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Veranstaltungsdetails
Hermann Angermeyer (1876-1955)


23. Oktober 2019
14:30 Uhr - 17:30 Uhr

28870 Fischerhude
Im Krummen Ort 2, Kunstverein Fischerhude in Buthmanns Hof e.V.

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Der Fischerhuder Maler Hermann Angermeyer gehört bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt zu den malenden Sommergästen Fischerhudes. Nach längerem Studienaufenthalt trägt er sich am 20. 9. 1908 ins Gästebuch von Gasthof Berkelmann ein. Ein weiterer Malgast, der Freiherr von Ledeln, widmet dem Maler darunter ein mehrstrophiges Gedicht: "O Anger- Anger- Angermeyer bleibe! Zieh nicht davon. Leih unseren Bitten Ohr!"
Obwohl er dieser Bitte nicht folgte, blieb Hermann Angermeyer dem Wümmeort über Jahrzehnte hinweg durch sommerliche Studien verbunden. Seine Tochter erzählte, daß er sich in Fischerhude ib der Gastwirtschaft Berkelmann besonders wohlfühlte, weil ihn die Situation an seine Kindheit in Kirchdorf auf der Elbinsel bei Harburg erinnerte, wo er als Gastwirtssohn aufwuchs.
Hermann Angermeyers künstlerische Begabung wurde von seinen Eltern früh erkannt. Bereits als Vier-zehnjähriger durfte er die Hamburger Kunstgewerbe-schule besuchen. Mit sechzehn wurde er als Schüler von Professor Peter Janssen (1844-1908), der auch Heinrich Vogelers Lehrer an der Düsseldorfer Akademie war, angenommen. Angermeyer wurde später Meisterschüler von Arthur Kampf und erhielt eine Anstellung als Hilfslehrer. Am Rhein gehörte er zu den erfolgreichen Porträtmalern der zu dieser Zeit einflussreichen Düsseldorfer Kunstszene ("Künstlerverein Malksten"). Sein Schwerpunkt wurde es, kleine Alltagsgeschichten im impressionistischen Stil zu erzählen.
Seit seiner ersten Begegnung mit Fischerhude kam er wie ein Zugvogel jährlich zu Studienaufenthalten nach Fischerhude zurück. 1938 ließ er sich für immer in Fischerhude nieder, wohnte im oberen Stock des neugebauten Hauses von Lehrer Heinbokel in der Bredenau und malte in seinem Atelier bei Brünings im Krummen Ort. In Fischerhude schuf er sein reiches, reifes Alterswerk – vornehmlich Landschaften und Stillleben, die ihres Zauberlichts wegen bis heute Faszination hervorrufen.
Bei Angermeyers Zeichnungen ist die Reduktion der Gegenstände auf das Geäder von Farbspuren verblüffend modern. Die Zeichnungen bilden oft die Grundlage für seine späteren Bilder in Öl, welche überwiegend im Atelier entstanden.
In der Zeit vom 22. 9. bis 3. November stellt die Horstedter Künstlerin Elfi Wiese im Giebel aus. Raimer Jochims schreibt über ein Bild der Künstlerin: "Bilder verkörpern eine Lebensform und sie bewirken Veränderung der Lebensform. wer nicht mit ihnen lebt, kennt sie nicht."
Zu den Bildern:
Hermann Angermeyer, Abendlicher Vieheintieb, um 1940
Hermann Angermeyer, Selbstbildnis, um 1915



Thema:  Ausstellung


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