 2021.
Fischerhude
Im Krummen Ort 2, Kunstverein Fischerhude in Buthmanns Hof
14:00 - 17:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Heinrich Vogeler, Konsolenspiegel (Detail), um 1903, Foto © Jörg Sarbach / Stiftung Haus im Schluh
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
14:00 - 18:00 Uhr
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Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst"
24. April bis 9. Oktober 2022
Neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung
Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst

"Das Schönste wäre ja, wenn ich jenes unbewusste Empfinden, was manchmal
leicht und lieblich in mir summt, figürlich ausdrücken könnte."
Paula Modersohn-Becker


Portraitmalerei ist eine uralte Kunst – bereits im alten Griechenland um 500 vor Christus pflegte man die Kunst des Portraitierens. Auch die neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung widmet sich ganz dem Portrait.
Alle, die was auf sich hielten, ließen sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts portraitieren: Adel, Kaufleute, vom Klerus bis zu den Menschen, die aufgrund ihres sozialen Rangs, als würdig erschienen. Damals diente das Portrait dazu, Personen zu ehren, oder nach deren Tod an sie zu erinnern. Berühmte Künstler wie Albrecht Dürer, Vincent van Gogh oder Max Beckmann entwickelten das Selbstportrait zu einem ganz eigenen Genre.
Versuchte man früher den Menschen naturgetreu in einem Gemälde wiederzugeben, zeigten die Expressionisten viel vom Charakter des Modells.
In der modernen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts rückten die existentiellen Fragen nach der eigenen Identität in den Vordergrund. Hatten sich die Künstler der ersten Worpsweder Generation ganz der Landschaftsmalerei verschrieben, der Darstellung der Natur mit Licht und Schatten, dem hohen Himmel und den Birkenalleen, drängte sich jetzt mehr das eigene Ich in den Fokus. Ein besonderes Kapitel ist das Selbstportrait. Es ist selten Ausdruck von Mangel an Modellen, sondern Spiegelbild der eigenen Empfindung, wie Paula Modersohn Becker es oben im Zitat ausdrückt. In eindringlichen Bildern geht es um die, immer noch hochaktuelle Frage, nach der eigenen Identität, um das Selbst als fremdes Wesen.
Die neue Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" lenkt den Blick auf den Menschen, als wesentlichen Bildinhalt. Neben Bildern aus dem eigenen Bestand der Lilienthaler Kunststiftung sind Bilder aus der Worpsweder Kunststiftung zu sehen, und etliche Werke privater Leihgeber. Darstellungen bekannter Maler wie Fritz Mackensen, Hans am Ende, Ottilie Reylaender oder Tetjus Tügel sind Teil der Ausstellung. Aber auch Bilder unbekannter Weggefährtinnen von Paula Modersohn Becker, wie der bislang kaum bekannten Malerin Frida Witt. Das Besondere: Es werden eine ganze Reihe an Bildern zu sehen sein, die bislang nur in privaten Sammlungen oder in Archiven zu gezeigt wurden. Außerdem wird auch die ganze Sparte der Plastik sowie der Fotografie in der neuen Ausstellung berücksichtigt.
Mit ungefähr 100 Werken figürlicher Malerei, versucht die Lilienthaler Kunststiftung erneut ein Zeichen in der Region zu setzen.
Dabei geht die Kunststiftung mit dieser Ausstellung, zum ersten Mal eine Kooperation mit der in Bremen ansässigen Kunstschule Wandsbeck ein. Kunststudentinnen und -studenten werden sich intensiv mit den Künstlern und deren Motiven auseinandersetzen, und gegen Ende der Ausstellung ihre eigenen Werke zum Thema "Portrait" präsentieren. Wir freuen uns sehr über die Kooperation, die junge Menschen an die regionale Kunst heranführt. Außerdem wird es als Novum eine pädagogische Vermittlung von Kunst für Kinder geben sowie einen Familientag.
Die Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" wird vom 24. April bis zum 9. Oktober in der Lilienthaler Kunststiftung zu sehen sein.
Wir freuen uns auf ihren Besuch, in den frisch sanierten Räumlichkeiten der Kunstschau Lilienthal, in der Trupe 6 in Lilienthal.
Lilienthal
In der Trupe 6, Kunstschau Lilienthal
14:00 - 18:00 Uhr
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Ausstellung - Hans Jürgen Wormeck
Hans Jürgen Wormeck
Silberzeit Säurezeit Tonzeit
Worpswede
Bergstraße 22, Galerie des nwwk im Village
15:00 Uhr
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Moorwanderung
Das Teufelsmoor – vielfach als unwirtlich beschrieben, oft idyllisch gemalt. Was ist davon geblieben? Was zeichnet diesen charakteristischen Lebensraum aus und warum ist der Erhalt des Moores ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz?

Auf einer Wanderung durch einen geschützten Hochmoorbereich erfahren die Gäste die Besonderheiten der dort lebenden Pflanzen- und Tierarten, geschichtliche Aspekte der Kultivierung sowie klimarelevante Fakten sowohl bei Entwässerung und Abbau als auch bei Wiedervernässung des Moorkörpers.

Dauer: 2 Stunden plus An- und Abfahrt
Kosten: 13,00 €/Person
Kinder bis 14 Jahre: kostenfrei
Unbefestigte Wege
TN-Zahl: max. 16 Personen
Anfahrt in eigenem PKW
Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sowie ggf. Insektenschutz empfohlen
Worpswede
Bergstr. 13, Touristinformation für Worpswede und das Teufelsmoor
15:00 - 17:30 Uhr
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Samstag, 04.06.2022
Wochenmarkt
Kleiner, feiner Wochenmarkt auf dem Dorfplatz in der Bergstraße mit u.a.
- Obst und Gemüse
- Fleischerei
- Bäckerei
- Besen
- Kunsthandwerk
- Honig
- Blumen
und Kunst an der Wäscheleine
Worpswede
Bergstraße, Dorfplatz
09:00 - 14:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Museumsverbund Worpswede
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Heinrich Vogeler, Konsolenspiegel (Detail), um 1903, Foto © Jörg Sarbach / Stiftung Haus im Schluh
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Mög-lichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - die Blumenstillleben
Otto-Modersohn-Museum, Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Beeinflusst das Klima die Geschichte?
Vortrag mit Christian Michelsen zum Schwerpunktthema WETTER
Die These, dass Klimaveränderungen bisher von der Geschichtsphilosophie als bestimmende Faktoren weltgeschichtlicher Ereignisse nicht berücksichtigt oder zumindest vernachlässigt wurden, soll anhand ausgewählter Beispiele aus der europäischen Geschichte dargestellt und diskutiert werden.
Lilienthal
Klosterstr. 25, Kulturzentrum Murkens Hof
10:15 Uhr
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Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
11:00 - 13:00 Uhr
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Lustige Bilder von Hanno
Mit Schwung und Elan malt Hanno Bilder und dichtet dazu.
Er freut sich sehr darüber.

Gezeigt werden Bilder mit Gedichten
Selbstgestaltete Mappen und
Büchlein
Worpswede
Osterweder Str 2, "Gute Werke" Ottersberger Manufakturen
11:00 Uhr
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Ansgar Skiba - Natur
Im Werk des Malers Ansgar Skiba wird die Natur zum Ereignis. Die Sinnlichkeit seines pastosen Farbauftrags spiegelt ein Überwältigtsein von der Natur wider, deren Reichtum an Form und Farbe die alltäglichen Sehgewohnheiten herausfordert. In seinen Zeichnungen mit Tusche oder Silberstift hingegen geht Ansgar Skiba ganz von der Linie aus. Einzig durch Verdichtung und Überlappung der Linienführung entstehen Schattierungen und sodann eine räumliche Tiefe, die landschaftliche Eindrücke offenbart.
Bremen
Alte Hafenstr. 30
11:00 - 17:00 Uhr
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Naturverzweigungen
2. April bis 26. Juni 2022
(geöffnet Samstag und Sonntag, 11 bis 17 Uhr)


Spannen wir einen Bogen über das bisherige Lebenswerk des Künstlers Heinz Cymontkowski so sehen wir Werke in vielfältigen Darstellungsweisen, Formen, Farben und Materialien.
Der Künstler hat in seinem Atelier im Teufelsmoor, im Nahbereich von Worpswede, schon mehrfach das Thema Mensch und Natur aufgegriffen.
Das Atelierprojekt findet in einer Zeit statt, in der die Natur in eine neue Jahreszeit springt:
Im Erdreich und über der Erde entstehen neue Verzweigungen, im Wurzelwerk und in der Flora. Auch die Gedanken des Künstlers verästeln und verzweigen sich zu neuen Gedankenwelten.
Der Künstler greift diese neuen Naturbeziehungen auf und verästelt sie in seinen Pinselschwingungen auf die Leinwand oder in bei den Zeichnungen auf Papier.

NATURVERZWEIGUNGEN– darunter versteht der Künstler Heinz Cymontkowski das Eingehen des Menschen auf die Natur, das sich Einlassen auf seine Naturbeziehungen.

Über das Sehen und Verstehen des Umfelds des Künstlers– sei es Natur-, Menschen- oder Gesellschaftsraum – sind im Augenblick des Durchlebten die gezeigten Werke entstanden.
Das Leben erleben, verstehen und Darstellungslösungen formen auf Papier, Leinwand oder anderen Materialien steht hinter der künstlerischen Arbeit.

Im Atelier im Teufelsmoor wird der Spannungsbogen Zeit in unterschiedlicher Art sichtbar gemacht.
Gezeigt werden Ölbilder, Aquarelle und Zeichnungen
Osterholz-Scharmbeck
Zur kleinen Reihe 14, Galerie und Atelier Dorf Teufelsmoor
11:00 - 17:00 Uhr
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Frühling - Bilder aus dem alten Worpswede
Die Urtümlichkeit der Teufelsmoorlandschaft, die Natur im Wechsel der Jahreszeiten und das bisweilen grandiose Licht über dem Weyerberg haben die ersten Maler nach Worpswede gezogen. So auch Heinrich Vogeler, zu dessen 150. Geburtstag in der Galerie Cohrs-Zirus eine erlesene Auswahl seiner Graphiken präsentiert wird — begleitet von Bildern, Graphiken und Plastiken der Künstler der 1. und 2. Generation bis heute.

Abb.: H. Vogeler (1872-1942): Die Lerche, 1899

Öffnungszeiten: Sa+So 11-13 und 14-18 Uhr
Worpswede
Bergstraße 33, Galerie Cohrs-Zirus
11:00 - 18:00 Uhr
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Themenführung Heinrich Vogeler mit Besuch von zwei Museen
Führung zu Leben und Werk des Künstlers Heinrich Vogeler mit dem Besuch von zwei Museen.
In den Museen Worpswedes wird Heinrich Vogeler zu seinem 150. Geburtstag mit mehreren Sonderausstellungen gewürdigt. Während der Führung werden zwei Museen besucht, die seine künstlerische Entwicklung vom Jugendstil zur Agitationskunst für eine kommunistische Gesellschaftsordnung anhand von Dokumenten, Design, Grafiken und Gemälden nachvollziehbar machen.


Termin: Samstag, 30.04.2022, 13 h
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Preis: 21 € pro Person inkl. Museumseintritt für zwei Museen
Treffpunkt und Anmeldung (erforderlich): Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,
Tel.: 04792 935820 oder info@worpswede-touristik.de
Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
13:00 - 15:30 Uhr
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Heinrich Breling und seine Töchter
Als Heinrich Breling sich 1907 endgültig mit seiner Familie in Fischerhude,
dem Ort seiner Kindheit, niederließ, lag bereits ein bewegtes Leben hinter ihm.
Nach dem Kunststudium in Hannover und der Teilnahme am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71
wurde er Maler am Hof des bayerischen Königs Ludwig II. und Professor an der Münchner Kunstaka-demie.
Später machte er sich als Historienmaler großformatiger Schlachtengemälde einen Namen.
Dabei blieb er stets ein Suchender, der immer wieder neue künstlerische Wege beschritt
und seine sechs Töchter ebenfalls darin bestärkte, ihre eigenen Wege zu gehen
– höchst ungewöhnlich in einer Zeit, in der die wenigsten Frauen ein selbstbestimmtes Leben führen durften.
Das Frühwerk Brelings ist durch den Einfluss seines Lehrers Wilhelm von Diez geprägt, der historisch-realistisch malte.
Die Gemälde des Spätwerks hingegen weisen den Weg zu einer allein von der durchdrungenen
Schönheit seiner Malerei getragenen Bildfindung. Seine besondere Wertschätzung galt den französi-schen Impressionisten, Cézanne, Gauguin und van Gogh. Das Zusammenspiel von Luft und Licht und eine strenge Gestaltung zeichnen Brelings
großformatige Fischerhuder Bilder aus. Die souveräne Setzung der Lichter sind charakteristische Merkmale seiner Porträtmalerei.
Brelings Frau Amalie war Pianistin und das Herz der Familie.Ihre Töchter waren ebenfalls künstlerisch begabt. Amelie wurde Malerin und Bildhauerin, Louise Opernsängerin und Malerin, Jossie Klavierlehre-rin und Komponistin, Haina Weberin und Olga Tänzerin und Malerin. Einzig Emma schlug einen ande-ren Weg ein. Sie wurde nach ihrer Ausbildung als Bürokauffrau schließlich in der Fischerhuder Ge-meindeverwaltung tätig.
Das Buch »Heinrich Breling und seine Töchter« erscheint zur gleichnamigen Ausstellung im Kunstver-ein Fischerhude im Dezember 2021.
Fischerhude
Im Krummen Ort 2, Kunstverein Fischerhude in Buthmanns Hof
14:00 - 17:00 Uhr
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Torfkahnrundfahrt auf der Hamme
Unternehmen Sie einen Ausflug auf dem Torfkahn ab Worpswede auf der Hamme.

Die schwarzen Dielenboote mit den braunen Segeln waren einst das einzige Verkehrsmittel im nassen Teufelsmoor. Heute sind unsere aus Eichenbohlen selbst nachgebauten und mit geräuscharmen elektrischen Motoren ausgestatteten Torfkähne mit Ausflugsgästen unterwegs auf den Pfaden der alten Moorbauern.

Entdecken Sie die reizvolle Natur des Teufelsmoores und die Weite der Hammeniederung klimafreundlich vom Wasser aus. Während der Torfkahnfahrt erzählen die Skipper Geschichten aus alten Zeiten.
In der Sommersaison von Mai bis Oktober bieten wir regelmäßige Torfkahnfahrten an.
Worpswede
Hammeweg 12, Anleger am Hammehafen neben Wohnmobilstellplatz
14:00 - 15:30 Uhr
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Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst"
24. April bis 9. Oktober 2022
Neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung
Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst

"Das Schönste wäre ja, wenn ich jenes unbewusste Empfinden, was manchmal
leicht und lieblich in mir summt, figürlich ausdrücken könnte."
Paula Modersohn-Becker


Portraitmalerei ist eine uralte Kunst – bereits im alten Griechenland um 500 vor Christus pflegte man die Kunst des Portraitierens. Auch die neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung widmet sich ganz dem Portrait.
Alle, die was auf sich hielten, ließen sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts portraitieren: Adel, Kaufleute, vom Klerus bis zu den Menschen, die aufgrund ihres sozialen Rangs, als würdig erschienen. Damals diente das Portrait dazu, Personen zu ehren, oder nach deren Tod an sie zu erinnern. Berühmte Künstler wie Albrecht Dürer, Vincent van Gogh oder Max Beckmann entwickelten das Selbstportrait zu einem ganz eigenen Genre.
Versuchte man früher den Menschen naturgetreu in einem Gemälde wiederzugeben, zeigten die Expressionisten viel vom Charakter des Modells.
In der modernen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts rückten die existentiellen Fragen nach der eigenen Identität in den Vordergrund. Hatten sich die Künstler der ersten Worpsweder Generation ganz der Landschaftsmalerei verschrieben, der Darstellung der Natur mit Licht und Schatten, dem hohen Himmel und den Birkenalleen, drängte sich jetzt mehr das eigene Ich in den Fokus. Ein besonderes Kapitel ist das Selbstportrait. Es ist selten Ausdruck von Mangel an Modellen, sondern Spiegelbild der eigenen Empfindung, wie Paula Modersohn Becker es oben im Zitat ausdrückt. In eindringlichen Bildern geht es um die, immer noch hochaktuelle Frage, nach der eigenen Identität, um das Selbst als fremdes Wesen.
Die neue Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" lenkt den Blick auf den Menschen, als wesentlichen Bildinhalt. Neben Bildern aus dem eigenen Bestand der Lilienthaler Kunststiftung sind Bilder aus der Worpsweder Kunststiftung zu sehen, und etliche Werke privater Leihgeber. Darstellungen bekannter Maler wie Fritz Mackensen, Hans am Ende, Ottilie Reylaender oder Tetjus Tügel sind Teil der Ausstellung. Aber auch Bilder unbekannter Weggefährtinnen von Paula Modersohn Becker, wie der bislang kaum bekannten Malerin Frida Witt. Das Besondere: Es werden eine ganze Reihe an Bildern zu sehen sein, die bislang nur in privaten Sammlungen oder in Archiven zu gezeigt wurden. Außerdem wird auch die ganze Sparte der Plastik sowie der Fotografie in der neuen Ausstellung berücksichtigt.
Mit ungefähr 100 Werken figürlicher Malerei, versucht die Lilienthaler Kunststiftung erneut ein Zeichen in der Region zu setzen.
Dabei geht die Kunststiftung mit dieser Ausstellung, zum ersten Mal eine Kooperation mit der in Bremen ansässigen Kunstschule Wandsbeck ein. Kunststudentinnen und -studenten werden sich intensiv mit den Künstlern und deren Motiven auseinandersetzen, und gegen Ende der Ausstellung ihre eigenen Werke zum Thema "Portrait" präsentieren. Wir freuen uns sehr über die Kooperation, die junge Menschen an die regionale Kunst heranführt. Außerdem wird es als Novum eine pädagogische Vermittlung von Kunst für Kinder geben sowie einen Familientag.
Die Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" wird vom 24. April bis zum 9. Oktober in der Lilienthaler Kunststiftung zu sehen sein.
Wir freuen uns auf ihren Besuch, in den frisch sanierten Räumlichkeiten der Kunstschau Lilienthal, in der Trupe 6 in Lilienthal.
Lilienthal
In der Trupe 6, Kunstschau Lilienthal
14:00 - 18:00 Uhr
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Ausstellung - Hans Jürgen Wormeck
Hans Jürgen Wormeck
Silberzeit Säurezeit Tonzeit
Worpswede
Bergstraße 22, Galerie des nwwk im Village
15:00 Uhr
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Torfkahnrundfahrt auf der Hamme
Unternehmen Sie einen Ausflug auf dem Torfkahn ab Worpswede auf der Hamme.

Die schwarzen Dielenboote mit den braunen Segeln waren einst das einzige Verkehrsmittel im nassen Teufelsmoor. Heute sind unsere aus Eichenbohlen selbst nachgebauten und mit geräuscharmen elektrischen Motoren ausgestatteten Torfkähne mit Ausflugsgästen unterwegs auf den Pfaden der alten Moorbauern.

Entdecken Sie die reizvolle Natur des Teufelsmoores und die Weite der Hammeniederung klimafreundlich vom Wasser aus. Während der Torfkahnfahrt erzählen die Skipper Geschichten aus alten Zeiten.
In der Sommersaison von Mai bis Oktober bieten wir regelmäßige Torfkahnfahrten an.
Worpswede
Hammeweg 12, Anleger am Hammehafen neben Wohnmobilstellplatz
16:00 - 17:30 Uhr
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Worpsweder Gruselkabinettstückchen
Entdecken Sie bei unserem Laternenspaziergang rund um den Weyerberg und in das Ortszentrum noch den einen oder anderen verschwiegenen Winkel und lassen Sie sich vom "Verteller" hin und wieder zu einer Gänsehaut provozieren.
Worpswede bei Nacht ist weit davon entfernt, ein verschlafenes Dorf zu sein! Wenn Sie Lust haben, Worpswede mal von einer anderen – einer "einheimischen" – Seite kennenzulernen, dann folgen Sie den Spuren unserer Vorfahren und lassen Sie sich in eine ferne, uns vielleicht schon etwas fremd gewordene Welt entführen. Es sind nicht Götter, Kulte, Sitten und Gebräuche, die Ihnen auf der ca. 2-stündigen Nachtwanderung nahe gebracht werden. Vielmehr ist es die menschliche Seite unseres Dorfes, die durch Geschichten und Geschichtchen – unseren Döntjes – für Sie wieder lebendig werden soll.
Wenn Sie diese kleine Zeitreise unternehmen möchten, sollten Sie dem Wetter entsprechend gekleidet sein und festes Schuhwerk dabei haben. Für die Beleuchtung ist gesorgt!
Termine: jeden 1. Samstag im Monat
Startzeit: September bis April 20 h, Mai bis August 22 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 13 € pro Person
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,
Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
20:00 - 22:00 Uhr
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Nachtexkursion zwischen Hamme und Beek
Die Hammewiesen bei Nacht erleben! Das Quaken der Frösche, die Gesänge der Röhrichtvögel und das charakteristische "Crex Crex" des Wachtelkönigs. In der Nacht sind andere Tiere aktiv als am Tag und statt der Augen ist unser Gehörsinn gefragt, um die Geräusche und Stimmen erkennen zu können. Fledermäuse sind dagegen für uns nahezu lautlos, allerdings können wir sie mit Hilfe eines Ultraschall-Detektors hörbar machen und mit der Taschenlampe bei der Jagd auf Insekten beobachten – ein beeindruckendes Naturschauspiel.
Worpswede
Hammeweg, Hammebrücke Neu Helgoland
20:00 - 23:00 Uhr
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Sonntag, 05.06.2022
Otto Modersohn - Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Museumsverbund Worpswede
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Heinrich Vogeler, Konsolenspiegel (Detail), um 1903, Foto © Jörg Sarbach / Stiftung Haus im Schluh
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Mög-lichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - die Blumenstillleben
Otto-Modersohn-Museum, Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst"
24. April bis 9. Oktober 2022
Neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung
Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst

"Das Schönste wäre ja, wenn ich jenes unbewusste Empfinden, was manchmal
leicht und lieblich in mir summt, figürlich ausdrücken könnte."
Paula Modersohn-Becker


Portraitmalerei ist eine uralte Kunst – bereits im alten Griechenland um 500 vor Christus pflegte man die Kunst des Portraitierens. Auch die neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung widmet sich ganz dem Portrait.
Alle, die was auf sich hielten, ließen sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts portraitieren: Adel, Kaufleute, vom Klerus bis zu den Menschen, die aufgrund ihres sozialen Rangs, als würdig erschienen. Damals diente das Portrait dazu, Personen zu ehren, oder nach deren Tod an sie zu erinnern. Berühmte Künstler wie Albrecht Dürer, Vincent van Gogh oder Max Beckmann entwickelten das Selbstportrait zu einem ganz eigenen Genre.
Versuchte man früher den Menschen naturgetreu in einem Gemälde wiederzugeben, zeigten die Expressionisten viel vom Charakter des Modells.
In der modernen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts rückten die existentiellen Fragen nach der eigenen Identität in den Vordergrund. Hatten sich die Künstler der ersten Worpsweder Generation ganz der Landschaftsmalerei verschrieben, der Darstellung der Natur mit Licht und Schatten, dem hohen Himmel und den Birkenalleen, drängte sich jetzt mehr das eigene Ich in den Fokus. Ein besonderes Kapitel ist das Selbstportrait. Es ist selten Ausdruck von Mangel an Modellen, sondern Spiegelbild der eigenen Empfindung, wie Paula Modersohn Becker es oben im Zitat ausdrückt. In eindringlichen Bildern geht es um die, immer noch hochaktuelle Frage, nach der eigenen Identität, um das Selbst als fremdes Wesen.
Die neue Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" lenkt den Blick auf den Menschen, als wesentlichen Bildinhalt. Neben Bildern aus dem eigenen Bestand der Lilienthaler Kunststiftung sind Bilder aus der Worpsweder Kunststiftung zu sehen, und etliche Werke privater Leihgeber. Darstellungen bekannter Maler wie Fritz Mackensen, Hans am Ende, Ottilie Reylaender oder Tetjus Tügel sind Teil der Ausstellung. Aber auch Bilder unbekannter Weggefährtinnen von Paula Modersohn Becker, wie der bislang kaum bekannten Malerin Frida Witt. Das Besondere: Es werden eine ganze Reihe an Bildern zu sehen sein, die bislang nur in privaten Sammlungen oder in Archiven zu gezeigt wurden. Außerdem wird auch die ganze Sparte der Plastik sowie der Fotografie in der neuen Ausstellung berücksichtigt.
Mit ungefähr 100 Werken figürlicher Malerei, versucht die Lilienthaler Kunststiftung erneut ein Zeichen in der Region zu setzen.
Dabei geht die Kunststiftung mit dieser Ausstellung, zum ersten Mal eine Kooperation mit der in Bremen ansässigen Kunstschule Wandsbeck ein. Kunststudentinnen und -studenten werden sich intensiv mit den Künstlern und deren Motiven auseinandersetzen, und gegen Ende der Ausstellung ihre eigenen Werke zum Thema "Portrait" präsentieren. Wir freuen uns sehr über die Kooperation, die junge Menschen an die regionale Kunst heranführt. Außerdem wird es als Novum eine pädagogische Vermittlung von Kunst für Kinder geben sowie einen Familientag.
Die Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" wird vom 24. April bis zum 9. Oktober in der Lilienthaler Kunststiftung zu sehen sein.
Wir freuen uns auf ihren Besuch, in den frisch sanierten Räumlichkeiten der Kunstschau Lilienthal, in der Trupe 6 in Lilienthal.
Lilienthal
In der Trupe 6, Kunstschau Lilienthal
10:00 - 18:00 Uhr
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Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
11:00 - 13:00 Uhr
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Heinrich Breling und seine Töchter
Als Heinrich Breling sich 1907 endgültig mit seiner Familie in Fischerhude,
dem Ort seiner Kindheit, niederließ, lag bereits ein bewegtes Leben hinter ihm.
Nach dem Kunststudium in Hannover und der Teilnahme am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71
wurde er Maler am Hof des bayerischen Königs Ludwig II. und Professor an der Münchner Kunstaka-demie.
Später machte er sich als Historienmaler großformatiger Schlachtengemälde einen Namen.
Dabei blieb er stets ein Suchender, der immer wieder neue künstlerische Wege beschritt
und seine sechs Töchter ebenfalls darin bestärkte, ihre eigenen Wege zu gehen
– höchst ungewöhnlich in einer Zeit, in der die wenigsten Frauen ein selbstbestimmtes Leben führen durften.
Das Frühwerk Brelings ist durch den Einfluss seines Lehrers Wilhelm von Diez geprägt, der historisch-realistisch malte.
Die Gemälde des Spätwerks hingegen weisen den Weg zu einer allein von der durchdrungenen
Schönheit seiner Malerei getragenen Bildfindung. Seine besondere Wertschätzung galt den französi-schen Impressionisten, Cézanne, Gauguin und van Gogh. Das Zusammenspiel von Luft und Licht und eine strenge Gestaltung zeichnen Brelings
großformatige Fischerhuder Bilder aus. Die souveräne Setzung der Lichter sind charakteristische Merkmale seiner Porträtmalerei.
Brelings Frau Amalie war Pianistin und das Herz der Familie.Ihre Töchter waren ebenfalls künstlerisch begabt. Amelie wurde Malerin und Bildhauerin, Louise Opernsängerin und Malerin, Jossie Klavierlehre-rin und Komponistin, Haina Weberin und Olga Tänzerin und Malerin. Einzig Emma schlug einen ande-ren Weg ein. Sie wurde nach ihrer Ausbildung als Bürokauffrau schließlich in der Fischerhuder Ge-meindeverwaltung tätig.
Das Buch »Heinrich Breling und seine Töchter« erscheint zur gleichnamigen Ausstellung im Kunstver-ein Fischerhude im Dezember 2021.
Fischerhude
Im Krummen Ort 2, Kunstverein Fischerhude in Buthmanns Hof
11:00 - 17:00 Uhr
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Lustige Bilder von Hanno
Mit Schwung und Elan malt Hanno Bilder und dichtet dazu.
Er freut sich sehr darüber.

Gezeigt werden Bilder mit Gedichten
Selbstgestaltete Mappen und
Büchlein
Worpswede
Osterweder Str 2, "Gute Werke" Ottersberger Manufakturen
11:00 Uhr
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Ansgar Skiba - Natur
Im Werk des Malers Ansgar Skiba wird die Natur zum Ereignis. Die Sinnlichkeit seines pastosen Farbauftrags spiegelt ein Überwältigtsein von der Natur wider, deren Reichtum an Form und Farbe die alltäglichen Sehgewohnheiten herausfordert. In seinen Zeichnungen mit Tusche oder Silberstift hingegen geht Ansgar Skiba ganz von der Linie aus. Einzig durch Verdichtung und Überlappung der Linienführung entstehen Schattierungen und sodann eine räumliche Tiefe, die landschaftliche Eindrücke offenbart.
Bremen
Alte Hafenstr. 30
11:00 - 17:00 Uhr
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Naturverzweigungen
2. April bis 26. Juni 2022
(geöffnet Samstag und Sonntag, 11 bis 17 Uhr)


Spannen wir einen Bogen über das bisherige Lebenswerk des Künstlers Heinz Cymontkowski so sehen wir Werke in vielfältigen Darstellungsweisen, Formen, Farben und Materialien.
Der Künstler hat in seinem Atelier im Teufelsmoor, im Nahbereich von Worpswede, schon mehrfach das Thema Mensch und Natur aufgegriffen.
Das Atelierprojekt findet in einer Zeit statt, in der die Natur in eine neue Jahreszeit springt:
Im Erdreich und über der Erde entstehen neue Verzweigungen, im Wurzelwerk und in der Flora. Auch die Gedanken des Künstlers verästeln und verzweigen sich zu neuen Gedankenwelten.
Der Künstler greift diese neuen Naturbeziehungen auf und verästelt sie in seinen Pinselschwingungen auf die Leinwand oder in bei den Zeichnungen auf Papier.

NATURVERZWEIGUNGEN– darunter versteht der Künstler Heinz Cymontkowski das Eingehen des Menschen auf die Natur, das sich Einlassen auf seine Naturbeziehungen.

Über das Sehen und Verstehen des Umfelds des Künstlers– sei es Natur-, Menschen- oder Gesellschaftsraum – sind im Augenblick des Durchlebten die gezeigten Werke entstanden.
Das Leben erleben, verstehen und Darstellungslösungen formen auf Papier, Leinwand oder anderen Materialien steht hinter der künstlerischen Arbeit.

Im Atelier im Teufelsmoor wird der Spannungsbogen Zeit in unterschiedlicher Art sichtbar gemacht.
Gezeigt werden Ölbilder, Aquarelle und Zeichnungen
Osterholz-Scharmbeck
Zur kleinen Reihe 14, Galerie und Atelier Dorf Teufelsmoor
11:00 - 17:00 Uhr
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Frühling - Bilder aus dem alten Worpswede
Die Urtümlichkeit der Teufelsmoorlandschaft, die Natur im Wechsel der Jahreszeiten und das bisweilen grandiose Licht über dem Weyerberg haben die ersten Maler nach Worpswede gezogen. So auch Heinrich Vogeler, zu dessen 150. Geburtstag in der Galerie Cohrs-Zirus eine erlesene Auswahl seiner Graphiken präsentiert wird — begleitet von Bildern, Graphiken und Plastiken der Künstler der 1. und 2. Generation bis heute.

Abb.: H. Vogeler (1872-1942): Die Lerche, 1899

Öffnungszeiten: Sa+So 11-13 und 14-18 Uhr
Worpswede
Bergstraße 33, Galerie Cohrs-Zirus
11:00 - 18:00 Uhr
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Lagerfeuer-Kochkurse
Bei dem fünfstündigen Einsteigerkurs werden Sie in die Welt des Lagerfeuerkochens eingeweiht. Sie kochen sich vom Frühstück bis hin zum Dessert durch den Tag. Neben Tricks und Tipps erfahren Sie noch viel Wissenswertes über die Ausrüstung und den wichtigsten Protagonisten, das Feuer.
Schwanewede
Parkplatz Schmidts-Kiefern, Heidhof
11:00 - 16:00 Uhr
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öffentliche Museumsführung • Große Kunstschau
öffentliche Führung
Kosten: 5 Euro, zzgl. Eintritt
Dauer: 45 Minuten
Begrenzte Teilnehmerzahl: max. 20 Personen
Nur mit vorheriger Anmeldung über die Tourist-Information unter 04792 935820
Worpswede
Lindenallee 3, Große Kunstschau
12:00 - 12:45 Uhr
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Torfkahnrundfahrt auf der Hamme
Unternehmen Sie einen Ausflug auf dem Torfkahn ab Worpswede auf der Hamme.

Die schwarzen Dielenboote mit den braunen Segeln waren einst das einzige Verkehrsmittel im nassen Teufelsmoor. Heute sind unsere aus Eichenbohlen selbst nachgebauten und mit geräuscharmen elektrischen Motoren ausgestatteten Torfkähne mit Ausflugsgästen unterwegs auf den Pfaden der alten Moorbauern.

Entdecken Sie die reizvolle Natur des Teufelsmoores und die Weite der Hammeniederung klimafreundlich vom Wasser aus. Während der Torfkahnfahrt erzählen die Skipper Geschichten aus alten Zeiten.
In der Sommersaison von Mai bis Oktober bieten wir regelmäßige Torfkahnfahrten an.
Worpswede
Hammeweg 12, Anleger am Hammehafen neben Wohnmobilstellplatz
12:00 - 13:30 Uhr
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Torfkahnrundfahrt auf der Hamme
Unternehmen Sie einen Ausflug auf dem Torfkahn ab Worpswede auf der Hamme.

Die schwarzen Dielenboote mit den braunen Segeln waren einst das einzige Verkehrsmittel im nassen Teufelsmoor. Heute sind unsere aus Eichenbohlen selbst nachgebauten und mit geräuscharmen elektrischen Motoren ausgestatteten Torfkähne mit Ausflugsgästen unterwegs auf den Pfaden der alten Moorbauern.

Entdecken Sie die reizvolle Natur des Teufelsmoores und die Weite der Hammeniederung klimafreundlich vom Wasser aus. Während der Torfkahnfahrt erzählen die Skipper Geschichten aus alten Zeiten.
In der Sommersaison von Mai bis Oktober bieten wir regelmäßige Torfkahnfahrten an.
Worpswede
Hammeweg 12, Anleger am Hammehafen neben Wohnmobilstellplatz
14:00 - 15:30 Uhr
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Ausstellung - Hans Jürgen Wormeck
Hans Jürgen Wormeck
Silberzeit Säurezeit Tonzeit
Worpswede
Bergstraße 22, Galerie des nwwk im Village
15:00 Uhr
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Gartenkonzert Diedrichshof
Es spielt die Diedrichshof - Combo mit Hansjörg Klotz - Saxophone und Klarinette, Jan-Hendrik Ehlers- Klavier, Karl-Heinz Viola Bass und Karl-Friedrich Leisinger - Schlagzeug.

BeBop, Cool- und Latin - Jazz mit Titeln von Charly Parker, Miles Davis, John Coltrane
Worpswede
Bremer Landstraße 48, Diedrichshof
15:00 - 17:30 Uhr
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Montag, 06.06.2022
Wann wird es endlich anders? Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
Wann wird es endlich anders?
Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
zu sehen im Ritterhuder Rathaus, Riesstraße 40
während der Öffnungszeiten des Rathaus Ritterhude
Mo - Fr 08.30 – 12.00 Uhr
Mo + Di 14.00 – 16.00 Uhr
Do 14.00 – 18.00 Uhr
Ritterhude
Riesstraße 40, Rathaus Ritterhude
08:30 - 12:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - die Blumenstillleben
Otto-Modersohn-Museum, Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Lustige Bilder von Hanno
Mit Schwung und Elan malt Hanno Bilder und dichtet dazu.
Er freut sich sehr darüber.

Gezeigt werden Bilder mit Gedichten
Selbstgestaltete Mappen und
Büchlein
Worpswede
Osterweder Str 2, "Gute Werke" Ottersberger Manufakturen
11:00 Uhr
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Ansgar Skiba - Natur
Im Werk des Malers Ansgar Skiba wird die Natur zum Ereignis. Die Sinnlichkeit seines pastosen Farbauftrags spiegelt ein Überwältigtsein von der Natur wider, deren Reichtum an Form und Farbe die alltäglichen Sehgewohnheiten herausfordert. In seinen Zeichnungen mit Tusche oder Silberstift hingegen geht Ansgar Skiba ganz von der Linie aus. Einzig durch Verdichtung und Überlappung der Linienführung entstehen Schattierungen und sodann eine räumliche Tiefe, die landschaftliche Eindrücke offenbart.
Bremen
Alte Hafenstr. 30
11:00 - 18:00 Uhr
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Die Insel des Schönen- Auf dem Rad mit Heinrich Vogeler rund um den Weyerberg
Heinrich Vogeler, geboren 1872 in Bremen, hat wie kaum ein anderer
Worpswede geprägt. Vom erfolgreichen Jugendstilkünstler, Grafiker,
Architekten und liebenden Ehemann, bis zum unbeirrbaren Idealisten,
Sozialreformer und Kommunisten, hat er der Entwicklung Worpswedes Impulse
gegeben, die bis heute sichtbar sind. Die 3-stündige Fahrradtour zeigt die
Vielfalt des Ausnahmekünstlers. Vom Barkenhoff, über das Haus im Schluh und
den Worpsweder Bahnhof bis über den Weyerberg begeben wir uns gemeinsam Heinrich Vogeler, geboren 1872 in Bremen, hat wie kaum ein anderer
Worpswede geprägt. Vom erfolgreichen Jugendstilkünstler, Grafiker,
Architekten und liebenden Ehemann, bis zum unbeirrbaren Idealisten,
Sozialreformer und Kommunisten, hat er der Entwicklung Worpswedes Impulse
gegeben, die bis heute sichtbar sind. Die 3-stündige Fahrradtour zeigt die
Vielfalt des Ausnahmekünstlers. Vom Barkenhoff, über das Haus im Schluh und den Worpsweder Bahnhof bis über den Weyerberg begeben wir uns gemeinsam auf die Spuren seiner philosophischen und künstlerischen Arbeit. So erfahren wir, warum gute Möbel und schöne Bücher für bessere Menschen sorgen, Worpswede einer der Ursprungsorte für biodynamische Landwirtschaft ist, aber Mann bzw. Frau auch in Schönheit ersticken können.

Dauer: ca. 3 Stunden
Preis: 19 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,
Fahrräder müssen mitgebracht werden.

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
11:00 - 14:00 Uhr
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Tag der offenen Tür in der Worpsweder Mühle
Wie jedes Jahr öffnen sich am Pfingstmontag die Türen der Mühlen für Besucher. Und dies auch in der Worpsweder Mühle! Von 11-17 Uhr ist Zeit für Besichtigung des Wallholländers und es wird auch wieder Führungen geben.
Worpswede
An der Mühle, Worpsweder Mühle
11:00 - 17:00 Uhr
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Moorfest in Tarmstedt
Am Pfingstmontag findet wieder das traditionelle Moorfest im Tarmstedter Moor statt. Mit Torfstechen, Moorführungen und Kaffee und Kuchen. Ein gemütlicher Nachmittag in der Natur mit vielen netten Leuten.
Tarmstedt
Rothensteiner Damm, Moorpfad Tarmstedt
14:00 - 17:00 Uhr
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Ausstellung - Hans Jürgen Wormeck
Hans Jürgen Wormeck
Silberzeit Säurezeit Tonzeit
Worpswede
Bergstraße 22, Galerie des nwwk im Village
15:00 Uhr
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Dienstag, 07.06.2022
Wann wird es endlich anders? Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
Wann wird es endlich anders?
Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
zu sehen im Ritterhuder Rathaus, Riesstraße 40
während der Öffnungszeiten des Rathaus Ritterhude
Mo - Fr 08.30 – 12.00 Uhr
Mo + Di 14.00 – 16.00 Uhr
Do 14.00 – 18.00 Uhr
Ritterhude
Riesstraße 40, Rathaus Ritterhude
08:30 - 12:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Museumsverbund Worpswede
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Mög-lichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - die Blumenstillleben
Otto-Modersohn-Museum, Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Lustige Bilder von Hanno
Mit Schwung und Elan malt Hanno Bilder und dichtet dazu.
Er freut sich sehr darüber.

Gezeigt werden Bilder mit Gedichten
Selbstgestaltete Mappen und
Büchlein
Worpswede
Osterweder Str 2, "Gute Werke" Ottersberger Manufakturen
11:00 Uhr
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Ansgar Skiba - Natur
Im Werk des Malers Ansgar Skiba wird die Natur zum Ereignis. Die Sinnlichkeit seines pastosen Farbauftrags spiegelt ein Überwältigtsein von der Natur wider, deren Reichtum an Form und Farbe die alltäglichen Sehgewohnheiten herausfordert. In seinen Zeichnungen mit Tusche oder Silberstift hingegen geht Ansgar Skiba ganz von der Linie aus. Einzig durch Verdichtung und Überlappung der Linienführung entstehen Schattierungen und sodann eine räumliche Tiefe, die landschaftliche Eindrücke offenbart.
Bremen
Alte Hafenstr. 30
11:00 - 18:00 Uhr
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Torfkahnrundfahrt auf der Hamme
Unternehmen Sie einen Ausflug auf dem Torfkahn ab Worpswede auf der Hamme.

Die schwarzen Dielenboote mit den braunen Segeln waren einst das einzige Verkehrsmittel im nassen Teufelsmoor. Heute sind unsere aus Eichenbohlen selbst nachgebauten und mit geräuscharmen elektrischen Motoren ausgestatteten Torfkähne mit Ausflugsgästen unterwegs auf den Pfaden der alten Moorbauern.

Entdecken Sie die reizvolle Natur des Teufelsmoores und die Weite der Hammeniederung klimafreundlich vom Wasser aus. Während der Torfkahnfahrt erzählen die Skipper Geschichten aus alten Zeiten.
In der Sommersaison von Mai bis Oktober bieten wir regelmäßige Torfkahnfahrten an.
Worpswede
Hammeweg 12, Anleger am Hammehafen neben Wohnmobilstellplatz
14:00 - 15:30 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Heinrich Vogeler, Konsolenspiegel (Detail), um 1903, Foto © Jörg Sarbach / Stiftung Haus im Schluh
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
14:00 - 18:00 Uhr
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Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst"
24. April bis 9. Oktober 2022
Neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung
Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst

"Das Schönste wäre ja, wenn ich jenes unbewusste Empfinden, was manchmal
leicht und lieblich in mir summt, figürlich ausdrücken könnte."
Paula Modersohn-Becker


Portraitmalerei ist eine uralte Kunst – bereits im alten Griechenland um 500 vor Christus pflegte man die Kunst des Portraitierens. Auch die neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung widmet sich ganz dem Portrait.
Alle, die was auf sich hielten, ließen sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts portraitieren: Adel, Kaufleute, vom Klerus bis zu den Menschen, die aufgrund ihres sozialen Rangs, als würdig erschienen. Damals diente das Portrait dazu, Personen zu ehren, oder nach deren Tod an sie zu erinnern. Berühmte Künstler wie Albrecht Dürer, Vincent van Gogh oder Max Beckmann entwickelten das Selbstportrait zu einem ganz eigenen Genre.
Versuchte man früher den Menschen naturgetreu in einem Gemälde wiederzugeben, zeigten die Expressionisten viel vom Charakter des Modells.
In der modernen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts rückten die existentiellen Fragen nach der eigenen Identität in den Vordergrund. Hatten sich die Künstler der ersten Worpsweder Generation ganz der Landschaftsmalerei verschrieben, der Darstellung der Natur mit Licht und Schatten, dem hohen Himmel und den Birkenalleen, drängte sich jetzt mehr das eigene Ich in den Fokus. Ein besonderes Kapitel ist das Selbstportrait. Es ist selten Ausdruck von Mangel an Modellen, sondern Spiegelbild der eigenen Empfindung, wie Paula Modersohn Becker es oben im Zitat ausdrückt. In eindringlichen Bildern geht es um die, immer noch hochaktuelle Frage, nach der eigenen Identität, um das Selbst als fremdes Wesen.
Die neue Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" lenkt den Blick auf den Menschen, als wesentlichen Bildinhalt. Neben Bildern aus dem eigenen Bestand der Lilienthaler Kunststiftung sind Bilder aus der Worpsweder Kunststiftung zu sehen, und etliche Werke privater Leihgeber. Darstellungen bekannter Maler wie Fritz Mackensen, Hans am Ende, Ottilie Reylaender oder Tetjus Tügel sind Teil der Ausstellung. Aber auch Bilder unbekannter Weggefährtinnen von Paula Modersohn Becker, wie der bislang kaum bekannten Malerin Frida Witt. Das Besondere: Es werden eine ganze Reihe an Bildern zu sehen sein, die bislang nur in privaten Sammlungen oder in Archiven zu gezeigt wurden. Außerdem wird auch die ganze Sparte der Plastik sowie der Fotografie in der neuen Ausstellung berücksichtigt.
Mit ungefähr 100 Werken figürlicher Malerei, versucht die Lilienthaler Kunststiftung erneut ein Zeichen in der Region zu setzen.
Dabei geht die Kunststiftung mit dieser Ausstellung, zum ersten Mal eine Kooperation mit der in Bremen ansässigen Kunstschule Wandsbeck ein. Kunststudentinnen und -studenten werden sich intensiv mit den Künstlern und deren Motiven auseinandersetzen, und gegen Ende der Ausstellung ihre eigenen Werke zum Thema "Portrait" präsentieren. Wir freuen uns sehr über die Kooperation, die junge Menschen an die regionale Kunst heranführt. Außerdem wird es als Novum eine pädagogische Vermittlung von Kunst für Kinder geben sowie einen Familientag.
Die Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" wird vom 24. April bis zum 9. Oktober in der Lilienthaler Kunststiftung zu sehen sein.
Wir freuen uns auf ihren Besuch, in den frisch sanierten Räumlichkeiten der Kunstschau Lilienthal, in der Trupe 6 in Lilienthal.
Lilienthal
In der Trupe 6, Kunstschau Lilienthal
14:00 - 18:00 Uhr
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Ausstellung - Hans Jürgen Wormeck
Hans Jürgen Wormeck
Silberzeit Säurezeit Tonzeit
Worpswede
Bergstraße 22, Galerie des nwwk im Village
15:00 Uhr
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Mittwoch, 08.06.2022
Wann wird es endlich anders? Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
Wann wird es endlich anders?
Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
zu sehen im Ritterhuder Rathaus, Riesstraße 40
während der Öffnungszeiten des Rathaus Ritterhude
Mo - Fr 08.30 – 12.00 Uhr
Mo + Di 14.00 – 16.00 Uhr
Do 14.00 – 18.00 Uhr
Ritterhude
Riesstraße 40, Rathaus Ritterhude
08:30 - 12:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Museumsverbund Worpswede
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
Details anzeigen
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Mög-lichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospek-tive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinie-renden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleicherma-ßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besonde-re Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Selbstbildnis/Karikatur, 1909, Radierung und Aquatinta, Kunsthalle Worpswede
© Worpsweder Museumsverbund/Jörg Sarbach
Worpswede
Bergstraße 17, Worpsweder Kunsthalle
10:00 - 18:00 Uhr
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Otto Modersohn - die Blumenstillleben
Otto-Modersohn-Museum, Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Worpswede erleben
Sie möchten Worpswede kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig!
Begleiten Sie uns zu den schönsten Ecken Worpswedes und erfahren Sie unterwegs viel Wissenswertesüber den Künstlerort und die ihn umgebende Moorlandschaft. Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot": Hören Sie unterwegs von der Besiedlungsgeschichte des Teufelsmoores, die mit schwerer Arbeit und großen Entbehrungen einherging. Welche Faszination übte das kleine Bauerndorf inmitten dieser Region später auf die Künstler aus? Was veranlasste Künstlerinnen, wie Paula Modersohn-Becker und andere, sich hier niederzulassen? Barkenhoff, Kaffee Verrückt oder Käseglocke: Wie wurde der Ort durch die unterschiedlichsten Künstlerbauten geprägt?
Diese und viele andere Fragen werden während unseres Spaziergangs mit dem Besuch eines Museums beantwortet.

Termine: Ganzjährig jeden Samstag um 11 h, April bis Oktober mittwochs, freitags und sonntags 11 h
Sondertermine: Rosenmontag, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. + 31. Oktober 11 h
Silvester 14 h, Neujahr 12 h
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 14 € pro Person inkl. Museumseintritt
Treffpunkt: Tourist-Information Worpswede, Bergstraße 13,

Das Angebot ist auch für Gruppen individuell buchbar.
Worpswede
Bergstraße 13, Tourist-Information Worpswede
11:00 - 13:00 Uhr
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Lustige Bilder von Hanno
Mit Schwung und Elan malt Hanno Bilder und dichtet dazu.
Er freut sich sehr darüber.

Gezeigt werden Bilder mit Gedichten
Selbstgestaltete Mappen und
Büchlein
Worpswede
Osterweder Str 2, "Gute Werke" Ottersberger Manufakturen
11:00 Uhr
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Ansgar Skiba - Natur
Im Werk des Malers Ansgar Skiba wird die Natur zum Ereignis. Die Sinnlichkeit seines pastosen Farbauftrags spiegelt ein Überwältigtsein von der Natur wider, deren Reichtum an Form und Farbe die alltäglichen Sehgewohnheiten herausfordert. In seinen Zeichnungen mit Tusche oder Silberstift hingegen geht Ansgar Skiba ganz von der Linie aus. Einzig durch Verdichtung und Überlappung der Linienführung entstehen Schattierungen und sodann eine räumliche Tiefe, die landschaftliche Eindrücke offenbart.
Bremen
Alte Hafenstr. 30
11:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Das Leben gestalten
Das Haus im Schluh – private Sammlung seiner Familie und Museum für Heinrich Vogeler– zeigt anhand vieler Originalstücke sein gestalterisches Werk und die dahinter stehende künstlerische Motivation. Möbel, Buchkunst, Porzellan, Silber und textile Arbeiten des Jugendstils geben einen lebendigen Eindruck seiner Vielseitigkeit.

»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegereitelkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.

Heinrich Vogeler, Konsolenspiegel (Detail), um 1903, Foto © Jörg Sarbach / Stiftung Haus im Schluh
Worpswede
Im Schluh 35-37, Haus im Schluh
14:00 - 18:00 Uhr
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Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst"
24. April bis 9. Oktober 2022
Neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung
Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst

"Das Schönste wäre ja, wenn ich jenes unbewusste Empfinden, was manchmal
leicht und lieblich in mir summt, figürlich ausdrücken könnte."
Paula Modersohn-Becker


Portraitmalerei ist eine uralte Kunst – bereits im alten Griechenland um 500 vor Christus pflegte man die Kunst des Portraitierens. Auch die neue Ausstellung in der Lilienthaler Kunststiftung widmet sich ganz dem Portrait.
Alle, die was auf sich hielten, ließen sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts portraitieren: Adel, Kaufleute, vom Klerus bis zu den Menschen, die aufgrund ihres sozialen Rangs, als würdig erschienen. Damals diente das Portrait dazu, Personen zu ehren, oder nach deren Tod an sie zu erinnern. Berühmte Künstler wie Albrecht Dürer, Vincent van Gogh oder Max Beckmann entwickelten das Selbstportrait zu einem ganz eigenen Genre.
Versuchte man früher den Menschen naturgetreu in einem Gemälde wiederzugeben, zeigten die Expressionisten viel vom Charakter des Modells.
In der modernen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts rückten die existentiellen Fragen nach der eigenen Identität in den Vordergrund. Hatten sich die Künstler der ersten Worpsweder Generation ganz der Landschaftsmalerei verschrieben, der Darstellung der Natur mit Licht und Schatten, dem hohen Himmel und den Birkenalleen, drängte sich jetzt mehr das eigene Ich in den Fokus. Ein besonderes Kapitel ist das Selbstportrait. Es ist selten Ausdruck von Mangel an Modellen, sondern Spiegelbild der eigenen Empfindung, wie Paula Modersohn Becker es oben im Zitat ausdrückt. In eindringlichen Bildern geht es um die, immer noch hochaktuelle Frage, nach der eigenen Identität, um das Selbst als fremdes Wesen.
Die neue Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" lenkt den Blick auf den Menschen, als wesentlichen Bildinhalt. Neben Bildern aus dem eigenen Bestand der Lilienthaler Kunststiftung sind Bilder aus der Worpsweder Kunststiftung zu sehen, und etliche Werke privater Leihgeber. Darstellungen bekannter Maler wie Fritz Mackensen, Hans am Ende, Ottilie Reylaender oder Tetjus Tügel sind Teil der Ausstellung. Aber auch Bilder unbekannter Weggefährtinnen von Paula Modersohn Becker, wie der bislang kaum bekannten Malerin Frida Witt. Das Besondere: Es werden eine ganze Reihe an Bildern zu sehen sein, die bislang nur in privaten Sammlungen oder in Archiven zu gezeigt wurden. Außerdem wird auch die ganze Sparte der Plastik sowie der Fotografie in der neuen Ausstellung berücksichtigt.
Mit ungefähr 100 Werken figürlicher Malerei, versucht die Lilienthaler Kunststiftung erneut ein Zeichen in der Region zu setzen.
Dabei geht die Kunststiftung mit dieser Ausstellung, zum ersten Mal eine Kooperation mit der in Bremen ansässigen Kunstschule Wandsbeck ein. Kunststudentinnen und -studenten werden sich intensiv mit den Künstlern und deren Motiven auseinandersetzen, und gegen Ende der Ausstellung ihre eigenen Werke zum Thema "Portrait" präsentieren. Wir freuen uns sehr über die Kooperation, die junge Menschen an die regionale Kunst heranführt. Außerdem wird es als Novum eine pädagogische Vermittlung von Kunst für Kinder geben sowie einen Familientag.
Die Ausstellung "Figur.Portrait.Skulptur. Die Darstellung des Menschen in regionaler Kunst" wird vom 24. April bis zum 9. Oktober in der Lilienthaler Kunststiftung zu sehen sein.
Wir freuen uns auf ihren Besuch, in den frisch sanierten Räumlichkeiten der Kunstschau Lilienthal, in der Trupe 6 in Lilienthal.
Lilienthal
In der Trupe 6, Kunstschau Lilienthal
14:00 - 18:00 Uhr
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Ausstellung - Hans Jürgen Wormeck
Hans Jürgen Wormeck
Silberzeit Säurezeit Tonzeit
Worpswede
Bergstraße 22, Galerie des nwwk im Village
15:00 Uhr
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Schwerpunkt WETTER: The Weather
Smalltalk auf Englisch mit Annette Umlauft. An diesem Abend geht es um das Wetter im Englischen aus historischer sowie zukunftsorientierter Perspektive: Yesterday, Today and Tomorrow.
Lilienthal
Klosterstr. 25, Kulturzentrum Murkens Hof
18:30 Uhr
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Donnerstag, 09.06.2022
Wann wird es endlich anders? Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
Wann wird es endlich anders?
Freche Frauen - gemalt von Karin Uthoff
zu sehen im Ritterhuder Rathaus, Riesstraße 40
während der Öffnungszeiten des Rathaus Ritterhude
Mo - Fr 08.30 – 12.00 Uhr
Mo + Di 14.00 – 16.00 Uhr
Do 14.00 – 18.00 Uhr
Ritterhude
Riesstraße 40, Rathaus Ritterhude
08:30 - 12:00 Uhr
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Otto Modersohn - Fischerhude
Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Werden
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Werden

Der Barkenhoff – Lebens- und Arbeitsstätte Vogelers für drei Jahrzehnte – bietet einen umfassenden Einblick in den künstlerischen und weltanschaulichen Kosmos Heinrich Vogelers. Vogelers Leben und Werk werden hier zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis!


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser ilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede


2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier
Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder
Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. De-zember 2022 bereits vom 27. März an mit der großen Gemeinschaftsausstellung
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persönlichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst entscheidend geprägt, denn Vogeler war ein Künstler, der Kunst
und Leben und später auch Kunst und Politik zu vereinen suchte.

Die Retrospektive wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bre-men, der Geburtsstätte Vogelers, ergänzt. Kooperationspartner sind unter anderem die Kunsthalle Bremen, die Museen Böttcherstraße und das Focke-Museum sowie das Bremer Rathaus. Dessen kostbarster Raum, die Güldenkammer, wurde im Jahr 1905 von Heinrich Vogeler gestaltet.


Heinrich Vogeler, Selbstportrait, 1914, Öl auf Leinwand, Waldemar Koch-Stiftung Bremen/Dauerleigabe an die Barkenhoff-Stiftung
© Worpsweder Museumsverbund
Worpswede
Ostendorfer Str. 10, Barkenhoff
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Sommerabend · Anbruch einer Neuen Zeit?
Große Kunstschau: Historischer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Sommerabend

Im Historischen Teil der Großen Kunstschau werden die künstlerischen und menschlichen Beziehungen zwischen Vogeler und seinen Worpsweder Malerkolleginnen und -kollegen lebendig. Der Ausgangspunkt ist Vogelers berühmtes Monumentalgemälde Sommerabend.


Große Kunstschau: Neuer Teil
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Anbruch einer Neuen Zeit?

Im Neuen Teil der Großen Kunstschau wird eine Brücke in unsere Gegenwart geschlagen. Zeitgenössische Positionen greifen die Themen Vogelers auf und fragen nach möglichen Entwicklungen und Perspektiven für unser Morgen. Wo finden wir heute Ansätze für den ›Anbruch einer neuen Zeit‹?


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospektive, die sein Leben und alle Werkaspekte und -phasen in einer ebenso facettenreichen wie faszinierenden Zusammenschau erlebbar macht. Im Zentrum stehen dabei das Menschenbild und die persön-lichen und politischen Ideale Vogelers. Sie haben seine Kunst und sein bewegtes Leben gleichermaßen geprägt. Die Jubiläumsausstellung ist vom 27. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen. Neben den Ausstellungen ist ein umfangreiches Begleitprogramm in Worpswede und Bremen, der Geburtsstätte Vogelers, geplant.

Das Vogeler-Jubiläum 2022 bildet den Auftakt zu einem großen Ausstellungs-, Kunst- und Forschungsprojekt der Worpsweder Museen. Dieses geht zwischen 2022 und 2027 unter dem Titel ›ZEITENWENDE – Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch‹ der Frage nach, welche besondere Rolle Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Umbruchzeiten spielen können. Denn was Heinrich Vogeler heute so aktuell und bedeutsam macht, ist, dass er mit seiner Kunst und seinem Leben radikal auf die sozialen Umbrüche seiner Zeit reagierte. Die Frage, wie Kunst und Kultur auch heute einen Beitrag zur Gestaltung unserer Lebenswelt und sozialen Wirklichkeit leisten können, bildet ein Leitmotiv für die Ausstellungen der Worpsweder Museen in den kommenden Jahren und wird im Vogeler-Jubiläumsjahr 2022 erstmals eine wichtige Rolle spielen.


Abbildung: Heinrich Vogeler, Sommerabend (Das Konzert) 1905, Öl auf Leinwand, Bundesrepublik Deutschland/Land Niedersachsen/Kulturstiftung Landkreis Osterholz
© Museumsverbund Worpswede
Worpswede
Lindenallee 5, Große Kunstschau
10:00 - 18:00 Uhr
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Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch - Kunst für alle
Heinrich Vogeler. Der Neue Mensch
Kunst für alle

Das grafische Werk Vogelers wird in der Worpsweder Kunsthalle im Detail vorgestellt. Mit der Mög-lichkeit, seine Kunst drucktechnisch zu vervielfältigen und so auch einem größeren Publikum zugäng-lich zu machen, war die Grafik für Heinrich Vogeler ein ideales Medium und beeinflusste seinen wach-senden Erfolg. Grafische Werke Vogelers aus allen Werkphasen werden um Probedrucke und andere Zeugnisse aus seiner Werkstatt ergänzt und beleuchten die Entwicklung Vogelers vom Jugendstil- zum politischen Künstler.


»[...] setze an die Stelle des Wortes die Tat! Demut an die Stelle der Siegerei-telkeit – Wahrheit anstatt Lüge! Aufbau anstatt Zerstörung.«
Aus: Heinrich Vogeler, Das Märchen vom lieben Gott, Brief von Heinrich Vogeler an Kaiser Wilhelm II., 20. Januar 1918, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

2022 steht das Künstlerdorf Worpswede ganz im Zeichen Heinrich Vogelers. Die vier Worpsweder Museen – Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – würdigen den Universalkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags am 12. Dezember 2022 mit einer Retrospe