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Veranstaltungsdetails
Otto Modersohn - Fischerhude
22. Mai 2022
10:00 Uhr - 18:00 Uhr

28870 Fischerhude
In der Bredenau 95, Otto-Modersohn-Museum

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Sonderausstellung vom 21. Mai – 24. Juli 2022
Otto Modersohn - die Blumenstillleben
So ein Strauß ist eine Wunderwelt
Die erste Ausstellung mit 35 Bildern, die allein dieser Werkgruppe Otto-Modersohns gewidmet ist.
Mit Bildern der Otto-Modersohn-Stiftung und Leihgaben aus Privatsammlungen.

Über die Stillleben und Blumenstillleben Otto Modersohns

Otto Modersohn verstand sich ausschließlich als Landschaftsmaler. Stillleben und Porträts finden sich in seinem Werk vereinzelt. Eine Ausnahme bilden auch die Blumensträuße und Stillleben mit Blumen, die besonders in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind.
Von Jugend an hatte Otto Modersohn ein ausgeprägtes Interesse an Flora und Fauna. Er sammelte als Kind Insekten, Käfer und Schmetterlinge (später kamen Vogelbälge hinzu), presste Blumen und Blätter in Bücher und Alben und erfreute sich an ihren Strukturen und welkenden Farbigkeit. Lieber als die prahlende Üppigkeit des Sommers waren ihm die verhalten leuchtenden Farben des Herbstes. Eine Besonderheit um 1900 sind seine gezeichneten und gemalten Nahsichten von Pflanzen, Wiesenblumen und Birkenstämmen. Etwa um 1902 erlischt sein Interesse an den Vordergrundstudien. Modersohn malte, wie er es selbst formulierte, im Widerstreit zwischen dem Naturwissenschaftler und dem Maler. Er musste für sich eine Entscheidung treffen und entschied sich für den Maler. Trotzdem muss man von heute aus gesehen, sagen dass seine Nahsichten der Vordergründe zu den schönsten Studien der Worpsweder Jahre zählen. Malte Otto Modersohn die Wiesenblumen und Moorpflanzen noch draußen, im Angesicht der Natur, so holte er sich – oder ließ sich bringen – seine Blumensträuße im Verlauf des Fischerhuder und Allgäuer Spätwerks direkt ins Haus.

Blumen sind in ihrer verwelkenden Schönheit ein Ausbund an Vergänglichkeit. Diesen tragischen und zugleich tröstlichen Aspekt des Festhaltens absterbender Schönheit, des sich schon vollendeten Lebens hat Otto Modersohn immer mitbedacht. Vielleicht war er sogar auslösendes Moment seiner Blumenstillleben.
Die Blumenbilder der Franzosen Courbet, Renoir, Cézanne und Redon hatten ihn schon früh begeistert. Nach dem Besuch einer Ausstellung in Bremen notierte er 1906 in sein Tagebuch: "Courbet, Stilleben, ganz unerhört. Mohn und Veilchen, diese Rots, grau, bläulichrot, und – wie gemalt. Renoir, Stilleben, rote Blumen, ganz dünn, zart – auch herrlich."

Während seiner sommerlichen Aufenthalte im Allgäu, am Gailenberg bei Hindelang, wo er 1930 ein altes Bauernhaus erworben hatte, gab ihm der Reichtum der Alpenflora weitere Anregungen zu diesem klassischen, für seine Kunst aber doch neuen Thema, das er neben seinen Landschaftsbildern bis zu seinem Tode 1943 nicht aufgab.

Er selbst äußerte sich am 12. November 1933 in seinem Tagebuch:
"Ich entwickle immer mehr meinen eigenen Stil für Blumensträuße. Sie werden immer reicher, phantastischer, geheimnisvoller – so ein Strauß ist eine Wunderwelt, phantastischer als die Natur da draußen, eine Märchenwelt, ein Feenreich.
Gerne male ich auch bei elektrischem Licht – Dabei schlichte Farben, gebrochen, indifferent, milde, gedämpft, zart, nuancenreich, nicht bunt, einheitlich, eine Dominante, eine Harmonie – ohne Effekte. ..."
Veranstalter:  Gesellschaft-Otto-Modersohn-Museum e.V.
Thema:  Ausstellung
Eintritt:  EUR 6,-- bis EUR 6,-- erm. € 5,-, Kinder bis 14 frei
Link zur Homepage:  www.modersohn-museum.de
E-Mail:  info@modersohn-museum.de
Telefon:  04293-328


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